Mega Drive

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Mega Drive
Sega Mega Drive (erste Bauform)
Typ: Konsole
Hersteller: SEGA
Neupreis: 21.000 ¥ (29. Oktober 1988)
190,00 £ (30. November 1990)
? € (30. November 1990)
? DM (?)
? $ (9. Januar 1989)
Erscheinungsjahr: 1988
Prozessor: MC68000 (7,60 MHz bei der PAL-Version)
Sekundär: Zilog Z80A (3,55 MHz PAL-Version)
Speicher: 64 KByte RAM
64 KByte Video RAM
Sonstiges: Es gibt bis heute lizenzierte Nachbauten.
(thumbnail)
Die erste Bauform des Sega Mega CD

Die Videospielkonsole Mega Drive von SEGA wird seit 1988 produziert und wurde seither etwa 30 Millionen mal weltweit verkauft. In der Entwicklung war lange Zeit der Name MK-1601 geplant. Auf dem amerikanischen Markt heißt die Konsole SEGA Genesis.

Die Konsole verwendet eine MC68000-CPU von Motorola und läutete damit endgültig die Generation der 16-Bit-Konsolen ein. Die Konsole Intellivision war zwar schon knapp 10 Jahre auf dem Markt und auch mit einem 16-Bit-Prozessor ausgestattet, dennoch dominierten Ende der 1980er Jahre immer noch die 8-Bit-Videospielkonsolen. Unterstützt wurde der MC68000 noch von einem Z80A als Sekundär-CPU. Der Z80A ist eine Version des Z80 mit etwa 4 MHz Taktfrequenz. Die Farbpalette umfasst 512 Farben, von denen maximal 64 gleichzeitig dargestellt werden können. Bis zu 80 verschiedene Sprites können auf einmal angezeigt werden. Der Mega Drive besaß zwei Soundchips mit sechs bzw. vier Kanälen.
Im Dezember 1991 erschien in Japan ein CD-Laufwerk für den Mega Drive, das SEGA Mega CD genannt wurde. Im Oktober 1992 wurde das Mega CD auch in den USA veröffentlicht und im April 1993 in Europa. In Deutschland kostete das Laufwerk bei der Markteinführung aber satte 580 DM, was die Absatzzahlen natürlich enorm schmälerte.
Die Gehäuse und Anschlüsse von Mega Drive und Mega CD wurden mehrfach geändert. Die bekannteste Bauform ist neben der klassischen der Mega Drive 2.
Die Controller hatten eine leicht futuristische Form und drei Feuerknöpfe. Später wurden auch Joypads mit sechs Feuerknöpfen produziert, damit waren dann Spiele wie z.B. Street Fighter II möglich.
Achtung: Die Mega-Drive-Pads dürfen NUR am Mega Drive verwendet werden. Niemals an einen Commodore, einen Atari, ein Master System etc. anschließen!

Der Datenträger für die Spiele waren Module. Die europäischen Module hatten im Gegensatz zu den amerikanischen eine Vertiefung an der Kante, in die beim Einschalten des Gerätes eine Arretierung einrastete. Dadurch konnte das Modul nicht versehentlich aus der eingeschalteten Konsole gezogen werden. Da SEGA lange Zeit keine Ländercodes in die Spiele einbaute, brachen viele Besitzer einer europäischen Konsole einfach die Arretierung, die nur aus einem kleinen Stück Kunststoff bestand, heraus. Dann ließen sich auch Importspiele nutzen. Erfolgreiche Spiele auf Modul waren unter anderem Sonic the Hedgehog, Street Fighter II, Landstalker und Space Harrier.
Mit dem optischen Laufwerk als Erweiterung waren dann auch Spiele auf CD möglich. Zu den beliebtesten CD-Titeln zählten Final Fight, Dragon's Lair und Eco the Dolphin.

Die Launchtitel auf Modul waren in Japan Space Harrier II, in den USA Altered Beast und in Europa Golden Axe. Viele Versionen des Mega Drive wurden später zusammen mit dem Spiel Sonic the Hedgehog verkauft.

Für den Mega Drive gab es verhältnismäßig wenig Zubehör. Ein Adapter für Game-Gear-Spiele war lange Zeit geplant, wurde aber nie realisiert. Eine 32-Bit-Erweiterung, die X32 genannt wurde, bekam den zweifelhaften Ruf, SEGAs größter Flop aller Zeiten zu sein. Besser lief es mit einem Adapter für Master-System-Spiele. Dieser konnte aber nur mit der ersten Bauart des Mega Drive genutzt werden, am Mega Drive 2 passte er nicht. Es gab ein Action Replay für den Mega Drive.

Es gibt Emulatoren für den Mega Drive. Ein guter Emulator für Windows-Systeme wäre beispielsweise DGen[1].


[Bearbeiten] Links

WP-W11.png Wikipedia: Sega Mega Drive
WP-W11.png Wikipedia: Sega Genesis Sprache:english
WP-W11.png Wikipedia: Sega Mega CD
WP-W11.png Wikipedia: Sega CD Sprache:english


[Bearbeiten] Quellen

  1. DGen/SDL - Multi‐platform Genesis/Mega Drive Emulator bei Sourceforge Sprache:englisch