MMC2IEC/PeterSieg-Platine
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[Bearbeiten] Allgemein
Das MMC2IEC ist ein Floppyersatz-Speicherkartenlesegerät, welches am IEC-Bus angeschlossen wird, und für SD-MMC-Speicherkarten genutzt werden kann. Es basiert auf dem ATmega Mikrocontroller. Die Schaltpläne der Hardware und die Mikrocontroller Firmware sind als Open Source verfügbar. Das Modul emuliert aber nur das Commodore DOS und nicht die Floppy Hardware an sich.
Peter Sieg entwickelte eine MMC2IEC-Platine, welche sich am MMC2IEC Layout des Entwicklers Lars Pontoppidan orientiert und mit der sd2iec Firmware betrieben werden kann.
Die Platinenmaße sind ca. 65x100mm.
Peter Sieg, der diverse Sammelbestellungen durchführte, bot die Platine mit passendem SD-Sockel für einen Unkostenbeitrag von 10 Euro an.
Es wurden mehrere Chargen der Platinen gefertigt, die sich durch die Farbe des Lötstopplacks unterscheiden (z.B. blau, weiß, schwarz)
[Bearbeiten] Entwicklungsfeatures
- keine SMD-Bauteile, sondern auch für Grobmotoriker händelbare DIL- und bedrahtete Bauteile verwendet.
- LarsP Aufbau/Layout! D.h sowohl Unseens sd2iec, als auch die originale Firmware sollten nutzbar sein.
- Im Layout ist ursprünglich ein ATmega32 vorgesehen, da aber der ATmega644 Pin-Kompatibel ist, kann dieser hier ebenfalls eingesetzt werden, was zu empfehlen ist, da die Firmware auf Basis des ATmega32 nicht mehr weiterentwickelt wird.
- Keine Programmiermöglichkeit im Layout, d.h. auf der Platine vorgesehen; der AVR muss außerhalb geflasht werden.
- Die Spannungsversorung ist +5V, auf der Platine ist ein 3,3V Spannungsregler vorgesehen, um die SD-Karte zu betreiben.
- - Alternativ könnte man diesen aber auch weglassen und 2 Si-Dioden zur Spannungsreduktion einsetzen. Über Nachteile wurde im Forum 64 schon diskutiert. (Siehe Link unten)
- Laut Peter Sieg hat die Spannungsreduktion über 2 Si-Dioden noch nie zu Problemen geführt.
- SD Card Detect und SD Write Protect sind korrekt am SD-Slot angeschlossen, so dass der Controller beide Signale auswerten kann.
- Der IEC-Anschluss besteht aus drei einzelnen Adern, also 3 Leitungen (CLK, DATA, ATN).
- Es sind Lötpunkte für Taster für die Geräteadressen 8/9/10/11, für das Vor-/Rückblättern von Disk-Images und Lötpunkte für eine Status-LED und eine Fehler-LED vorhanden.
- Platinen der Farben weiß und schwarz besitzen zusätzliche Lötpunkte, um einen Tapeportstecker direkt auf die Platine auflöten zu können
[Bearbeiten] Bauteilliste
Grundbestückung
- IC1 = ATMega644 (ATMEGA 644-20 PU), ATMega644P oder ATMega32 (veraltete Version, funktionsfähig, wird aber nicht weiterentwickelt)
- C3 = 100nF (X7R-2,5 100N)
- R1, R2, R3 = 3k3 Ω (1/4W 3,3K)
- R4, R5, R6 = 1k8 Ω (1/4W 1,8K)
Spannungsversorgung:
- IC2 = 3,0 bis 3,3V Regler (LP 2950 CZ3,0)
- C4 = 2u2 bis 4u7 Tantal/ELKO (TANTAL 2,2/16)
Optional (für Anzeigen über LED's aber zu empfehlen):
- R7, R8 = 560 Ω (1/4W 560)
- LED1 = Grün (Standard LED 20-30mA)
- LED2 = Rot (Standard LED 20-30mA)
Optional (für Fastloader ist ein Quarz ein Muss):
- C1, C2 = 22pF bis 33pF (KERKO 33P)
- Q1 = 8MHz Quartz (8,0000-HC49U-S)
Optional:
- 40pin IC-Sockel (GS 40) oder Präzisionssockel (GS 40P) - besser immer sockeln!
