Byte
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Ein Byte (früher: Bite - zu deutsch: Happen) ist im Allgemeinen definiert als eine Einheit von acht Bits und ist ein Maß für Informationsmenge bzw. Speicherkapazität (siehe auch in den Links). Die einzelnen Bits eines Bytes können auf 2 hoch 8 unterschiedliche Weisen (acht Bits mit jeweils zwei möglichen Zuständen = 256 mögliche Werte = Zahl zwischen 0 und 255 inklusive) kombiniert werden. Eine weitere Unterteilung eines Bytes (außer in Bits) ist seine Einteilung in zwei Halbbytes oder Nibbles (entsprechend vier Bits). Es gibt allerdings Computersysteme, Software und Programmiersprachen, die diese Byte-Definition nicht genau beachten.
Der normale Zeichensatz eines Computersystems ist nach dem ASCII- oder ANSI-Zeichensatz definiert und besteht aus 256 verschiedenen Zeichen. Ein ASCII-/ANSI-Zeichen lässt sich also mithilfe eines Bytes codieren (z.B. wird A als ein Byte mit dem Dezimalwert 65 bzw. dem Binärwert 01000001 dargestellt).
[bearbeiten] Low- / High-Byte (Speicheradressierung)
Bei 8-Bit-Computern mit 16-bittigem Adressbus wie dem C64/C128 kann der Inhalt jeder Speicheradresse ebenfalls einen beliebigen Byte-Wert annehmen. Ein einziges Byte reicht jedoch zur Adressierung einer Speicherstelle nicht aus, daher verwendet das Betriebssystem ggf. zwei Bytes (16 Bits, 65536 verschiedene Kombinationsmöglichkieten). Wird eine Adresse im Speicher abgelegt, ist beim MOS 6510 das erste das niederwertige Byte ("Low-Byte") und das zweite das höherwertige Byte ("High-Byte"). Low- und High-Byte zusammen ergeben dann mit High-Byte * 256 + Low-Byte die entsprechende Speicheradresse zwischen 0 und 65535.
[bearbeiten] Potenzkürzel
Speicherkapazitäten von Festplatten und Speichermedien werden ebenfalls in (Vielfachen von) Byte angegeben. Durch die enormen Speichergrößen reicht hier die Angabe Bytes nicht mehr aus, so dass auf das Vielfache zurückgegriffen werden muss, wobei im Sprachgebrauch durch die Verwendung von Potenzkürzeln Unklarheiten entstanden sind. Man sagt z.B. Kilobyte, meint damit aber nicht 10 hoch 3 (= 1000) Bytes, sondern 2 hoch 10 (= 1024) Bytes. Um diese dennoch zu unterscheiden, hat es sich eingebürgert, diese Potenzabkürzungen entgegen der physikalischen Schreibweise groß zu schreiben, also "KB" statt "kB". Weil man diese Unterscheidung aber nicht hören kann, hat vor einigen Jahren das US-amerikanische Normierungsinstitut NIST eine eindeutige Benennung eingeführt, das "kilo binary byte" (Abk. Kibibyte bzw. KiB). Diese Schreibweise hat sich bis heute wenig durchgesetzt, weshalb wir hier weiter die bisher übliche Schreibweise verwenden werden:
- 1 Kilobyte (KB) sind 1024 Bytes
- 1 Megabyte (MB) sind 1024 Kilobytes
- 1 Gigabyte (GB) sind 1024 Megabytes
- 1 Terabyte (TB) sind 1024 Gigabytes
- 1 Petabyte (PB) sind 1024 Terabytes
Während noch bei der Diskette die Speicherkapazitätsangabe in Kilobyte erfolgte, ist es bei CDs und bei den ersten Festplatten schon praktischer, diese in Megabytes anzugeben. Heutzutage, bei den DVD-Speichermedien und aktuellen Festplatten, ist die Gigabyte-Angabe üblich.
Allerdings halten sich die Festplattenhersteller nicht unbedingt an die 1024-Regel der Informatik und nutzen die 1000-Regel des SI-Einheitensystems. Da Software allerdings mit der 1024-Regel auf Byte-Basis arbeitet, hat eine 40-Gigabyte-Festplatte, die laut Festplattenhersteller 40.000.000.000 Bytes zur Verfügung stellt, tatsächlich nur eine nutzbare Speichergröße von etwa 37,25 Gigabyte.(Gibibyte 2 hoch 30 Byte Binär-Präfixe nach IEC-Norm von 1996)
