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Datassette

Aus C64-Wiki

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Die Datassette 1530
Datassette (oder auch Datasette) ist der Begriff für die von Commodore vertriebenen, ursprünglich C2N genannten Kassettenlaufwerke (im Computerbereich auch Datenrekorder genannt) wie VC-1530 (für die Computer VC-20, C64, C128, sowie PET bzw. CBM 2000/3000/4000/8000/9000) bzw. VC-1531 (für die Computer C16/116, Plus/4) oder ihre Speichermedien. Das Kunstwort Datassette leitet sich aus der Bezeichnung Daten- (engl. für Data) Kassettenrekorder ab.

Sie stellten eine vor allem bei Einsteigern beliebte, da günstige (ca. 70 US$), Alternative zu den teuren Floppylaufwerken dar. Der langsame Datentransfer von etwa 60 bis 70 Bytes/s konnte durch Schnelllader auf max. das circa 10fache gesteigert werden. Allerdings ließ die mangelnde Flexibilität durch die lineare Datenspeicherung die Datassette aus der Mode kommen, als Diskettenlaufwerke günstiger wurden.

Die Datassette C2N bzw. VC-1530 wird am Datassettenport angeschlossen, einem 12-poligen Platinenstecker mit Schlitz zwischen den Polen 2 und 3. Dieser Port ist für den Datentransfer und für die Stromversorgung zuständig. Eigentlich handelt es sich nur um einen 6-poligen Anschluss, da die Pole der Ober- und Unterseite identisch belegt sind. Bei Computern mit Metallgehäuse (PET, C128 DCR) sollte man das seitlich aus dem Datassettenstecker heraushängende Abschirmungskabel mit dem Rechnergehäuse verschrauben, bei den anderen Rechnern kann es einfach abgeschnitten bzw. besser ins Steckerinnere verfrachtet werden.

Die VC-1531 wird stattdessen an eine 8-polige Mini-DIN-Buchse (ähnlich PS/2-Tastaturanschluss am PC) angeschlossen. Die Signale sind allerdings die gleichen wie bei den anderen Datassetten, daher kann man sich relativ einfach Adapter in beiden Richtungen bauen. In den 80er Jahren wurden solche Adapter auch verkauft.

Die Commodore-Datassette bot etwas mehr Komfort für Computerbenutzer als die handelsüblichen Musik-Cassettenrecorder, wie sie etwa mit dem Sinclair ZX Spectrum und anderen Heimcomputern üblicherweise verwendet wurden. Über eine Sense-Leitung kann der Rechner erkennen, ob eine Taste an der Datassette gedrückt ist, allerdings nicht, um welche Taste es sich handelt. Der Motor der Datassette kann vom Rechner aus per Software ein- und ausgeschaltet werden. Zusätzlich hat die Datassette eingebaute Schmitt-Trigger, ihre Signale sind also auf der Spannungsdimension digital. Auf der Zeitdimension handelt es sich allerdings weiterhin um analoge Signale, da die Datassette keinen Taktgeber o.ä. besitzt.

Heute ist die Datassette von einigen Retrocomputing-Freaks als kultig-trashiges Symbol für die Langsamkeit der Computer der frühen 80er wiederentdeckt worden; und es erscheint auch neue Software auf Tape.

Es gab zwar speziell als Computer-Kassetten, Daten-Kassetten oder "Datassetten" bezeichnete Kassettenbänder, allerdings waren diese teuer und boten weniger Speicherplatz als herkömmliche Kassetten an, so dass meistens handelsübliche Audio-Kassetten als Datassette bzw. Daten-Kassette genutzt wurden. Vorteil der speziellen Kassetten ist die kürzere Durchspulzeit.

Die Verwendung von herkömmlichen Ferrit-Kassetten mit der Datassette wird empfohlen, da deren Schreibkopf nicht auf Chromdioxid- oder gar Metall-Bänder ausgelegt ist.

Es gibt sogar Hardware-Adapter zum Zwischenschalten eines Lautsprechers, um damit Audio-Kassetten abzuspielen.


[Bearbeiten] Links

WP-W11.png Wikipedia: Datassette
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