- 2 Taster für DiskChange 1 und DiskChange 2 (T 250A SW und T 250A WS)
- 2 Schalter für LW8/9 und LW10/11 (kann man auch Jumper nehmen)
- Datasetten-Tape-Stecker für die +5V Spannungsversorgung vom Datasetten-/Kassettenport des VC20/C64/C128 => www.Conrad.de => Artikel-Nr.: 523950 - 62
Es hilft, wenn man den seriellen Stecker kauft (MAS 60), dazu Kabelverbinder mit Steckleisten für den IEC-Anschluss (PS 25/3G WS) bzw. Strom und Diskchange (PS 25/2G WS), sowie eine zweireihige Siftleiste, um die Laufwerksnummer-Jumper setzen zu können (SL 2X40G 2,54).
[Bearbeiten] Aufbauhinweise
SD-Slot
Das Verlöten des SD-Slots geht leichter, wenn man vorher auf der Platine einen dünnen Film Löthonig (Kolophonium) aufgetragen hat.
Die Anschlüsse des SD-Slots sind vor dem Verlöten nicht zu verzinnen, sondern der SD-Slot soll einfach direkt auf der Platine plaziert und ausgerichtet werden. Dazu hat der SD-Slot links und rechts der Anschlussreihe zwei Nasen, die in zwei Löcher auf der Platine eingesteckt werden.
Dann wird die Anschlussreihe und die Anschlüsse vorne verlötet: zwei auf der einen Seite, einer auf der anderen. Dünnes Lötzinn (0.56mm) verwenden!
Nachdem der SD-Slot verlötet ist, sollten die Anschlüsse überprüft werden. Diese Tests sind leichter durchzuführen, wenn zuvor die 1,8k und 3,3k Widerstände eingelötet wurden.
Falls Multimeter vorhanden folgendes im stromlosen Zustand nachmessen:
Vorne links am Slot muß Masse anliegen.
Vorne rechts am Slot auch Masse.
Ein paar Millimeter rechts dahinter muß Masse anliegen, wenn kein Schreibschutz drin ist (jetzt aber noch nicht wichtig..)
Oben am Lötanschluß, der ganz rechte Pin muß auch Masse haben.
Der zweite von Rechts muß Masse haben, wenn eine Karte drin steckt.. sonst nicht.
(Ab hier Pins am Slot von links gezählt)
Dann prüfen, ob +3V an Pin 6+7 von links anliegt.
Zw. Pin 5 AVR und Pin 2 SD Slot muß 1,8kOhm sein.
Zw. Pin 6 AVR und Pin 3 SD Slot ebenfalls 1,8kOhm.
Zw. Pin 8 AVR und Pin 8 SD Slot ebenfalls 1,8kOhm.
Zw. Pin 7 AVR und Pin 10 SD Slot 0 Ohm.
[Bearbeiten] Fehlerkanal auslesen
Direkt nach dem Einschalten wird die Firmwareversion angezeigt. Ansonsten evtl. Fehler.
10 OPEN15,8,15:INPUT#15,A$,B$,C$,D$
20 CLOSE15
30 PRINT A$,B$,C$,D$
RUN
[Bearbeiten] LCD Erweiterung
Sascha Bader hat die Firmware-Versionen v0.6.6 und v0.8.0 um Routinen zur Ansteuerung eines LCD-Displays (HD 44780 kompatibel) erweitert. Die daraus entstandenen Versionen v0.6d bzw. v0.8d stehen auf seiner Homepage zum Download bereit.
Auf dem Display können folgende Informationen dargestellt werden:
- aktueller Pfad (D:<pfad>)
- aktuelles D64 image (D:<Image.d64>)
- Dateizugriff (L/S/R:<file>)
- Fehlermeldungen (E:<error>)
- Benutzerdefinierte Texte
- Bootscreen
[Bearbeiten] Weblinks
- Dokumentation und Platinenlayout bei pitsch.de
- Der Thread zur Platine bei forum64.de
- SD2IEC-LCD Software von Sascha Bader


