Sabre Wulf
Aus C64-Wiki
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[Bearbeiten] Bewertung
| Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note): | ||
| 6.17 Punkte bei 12 Stimmen (Rang 458). Zur Stimmabgabe musst Du angemeldet sein. | ||
| C64Games | 7 | 09. Mai 2011 - "gut" - 1698 downs |
| Lemon64 | 7,4 | 09. Mai 2011 - 38 votes |
| Kultboy.com | 6 | 09. Mai 2011 - 1 vote |
| Happy Computer | ohne Bewertung | Ausgabe 11/84 |
| ZZap64 | 40% | Ausgabe 11/85 |
[Bearbeiten] Beschreibung
Sabre Wulf ist ein Actionadventure, das 1984 von Ultimate ursprünglich für den ZX Spectrum veröffentlicht und 1985 von Firebird für den C64 portiert wurde.
Der Spieler steuert den kühnen Sabre Man auf der Suche nach den vier Teilen eines Amuletts durch ein 256 Bildschirme umfassendes Dschungellabyrinth. Dabei wird er nonstop von der beißwütigen Fauna bedrängt, der er sich mittels seines Säbels erwehren kann. Es gibt allerdings auch unzerstörbare Gegner, wie z.B. den gefürchteten Sabre Wulf, bei denen nur eilige Flucht angebracht ist und Irrlichter, die den Spieler bei allzu großer Bummelei aufscheuchen.
Exotische Orchideen und sporadisch verteilte Bonusgegenstände und Extraleben helfen dem Säbelmann bei der Erfüllung seiner Mission, die mit dem Einsammeln aller Teile des Amuletts und dem Betreten der Höhle im Herzen des Dschungels erfolgreich abgeschlossen wird. Am Ende des Spiels gibt eine Prozentwertung Aufschluss über die Anzahl der besuchten Bildschirme.
Im Nachfolgespiel Underwurlde finden die Abenteuer des Sabre Man dann ihre Fortsetzung.
[Bearbeiten] Gestaltung
Bei der Portierung von Sabre Wulf ist man offensichtlich auf Nummer sicher gegangen und hat einen fast hundertprozentigen Klon des ZX Spectrum-Originals abgeliefert. Das fällt besonders auf durch die Verwendung des schwarzen Hintergrunds und die zwar farbenfrohe aber immer noch stark spectrumhafte Darstellung der Dschungelvegetation sowie durch die einfarbigen, einfach animierten Sprites. Die Fechtbewegungen der eigenen Spielfigur sind etwas aufwendiger gestaltet, wirken aber immer noch recht abgehackt. Bei größeren Tieren wie den Nashörnern und dem Sabre Wulf fällt zudem ein deutliches Flackern auf. Scrolling gibt es nicht, stattdessen werden die Bildschirme im Flick-Screen-Verfahren gewechselt.
Die einfach gehaltenen Soundeffekte entsprechen ebenso fast vollständig der Originalversion, sie klingen durch die Verwendung des Sid-Chips nur marginal besser. Drei kurze Jingles spielen beim Spielstart, Spielende und dem Einsammeln eines Amulettbruchstücks und sind neben der Titelmelodie - wieder einmal Bach (BMV846) (Videomitschnitt bei YouTube ) - alles, mit dem das Spiel an musikalischer Begleitung aufwarten kann.
Eine Highscoretabelle existiert zwar, wird jedoch nicht abgespeichert.
[Bearbeiten] Hinweise
- Der Sabre Man
Der Held des Spiels. Er startet mit vier Bildschirmleben und kann ausschließlich durch das Aufsammeln von Statuen
weitere hinzugewinnen.
Seine Aufgabe ist es, die vier Teile des heiligen ACG (Ashby Computer & Graphics) Amuletts zu finden um daraufhin in die Höhle zu gelangen, die ansonsten von einem Schamanen blockiert ist. Mit seinem meisterhaft geführten Säbel kann er sich gegen die aufmüpfigen Urwaldbewohner zur Wehr setzen, allerdings nur nach links und rechts - nach oben und unten hin ist der Sabre Man schutzlos. >Weiterhin ist der Dschungel mit allerlei Bonusgegenständen zugepflastert wie Diamanten, Schwertern, Feldflaschen und natürlich Säcken mit ordentlich Zaster drin, die eingesammelt werden können und jeweils 150 Bonuspunkte einbringen.
