Atari
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| Atari, Inc | ||
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| Gründungsdatum | 27.06.1972 | |
| Schließungsdatum | 30.07.1996 | |
| Unternehmenssitz | ||
| Unternehmensleitung | ||
| Anzahl Mitarbeiter | ||
| Mitarbeiter (Auswahl) | Jack Tramiel | |
| Umsatz | ||
| Branche | ||
| Website | ||
| Information | Betrachtung ohne den Aufkauf durch Hasbro - also bis 1996 | |
Atari war Ende der 70er Jahre bis Anfang der 80er Jahre nahezu marktbeherrschend im Bereich Arcadeautomaten und Spielekonsolen. Mitte der 80er Jahre wurde Atari von Jack Tramiel aufgekauft und zum grössten Konkurrenten für Commodore aufgebaut. Im Homecomputer Markt war Atari vorerst der Begründer der Heimcomputerkultur und nach erscheinen des C64 der ewige Zweite neben Commodore. Anfang der 80er Jahre war Atari auch Lizennehmer für Computer- und Videospieleumsetzung von Nintendo Arcadespielen.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Spacewar
1966 sieht Nolan Bushnell das Spiel Spacewar. Techniker der University of Utah haben dieses Spiel auf einer Großrechenanlage programmiert und stellen dies der Öffentlichkeit vor, während Bushnell dort seinen Bachelor of Science macht. Bushnell ist begeistert und arbeitet mit Ted Dabney an der Entwicklung des Spacewar-Automaten. Die Firma Nuttin Associates baut Münzautomatenspiele und erklärt sich bereit Spacewar zu vertreiben. 1500 Spacewar-Automaten werden in Handarbeit hergestellt. Der Erfolg dieser ersten elektronischen Arcademaschine bleibt allerdings weit hinter den Erwartungen zurück. Lediglich 500 bis 1000 Automaten werden verkauft. Bushnell kommt zu der Erkenntnis, dass Spacewar schlicht zu kompliziert ist.
[bearbeiten] Pong
Nolan Bushnell sieht 1972 die Präsentation der ersten Spielekonsole Magnavox Odyssey auf einer Spielwarenmesse. Ein Spiel mit dem Namen Tennis ist für das Odyssey erhältlich und dient Bushnell als Vorlage für Pong. Es ist simpel und zwingt den Spieler nicht sich damit zu beschäften sondern kann das Spiel spielen ohne ein Handbuch lesen zu müssen. Magnavox bleibt Ataris Tennis Klon nicht verborgen und zieht gegen Bushnell vor Gericht. Zwar kann sich Magnavox gegen Bushnell durchsetzen; Der Erfolg des simplen Spiels legt dennoch den Grundstein für die marktbeherschende Stellung Ataris Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre.
Um zu testen, ob Pong erfolgreich ist, wird der Automat im November 1972 in der Andy Capps' Bar aufgestellt. Zwei Tage später erhält Bushnell einen harschen Anruf von Andy Capps', der Automat wäre defekt. Als Bushnell den Automaten inspiziert stellt er fest, dass dieser nicht defekt ist, sondern dass die Münzenbox schlichtweg voll ist. Aufgrund dieses Tests und der Absage aller führenden Spieleautomatenhersteller wird beschlossen, Pong in Eigenregie zu produzieren und zu vertreiben. Atari Inc. wird daraufhin gegründet.
[bearbeiten] Das Atari VCS
1975 beginnt man bei Atari mit der Entwicklung einer Konsole, die in der Lage ist, alle vier aktuellen Atari-Spiele zu spielen. Das System wird wenig später als Atari Video Computer System vermarktet. Um das VCS finanzieren zu können, sucht Atari nach einem finanzkräftigen Investor. 1976 verkauft Bushnell Atari an Warner Communications. Allerdings scheidet Bushnell bereits 1979 aus Atari aus. Ehemalige Atari-Programmierer gründen im selben Jahr Activision, um Spiele für das Atari VCS zu entwickeln und zu veröffentlichen. 1984 wird aus dem Atari VCS das Atari 2600.
[bearbeiten] Atari 400/800
Ende der 70er Jahre entschliesst sich Atari seine Produktpalette auf 8-Bit Computer der unteren Preisklasse auszudehnen. Die Atari 400 und Atari 800 Serie kommt 1979 auf den Markt und kann sich innerhalb kürzester Zeit am Markt etablieren. Bis 1983 hat Atari auch kaum Konkurrenz zu befürchten. Erst mit der Einführung des C64 bekommt Atari Konkurrenz für die Atari 400/800 Serie. Gefertigt wird Ataris 8-Bit Linie bis 1989 und verkauft sich bis dahin etwa 2 Millionen mal.
[bearbeiten] Tramiels Atari
Jack Tramiel übernimmt am 02.07.1984 Atari. Nach der Übernahme wird der Preiskampf auf den Sektor der Heimcomputer verschärft, was Anfang/Mitte der 90er Jahre zum Firmenzusammenbruch führt und am 30. Juli 1996 zur Übernahme durch die JTS Corporation führt. Die Videospieleabteilung, die jetzt Atari Games heißt, bleibt bei Warner.
