Expansionsport

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Expansionsport des C64

Der Expansionsport (englisch: Expansion - Erweiterung) wird alternativ oft auch als Modulsteckplatz, Modulport oder Memory-Expansion-Port bezeichnet. Dieser Port ist eine rechteckige Aussparung an der Rückseite des C64-Gehäuses und für die Erweiterung des Systems gedacht; vom Prinzip her entspricht er den ISA- oder PCI-Steckplätzen eines PCs. Da hier alle wichtigen Signale des C64 herausgeführt sind, ergibt sich ein großer Anwendungsbereich. Vom Anschluss einer einfachen Resettaste über Modem und EPROM-Programmiergerät bis zur SuperCPU sind fast alle erdenklichen Erweiterungen möglich. Hauptsächlich wird dieser Port zum Einstecken von Steckmodulen benutzt, die Anwendungsprogramme, Spiele oder zusätzlichen RAM-Speicher enthalten.

Im Gegensatz zum Userport gibt es am Expansionsport keine frei programmierbaren Leitungen, d.h. Expansionsport-Module müssen permanent am Daten- und Adressbus der CPU MOS 6510 "mitlauschen" und timingkonform Einfluss nehmen. Für einfache Basteleien ist der Expansionsport dadurch nicht geeignet.


[Bearbeiten] Anschlussbelegung

Der Expansionsport ist eine 2-reihige Platinenbuchse mit insgesamt 44 Kontakten. Das Rastermaß, also der Mittenabstand zwischen den Kontakten, beträgt 2,54 mm (1/10 Zoll).

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Kontaktbelegung


Pin Signal Bedeutung Erläuterung
1 GND Ground Systemmasse (0 Volt)
2 +5V DC Betriebsspannung +5V DC + 5 Volt Gleichspannung. Die maximale Gesamtbelastung für Erweiterungen beträgt 450mA.
3 +5V DC Betriebsspannung +5V DC + 5 Volt Gleichspannung. Die maximale Gesamtbelastung für Erweiterungen beträgt 450mA.
4 IRQ Interrupt Request Unterbrechungsanforderung; siehe IRQ
5 R/W Read - Write High-Pegel bei Lesezyklus, Low-Pegel bei Schreibzyklus
6 DOT Clock Bildpunktfrequenz 7,88 MHz bei PAL ; 8,18 MHz bei NTSC
7 I/O1 Input/Output 1 Ein-/Ausgabebereich 1 ; Low-Pegel, wenn Adressbus innerhalb $DE00-$DEFF liegt.
8 GAME Spielkonfiguration dient zur Speicherumkonfiguration; siehe PLA (C64-Chip)
9 EXROM Externes ROM ähnlich GAME. Bei Low wird das interne RAM im Bereich $8000-$9FFF ausgeschaltet und stattdessen an ROML Low ausgegeben, falls eine dieser Adressen auftritt.
10 I/O2 Input/Output 2 Ein-/Ausgabebereich 2 ; Low-Pegel, wenn Adressbus innerhalb $DF00-$DFFF liegt.
11 ROML ROM Low Wird Low, falls der Bereich $8000-$9FFF mit EXROM abgeschaltet ist und eine dieser Adressen auftritt.
12 BA Bus Available (Bus verfügbar) Signal vom Videocontroller, das die Gültigkeit der Busdaten anzeigt. Wenn BA=1 belegt der VIC den Bus und keine andere Einheit darf ihn benutzen
13 DMA Direct Memory Access (direkter Speicherzugriff) wenn DMA=Low kann der Prozessor aufgefordert werden, den Bus freizugeben. Diese hält nach dem nächsten Lesezyklus an und alle Busleitungen werden hochohmig. So können andere Einheiten die Computerhardeware benutzen. Bei DMA=High arbeitet die CPU weiter.
14 D7 Datenleitung 7 Datenbus des Rechners
15 D6 Datenleitung 6
16 D5 Datenleitung 5
17 D4 Datenleitung 4
18 D3 Datenleitung 3
19 D2 Datenleitung 2
20 D1 Datenleitung 1
21 D0 Datenleitung 0
22 GND Ground Systemmasse (0 Volt)
A GND Ground Systemmasse (0 Volt)
B ROMH ROM High Wird je nach Beschaltung von GAME und EXROM bei Zugriffen auf eine Adresse zwischen $A000-$BFFF bzw. $E000-$FFFF Low, falls der jeweilige interne Bereich ausgeblendet ist.
C RESET Reset Zieht man diese Leitung auf Low-Pegel, dann werden alle Bausteine neu initialisiert. Der Programmzähler der CPU wird mit dem Reset-Vektor $FFFC und $FFFD (normalerweise $FCE2) geladen.
D NMI Non Maskable Interrupt siehe NMI
E Ø2 Phi 2 Systemtakt (0,98MHz bei PAL, 1,02MHz bei NTSC)
F A15 Adressleitung 15 Adressbus des Rechners
H A14 Adressleitung 14
J A13 Adressleitung 13
K A12 Adressleitung 12
L A11 Adressleitung 11
M A10 Adressleitung 10
N A9 Adressleitung 9
P A8 Adressleitung 8
R A7 Adressleitung 7
S A6 Adressleitung 6
T A5 Adressleitung 5
U A4 Adressleitung 4
V A3 Adressleitung 3
W A2 Adressleitung 2
X A1 Adressleitung 1
Y A0 Adressleitung 0
Z GND Ground Systemmasse (0 Volt)


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