- Orchideen
In vielen Bildern wachsen wilde Orchideen aus dem Boden die in unregelmäßigen Abständen ihre Blüten öffnen. Berührt Sabre Man diese Blüten, hat dies die folgenden Auswirkungen:
- gelb: alle Feinde im Bild werden getötet und Sabre Man setzt sich narkotisiert für einige Sekunden auf den Hosenboden. In dieser Zeit ist er jedoch vollkommen immun gegenüber Eingeborenen oder Großwild.
- rot: Sabre Man wird für einige Sekunden unverwundbar aber auch verlangsamt.
- lila: auch hier erhält Sabre Man kurzzeitig Unverwundbarkeit, allerdings wird zusätzlich die Steuerung umgekehrt (links ist rechts usw.).
- türkis: die beste aller Farben: Unverwundbarkeit und Turbogeschwindigkeit!
- weiß: diese Farbe neutralisiert lediglich die Wirkung aller anderen Farben, die gerade auf Sabre Man wirken. Sehr nutzlos..
- Viecher
Ein unendlicher Strom aus Taranteln, Schlangen, Skorpionen, Fledermäusen und anderem Getier materialisiert sich pausenlos in jedem Bild und kann von Sabre Man mit seinem Säbel problemlos zerhackstückelt werden.
Jedes erlegte Tier bringt zwischen 165 bis 195 Punkte ein.
- Großwild
Nashörner und Nilpferde liegen am allerliebsten mitten auf Kreuzungen herum und blockieren diese mit ihrer stattlichen Leibesfülle.
Diese Dickhäuter können nicht getötet, sondern allerhöchstens mit einem wohlplatzierten Säbelpiekser in den Hintern zum Aufstehen motiviert werden, woraufhin sie panisch Reißaus nehmen.
Angreifendes Großwild kann Sabre Man mit einem Säbelhieb auf die Schnauze zum Umkehren bewegen.
- Eingeborene
Die Eingeborenen befinden sich auf dem Kriegspfad und flitzen von Bild zu Bild.
Auch sie sind mit dem Säbel nicht kleinzukriegen, sondern drehen einfach um, nachdem man ihnen einen Scheitel gezogen hat.
- Der Sabre Wulf
Der namensgebende Oberbösewicht des Spiels: ein übergroßer, prähistorischer Wolf, der den unteren Rand der Karte patroulliert, immer auf der Suche nach einem saftigen Sabre Man, den er gnadenlos jagt und zerfleischt.
Dieses Untier ist vollkommen unempfindlich gegenüber Attacken und die einzige Möglichkeit ihm zu entkommen besteht in sofortiger Flucht oder mithilfe einer türkisfarbenen Orchidee an ihm vorbeizupreschen.
- Irrlicht
Diese seltsamen Geschöpfe entstehen, wenn der Sabre Man zu lange in einem Bild herumtrödelt.
Sie sind vollkommen immun gegen Angriffe und eine Berührung endet immer tödlich.
Wenn es gelingt, ca. 30 Sekunden in einem Bild auszuhalten in dem ein Irrlicht herumtobt, verschwindet dieses kurzzeitig wieder und man erhält 195 Bonuspunkte.
[Bearbeiten] Joysticksteuerung
: Sabre Man bewegt sich rennend fort
: im Titelbild: Spielstart, im Spiel: Sabre Man fechtet auf der Stelle stehend in Blickrichtung
: Sabre Man bewegt sich fechtend fort (langsamer als rennend)
[Bearbeiten] Tastaturbelegung
- A , S , / , ; : links, rechts, rauf, runter
- Leertaste : fechten
- F1 :Pause an/aus
[Bearbeiten] Lösung
- Zu Spielbeginn muss man im Bild gleich über der Startposition warten, bis das Nashorn rechts an einem vorbei gerannt ist.
- Wenn man nicht gerade auf der Flucht vor dem Sabre Wulf ist, empfiehlt es sich stets mit gedrücktem Feuerknopf fechtend durch die Gegend zu laufen, um so rechtzeitig spontan erscheinende Tiere ausschalten zu können.
