BTX
Aus C64-Wiki
Die Abkürzung BTX steht für Bildschirmtext und wurde von der Deutschen Post seit 1983 angeboten. BTX verband Telefon und Bildübertragung und war sogesehen ein Vorgänger des Internets. Die aufgerufenen Seiten wurden entweder seiten- oder zeitabhängig über die Telefonrechnung bezahlt. Neben Informationenabrufe, konnten auch Waren per Versandhandel gekauft, Online-Banking durchgeführt oder mit anderen BTX-Teilnehmern per Foren oder Chat kommuniziert werden. Die Telekom koppelte das Angebot 1995 mit dem Internetzugang und stellte den BTX-Dienst am 31.12.2001 ein.
In der 64'er und in anderen Computerzeitschriften wurde in der Regel seit Ende der 80'er bis Mitte der 90er Jahre für BTX geworben. Für den C64 gab es auf 5,25"-Disketten BTX-Demos. Um an einem Heimcomputer wie dem C64 BTX zu nutzen, wurde ein BTX-Modem (V.23 1200/75 Baud) wie das DBT-03 oder dataphon s21-23d und entsprechende BTX-Decodersoftware benötigt.
Der Markt&Technik-Verlag vertrieb unter dem Namen 64'er-Btx einen Software-Decoder zusammen mit einem Adapterkabel zum Anschluss eines C64 oder C128 an die BTX-Leitung. Da BTX für die Seitendarstellung eine Auflösung von 480×240 Pixeln bei 32 aus 4096 Farben unterstützte, was die Fähigkeiten eines C64/C128 überforderte, war eine korrekte Anzeige aller Seiten mit diesem Software-Decoder nicht möglich. Zur vollständigen Nutzung eines C64/C128 als BTX-Terminal war ein Hardware-Decoder erforderlich, an den dann ein Monitor angeschlossen werden konnte.
[Bearbeiten] Decoder
- Commodore
- BTX Decoder Modul (Loewe)
- BTX Decoder Modul II (Siemens)
- BTX 64 (Astech Computer)
- SD-64 (Technofor)
- 64'er BTX-Manager (Markt & Technik + Drews)
- REX Datentechnik
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