Hat Trick

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Hat Trick
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 331
Entwickler Pacific Dataworks International
Firma Bally Sente Inc.
Verleger Capcom
Musiker unbekannt
Release 1987
Plattform(en) C64, Atari 7800, Arcade
Genre Sport, Eishockey
Spielmodi Einzelspieler
2 Spieler (simultan)
Steuerung Icon Port1 2.pngIcon joystick 1-2.png
Medien Icon disk525.png
Sprache Sprache:englisch


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bewertung

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
7.21 Punkte bei 19 Stimmen (Rang 259).
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C64Games 6 11. Oktober 2009 - "gut" - 3954 downs
Lemon64 8,1 11. Oktober 2009 - 55 votes
Kultboy.com 7.50 11. Oktober 2009 - 4 votes
ASM 10/12 Ausgabe 3/88


[Bearbeiten] Beschreibung

Bei dem Eishockey-Spiel „Hat Trick“ handelt es sich um die Portierung eines Capcom-Arcade-Automaten. Entsprechend actionlastig ist dieser Titel ausgelegt. Bereits im Titelbild, welches gleichzeitig das Hauptmenu darstellt, wird dies deutlich. Die mehr als übersichtlichen Optionen lassen die Entscheidung darüber zu, ob Sound erwünscht ist oder nicht und ob ein oder zwei Spieler ins Match starten wollen. Damit sind die Einstellungsmöglichkeiten für zwei Spieler bereits erschöpft. Im Einspieler-Modus kann darüber hinaus noch einer von drei Schwierigkeitsgraden gewählt werden. Liga- oder Pokalmodi werden schmerzlich vermisst. Einzig und allein ein einzelnes Match kann bestritten werden.

Ähnlich spartanisch wurde das „Regelwerk“ implementiert. Die Spielzeit beträgt drei Minuten, Seitenwechsel gibt es nicht. Das Team, das in dieser Zeit die meisten Tore erzielt, gewinnt. Steht es nach drei Minuten unentschieden, gibt es eine Verlängerung von einer Minute. Steht dann noch immer kein Sieger fest, bleibt es beim Unentschieden. Mehr Regeln existieren nicht, Foulspiel ist ohnehin nicht möglich, Abseits ebenfalls nicht. So einfach kann das Leben sein.

[Bearbeiten] Gestaltung

Nach dem Spielstart geht der Hang zum Minimalismus in die nächste Runde. Im oberen Bildbereich wurde die schlichte Anzeige platziert. Sie informiert über die Restspielzeit, den Spielstand und die Anzahl der durch die Goalies verhinderten Treffer. Darunter findet das gesamte Spielfeld platz. Zwei Tore, ein Kreis, drei Linien: Übersicht ist Trumpf. Die restliche Eisfläche ist wenig überraschend in strahlendem Weiß gehalten, auf Schattierungen wurde verzichtet. Dies hat jedoch den Vorteil, dass sich Spieler und Puck gut vom Hintergrund abheben.

(thumbnail)
Minimalismus auf dem Eis

Die Umsetzung entspricht im Wesentlichen dem Arcade-Original.

[Bearbeiten] Hinweise

Die Spieler: Möglicherweise dem knappen Raum geschuldet, besteht jede der beiden Mannschaften aus genau einem Goalie und einem Feldspieler. Während die HiRes-Sprites der Feldspieler tatsächlich wie Eishockey-Spieler aussehen, könnten die LowRes-Sprites der Torhüter theoretisch alles Mögliche sein: Armsessel und Klobrille stehen in der Rangliste der Spekulationen ganz weit oben. Die Torhüter können sich lediglich vertikal auf der Torlinie bewegen, die Feldspieler hingegen dürfen in acht Richtungen durch die Arena gescheucht werden. Sprites wurden leider auch nur für eben diese acht Richtungen gezeichnet. Die im Spielverlauf häufig ausgeführten Kreisbewegungen wirken dadurch recht zackig. Eine Zwischenanimation hätte hier der Optik sicherlich gut getan.