- Falls man vorhat sich in südlicher Richtung an schlafendem Großwild vorbei zu mogeln, so kann man dies mit gedrücktem Feuerknopf und etwas Übung bewerkstelligen. Ansonsten ist es eher ratsam, zunächst Unverwundbarkeit durch eine der Orchideen zu erwerben.
- Um zu verhindern, dass das Irrlicht erscheint, einfach kurz in den Nachbarbildschirm wechseln und zurückkehren.
- Die Teile des Amuletts befinden sich stets auf Lichtungen, niemals in normalen Korridor-Bildschirmen.
- Um eine Bewertung von 100% zu bekommen, muss man alle 256 Screens zweimal besucht haben, bevor man die Höhle betritt.
- Karten:
Eine gemalte Karte des Spiels (anklicken zum Vergrößern). | Karte des Spiels bestehend aus Screenshots der Spectrum-Version (anklicken zum Vergrößern). |
[Bearbeiten] Cheats
- (nicht getestet) poke 45219,173; sys 2061
- die Version von The Remembers (TRE) verfügt über Traineroptionen. Der nachträglich eingebaute Highscoresaver produziert allerdings nach dem Eintragen in die Highscoretabelle zunächst Grafikfehler und bringt das Spiel danach zum Absturz (getestet im CCS64 und Vice Emulator).
[Bearbeiten] Kritik
Robotron2084: "Sicherlich historisch gesehen ein Meilenstein des Actionadventure-Genres, zumindest auf dem Spectrum. Was uns hier allerdings auf dem C64 beschert wurde, macht auf mich eher einen recht lieblosen Eindruck, zu ähnlich ist das Spiel der Urversion, die sich auf dem Spectrum meiner Meinung nach auch wesentlich knackiger spielen lässt. Zwar ist Sabre Wulf weit davon entfernt, eine Konvertierungskatastrophe zu sein wie z.B. Jet Set Willy, aber ein wenig "mehr" hätte es schon sein dürfen. Flackernde Sprites und unfaire Situationen wie lange vertikale Korridore, in denen man weder kämpfen noch ausweichen kann oder Eingeborene, die einen aus heiterem Himmel über den Haufen rennen, dämpfen die Spielfreude. Alles in allem ist Sabre Wulf dennoch ein überdurchschnittliches Spiel, das Dutzende von Nachahmern inspiriert hat, wie z.B. Robin of the Wood, Starquake oder Firelord, wobei insbesondere die beiden Letztgenannten dem Vorbild problemlos den Rang ablaufen. 6 von 10 Punkten."
[Bearbeiten] Sonstiges
[Bearbeiten] Trivia
- Als Sabre Wulf 1984 für den ZX Spectrum erschien, bemängelten Kritiker die allzu starke Ähnlichkeit mit dem Vorgängerspiel "Atic Atac". Es gilt weiterhin als das Spiel, das die Erhöhung des Durchschnittspreises für ZX Spectrum Spielesoftware auf £9,95 "salonfähig" machte. Auch hier hagelte es stellenweise Kritik: "Zu viel Aufmachung, zu wenig Spiel" war die zerknirschte Meinung von Testern und Käufern.
- Die Sabre-Man Saga erstreckte sich auf dem ZX Spectrum über insgesamt vier Teile: Sabre Wulf, Underwurlde, Knight Lore und Pentagram. Der fünfte Teil "Mire Mare" wurde nie veröffentlicht.
- Bei näherer Betrachtung erinnert die Darstellung des Urwalds in Sabre Wulf an die Dschungelbilder des französischen Malers Henri Rousseau.
[Bearbeiten] Screenshot-Vergleich verschiedener Umsetzungen
[Bearbeiten] Videomitschnitt
Sabre Wulf LIVE an einem echten C64 gespielt.
[Bearbeiten] Cover
Sabre Wulf zusammen mit Underwurlde im Doppelpack auf Diskette. | Rückseite. |
[Bearbeiten] Kassette, Diskette, Werbeanzeige
[Bearbeiten] Highscore
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[Bearbeiten] Weblinks
| Wikipedia: Sabre Wulf |
- C64Games.de - Spiel Nr. 3383
- Lemon64 - Spiel Nr. 2205
- Gamebase64.com - Spiel Nr. 6535
- Testbericht Nr. 1238 auf
- ZZap64 Testbericht
| Dieser Artikel wurde Artikel des Monats. |












