Betriebssystem

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BASIC-Oberfläche nach dem Einschalten eines C64.
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Der MS-DOS Simulator für den C64.
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Der GEOS-Desktop.
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Der WiNGs-Desktop

Ein Betriebssystem bezeichnet eine Programmumgebung (oft eine Kollektion von Programmen), welche dem Nutzer eines Computers dessen Bedienung ermöglicht. Die Grundaufgabe ist die Verwaltung der zur Verfügung stehenden Ressourcen, wie CPU bzw. Rechenkapazität, RAM-Speicher, Massenspeicher und sonstiger Peripherie, indem diese dem Benutzer (ev. auch mehreren) zur Verfügung gestellt werden und von diesem - möglichst einfach - genutzt werden können.

In der Regel wird nach dem Einschalten des Computers dieser auf Funktion überprüft (der sogenannte POST, oder Power On Self Test) und danach automatisch das Betriebssystem gestartet, um die Nutzung des Computers zu ermöglichen.

Bei Personal-Computern gibt es folgende Entwicklungsphasen:

Die 1. Generation der Betriebssysteme war ursprünglich fest im ROM eingebaut und enthielt meistens BASIC (selten auch FORTH im Falle des Jupiter Ace), das als Kommando- und auch als Programmiersprache diente. Die Betriebssystemfunktionen sind dabei mit der der Programmiersprache recht eng verschmolzen und auf den Hersteller oder die Modelllinie ausgerichtet, insbesondere die Massenspeicherverwaltung (Kassette, Floppy) ist kaum herstellerübergreifend oder standardisiert. Nicht selten ist eine separate Erweiterung mit einem sogenannten Disk Operating System, beispielsweise als Steckmodul zum Nachladen nötig.

Die 2. Generation der Betriebssysteme benötigte mehr Speicherplatz und wurde daher entweder per Diskette nachgeladen oder auf einer Festplatte installiert. Oft war auch eine gewisse Portierbarkeit gegeben, die das Betriebssystem vom konkreten Gerät oder Hersteller unabhängig machte. Typische Vertreter sind hier CP/M, DOS, Linux oder Unix, deren im Umfang reduzierte Ableitungen (LUnix, GeckOS) auch im 8-Bit-Bereich zu finden sind.
Insbesondere DOS und CP/M bestanden, aus Gründen der nur sehr geringen RAM-Ausstattung der frühen Personal-Computer, aus mehreren Teilen: dem Kommandointerpreter, der die Befehle des Benutzers entgegen nahm, sowie einer ganzen Menge an Zusatzprogrammen, die bestimmte Aufgaben übernahmen. Der Kommandointerpreter selbst (unter DOS meist COMMAND.COM genannt) hatte nur sehr rudimentäre Befehle eingebaut, zum Beispiel zum Kopieren und Löschen von Dateien. Erst in Verbindung mit den Zusatzprogrammen war es möglich, Texte zu bearbeiten (EDIT), Disketten zu formatieren (FORMAT) und zu überprüfen (SCANDISK), oder gelöschte Dateien wiederherzustellen (UNDELETE).
Um die gesamten Peripherie und Computerkomponenten anzusprechen war es erforderlich, die nötigen Treiber in den Autostartdateien wie z.B. (bei DOS) CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT einzubinden; insbesondere bei vielen gleichzeitig vorhandenen Hardwarekomponenten eine Aufgabe, die einem Puzzlespiel gleichkam.

Die 3. Generation der Betriebssysteme wurden ebenfalls von Diskette nachgeladen oder auf der Festplatte installiert und beinhalteten schon eine grafische Benutzeroberfläche. Beispiele für solche Betriebssysteme sind GEM, MacOS, OS/2 oder Windows oder diverse Unix-Varianten mit X-Window-Oberfläche (etwa Linux mit KDE oder Gnome).

Während die 1. und 2. Betriebssystemgeneration noch ein erhebliches Wissen von Befehlen beim Computeranwender erforderte, sind die Betriebssysteme der 3. Generation recht benutzerfreundlich und erleichtern dem Benutzer viele Standardaufgaben erheblich.

Nachzuladende Betriebssysteme für den C64/128 sind u.a.: GEOS, CLiPS (GEOS Ersatz), WiNGs oder Contiki.

[Bearbeiten] Weblinks

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