Der Spielablauf an sich überrascht nach der kargen Vorspeise ausgesprochen positiv. Die Spieler lassen sich geschmeidig steuern. Sie beschleunigen sanft und verlieren bei kantigen Manövern realistisch an Geschwindigkeit. Der Puck wird nach Berührung mit dem Schläger so lange and diesem geführt, bis durch das Drücken des Feuerknopfes ein Schuss ausgeführt wird oder der Gegner den Puck abnimmt. Letzteres geschieht ebenfalls durch bloßes Berühren des Pucks mit dem Schläger. Das Erkämpfen des Pucks und der Schuss auf das Tor erfordert wegen der hervorragend umgesetzten Trägheit der Spieler auf dem Eis durchaus einiges an Übung.

Interessant wird das Spiel durch die Enge des Raumes. Ein Schuss neben das gegnerische Tor bringt schnell über zwei Banden den eigenen Goalie in Bedrängnis. Viel Platz zum Laufen ist ebenfalls nicht. Trotz oder eben gerade wegen nur zwei vorhandener Feldspieler ist das Stellungsspiel der Schlüssel zum Erfolg. Wer einmal in der Bande landet, gibt dem Gegner sofort die Gelegenheit zum schnellen Schuss aufs Tor. Feldspieler und Torwart reagieren gleichzeitig auf die Joystickbewegungen. Läuft der Feldspieler in die obere Hälfte des Spielfeldes, läuft auch der Goalie nach oben. Das Tor wird somit frei. In Verbindung mit dem oben genannten „Boomerang-Effekt“ beim Verfehlen des gegnerischen Tores, sind bei unbedachter Spielweise Eigentore vorprogrammiert. Daraus ergibt sich ein enorm hohes Potenzial an Schadenfreude.

Tore müssen jedoch selbst bejubelt werden, eine entsprechende Geräuschkulisse fehlt gänzlich. Sie beschränkt sich auf Klack- und Kratzklänge. Ein nettes grafisches Detail wurde hingegen eingebaut: Die Spieler hinterlassen dauerhaft Spuren auf dem Eis. Nach dem Match werden diese durch eine wiederum nicht sehr schicke Maschine beseitigt.

(thumbnail)
Schwamm drüber...

[Bearbeiten] Lösung

Befindet sich der Puck während eines gegnerischen Angriffs im eigenen Drittel, wird empfohlen, sich hauptsächlich auf die Steuerung des Torhüters zu konzentrieren.

[Bearbeiten] Cheats

Cheats sind weder sinnvoll noch bekannt.

[Bearbeiten] Kritik

mombasajoe: "Schwierig. Der Einspielermodus taugt eher für Trainingseinheiten, denn erst im Zweispielermodus entfaltet das simple Spiel sein echtes Potenzial. Das dann aber gewaltig: Mit dem passenden Gegner macht die schnelle Schubserei einen Heidenspaß. Hat Trick ist ein tolles Spiel für zwischendurch, wenn ein menschlicher Gegner vorhanden ist. Nicht mehr, aber auch auf keinen Fall weniger. 7/10 ".

Salvador Limones: "Die ausgefeilte Bewegungsphysik (Trägheit, Bandenspiel) macht dieses Spiel einzigartig. Unglaublich, wieviel Action in nur 9KB Speicherplatz passen. Für mich eines der besten Games, die der C64 für zwei Spieler zu bieten hat. 9/10 ".

Shakermaker303: "Überdurchschnittlich gutes 2 Player Game. Macht zu zweit richtig Spass - allein nicht ganz so witzig. Die Eismaschine ist ein echter Brüller :-) 8/10."

[Bearbeiten] Sonstiges

Cover

"Cover"

[Bearbeiten] Highscore

[Bearbeiten] Weblinks


Videos