Tramiel hat kein Interesse an Spielekonsolen. Atari wird auf Gewinn getrimmt und gesund geschrumpft. Daher setzt er alle Ingenieure, die ihm von Commodore gefolgt sind, an die richtigen Stellen. Atari soll zum führenden Hersteller für Homecomputer werden. Die XL Serie, vormals Atari 400 / 800, wird preislich reduziert und zur XE-Serie weiterentwickelt. Neue Modelle werden eingeführt und die komplettere Serie soll sich optisch am ST orientieren. Darunter fällt auch eine neue Konsole. Das Atari XE Game System. Eine Konsole, die auf der XE Serie basiert und zu einem vollwertigen Computer ausgebaut werden kann. Allerdings kann Atari diese Konsole nur in geringen Stückzahlen absetzen. Tramiel entschließt sich daher, das Atari 7800 erst gar nicht auf den Markt zu bringen. Das Atari VCS wird weiterhin erfolgreich hergestellt und vertrieben. Jedoch wird das Gerät vereinfacht, um es billiger zu produzieren. Als Atari 2600jr. wird das Atari VCS noch bis 1991 produziert. Die XE Reihe wird 1989 eingestellt.
[bearbeiten] Atari ST
Da Atari es nicht schafft, die Firma Amiga zu kaufen, wird kurzerhand beschlossen ein eigenes Konkurrenzsystem zu entwickeln. Chefentwickler wird Shiraz Shivji, der als der Vater des C64 gilt. Nach wenigen Monaten ist der Atari ST fertig und kann sogar noch im selben Jahr veröffentlicht werden wie der Amiga.
In Europa avanciert der Atari ST zum Standard CAD und DTP Computer. 1987 bietet Atari ein komplettes DTP System, mit Laserdrucker für gerade mal 3000,-DM an. Für Musiker eignet sich der Atari ST ebenfalls herrvorragend und überlebt sogar Tramiels Atari. Für viele Spieler ist er meist zu professionell, da der ST als Büro- und Arbeitscomputer gilt. Dennoch kann sich der Atari ST eine große Fangemeine, auch als Spiele-Computer, aufbauen.
[bearbeiten] Lynx
Atari übernimmt 1989 den Handheld Handy von Epyx. Atari lässt die Konsole fertig entwickeln und nennt sie Lynx. Obowhl das Lynx dem Gameboy überlegen ist, da man es mit mehreren Lynx verbinden kann und es mehrere Farben darstellen kann, kann Atari das Lynx ebenfalls nur in geringen Zahlen absetzen. Der Gameboy ist zwar wesentlich einfacher, aber er wird billiger verkauft.
[bearbeiten] Atari 7800 / Atari Jaguar
Durch den Erfolg des Nintendo NES versucht Tramiel auf den Zug auf zu springen. Das Atari 7800, welches seinerzeit nicht von Tramiel gewollt wurde, wird Ende der 80er Jahre veröffentlicht. Da das Atari 7800 völlig veraltet, ist kann es nur einen geringen Marktanteil erringen. Sega und Atari teilen sich gerade mal 10% auf dem Konsolenmarkt, der von Nintendo dominiert wird.
Mit dem Atari Jaguar versucht man dem 1993 entgegen zu wirken. Zwar verfügt das Jaguar über beeindruckende technische Daten, aber die Spieler kommen nicht auf den Geschmack. Die Programmbibliothek besteht fast nur aus Remakes von Klassikern. Von 200 Firmen, die Support für das Jaguar angekündigt haben, veröffentlicht nur eine handvoll Spiele für das Jaguar.
[bearbeiten] Der Niedergang
Ende der 80 Jahre verschärft Tramiel den Preiskampf. Bis dahin konnte Atari den ST, vor allem in Europa, teuer verkaufen. Jedoch gewinnt der Macintosh von Apple zunehmend Marktanteile wo bisher der ST eine dominierende Stellung hatte. Im DTP Bereich, Ataris wichtigste Abnehmer für den ST, verliert der ST zunehmend Marktanteile, da die Entwicklung des ST nur zögerlich vorangeht. Am meisten Probleme bereitet aber der PC-Markt. Die billigen PC-Clones überschwemmen den Markt und verdrängen die teuren Homecomputer aus dem Markt. 1994 wird die Produktion des ST bei Atari eingestellt, da sich Tramiel auf Spielekonsolen stützt.
Am 30.07.1996 übernimmt der Festplattenhersteller JTS alle Atari-Aktien, wahrscheinlich als Werbeaktion. Wenige Wochen später existiert Atari nicht mehr.
[bearbeiten] Infogrames
Nach dem Ende Ataris als selbstständige Firma, kauft zuerst Hasbro den Namen Atari. Jedoch gelingt es Hasbro nicht, den Namen Atari erfolgreich zu verwerten. Unter dem Atari-Label erscheinen hauptsächlich alte Klassiker. Es scheint fast so, als ob Hasbro kein Interesse an der Verwertung des Namens Atari hat. Nach einer Handvoll Brettspieleumsetzungen für Windows und Playstation, verkauft Hasbro seine Computerspieleabteilung. Infogrames kauft 2003, für lächerliche 5 Mio US Dollar, die Rechte an Atari. Innerhalb weniger Monate erscheinen Infogrames Spiele unter dem Atari Label, und aus Infogrames wird innerhalb weniger Jahre Atari.
[bearbeiten] Links
| Wikipedia: Atari |
- Atarium - Informationen rund um die ST(E), TT und Falcon Welt, PD´S - unter anderem Fussball ST mit aktuellen Spielern und Mannschaften europäischer Ligen
- "Atari"-Stellung beim Spiel Go
- Atari: Von den Videospielen zu den Heimcomputern
- Atari im 8-Bit-Nirvana (www.zock.com)
- Exklusive Informationen vom ehemaligen Geschäftsführer (1980-84) Atari Deutschlands

