Skate or Die!

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Skate or Die!
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 421
Entwickler Michael Kosaka, Stephen Landrum, David Bunch
Firma Electronic Arts
Verleger Electronic Arts
Musiker Rob Hubbard (Titel),
David Warhol aka "Dave" (Ingame)
HVSC-Datei Hubbard_Rob/Skate_or_Die_intro.sid
bzw. GAMES/S-Z/Skate_or_Die.sid
Release 1987
Plattform(en) C64, ZX Spectrum, Amstrad CPC
Genre Sport, Multi-Event
Spielmodi Einzelspieler
bis zu 8 Spieler (abwechselnd)
2 Spieler (simultan)
Steuerung Icon Port2 1.pngIcon joystick 1-2.png Icon tastatur.png
Medien Icon disk525.png Icon kassette.png
Sprache Sprache:englisch
Information Nachfolger Ski or Die (1990)


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bewertung

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
8.12 Punkte bei 34 Stimmen (Rang 71).
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64er 9 Ausgabe 7/89
C64Games 10 9. Januar 2010 - "Highlight" - 12.246 downs
Lemon64 8.4 9. Januar 2010 - 99 votes
Kultboy.com 8,18 9. Januar 2010 - 22 votes
ASM 8/12 Ausgabe 1/88
Powerplay 70% Ausgabe 2/88
ZZap64 92% Ausgabe 87/12

[Bearbeiten] Beschreibung

Skaten war in den 80ern enorm angesagt unter Jugendlichen. Somit lag die Firma Electronic Arts mit dem Release Skate or Die! Ende 1987 voll im Trend. Das Spiel bietet die Möglichkeit, in bis zu fünf Disziplinen entweder allein gegen drei (verschieden starke) Computergegner oder gegen bis zu sieben menschliche Mitspieler anzutreten. Vor dem Spielbeginn muss im Skate-Shop festgelegt werden, welcher Spielmodus gewünscht wird. Alle Mitspieler können über die "Sign-In"-Funktion ihre Namen mit der Tastatur eingeben und dann die Bordfarbe wählen, außer Schwarz stehen alle Farben des C64 zur Verfügung. Mit "Cancel" wird das Sign-In beendet. Anschließend skatet man aus dem Shop heraus und wählt, ob man in allen oder nur einzelnen Disziplinen spielen (oder wenn vorher "Go Practice" gewählt wurde: üben) will.

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Im Skateshop kann man per Sign-In die Spielerzahl festlegen und die Namen eingeben (1), die Bordfarbe wählen (2) oder Higscores ansehen (3). Hat man die Wahl getroffen, geht es entweder auf "Go Compete" oder "Go Practice", um den Shop zu verlassen und die Disziplin mit dem Skater durch das Befahren der entsprechenden Straße auszuwählen.
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1. Disziplin: Freestyle Es kommt darauf an, nach dem Hochfahren der Rampe Tricks auszuführen, bevor es wieder abwärts geht - von der einfachen Drehung bis zu Figuren wie "Ollie Air", "Handrail" etc. Hier kommt es auf Timing und genaue Steuerung an, misslingt dies, so kann man (wie hier im Bild) genauso spektakulär auf die Knochen fliegen wie im wahren Leben.
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2. Disziplin: High Jump Hier geht es darum, durch Rütteln des Joysticks möglichst viel Geschwindigkeit und damit Höhe aufzunehmen. Maximal fünf mal skatet der Spieler hin und her. Wenn man meint, eine gute Höhe erreicht zu haben, sollte man im richtigen Moment mit Feuer signalisieren, dass man zufrieden ist. Verpasst man diesen Moment, fällt man übelst auf die Nase (siehe Bild), fährt man einfach bis zum Ende weiter, gilt der letzte Versuch.



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3. Disziplin: Race Bei diesem Downhill-Rennen bringt es natürlich schon viel, den Parcours unbeschadet in einer guten Zeit zu meistern. Aber erst wenn man über oder durch Abwasserrohre fährt, von Rampen oder über Hindernisse springt, wird man mit markigen Kommentaren und entsprechenden Bonuspunkten belohnt. Wenn man dagegen den Schaden erst einmal hat, braucht man für den Spott nicht zu sorgen.
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4. Disziplin: Jam Nicht allein Geschwindigkeit zählt bei diesem Rennen durch Hinterhöfe und Seitenstraßen. Mittels verschiedener Kicks und Punchs kann man auch den Konkurrenten oder die Umgebung malträtieren. Ist einer der Spieler weit voraus, wird der zurückliegende gegen Zeitstrafe quasi hinterher gebeamt. Auch mit einer unterlegenen Zeit kann man hier aber Punktsieger werden.
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5. Disziplin: Pool Joust Diese doch recht brachiale Disziplin besteht darin, dass jeweils einer der Kontrahenten für fünf Touren durch den Pool eine Art Paddel schwingt, um den Gegner zu Fall zu bringen. Weicht der Verfolgte dagegen fünfmal geschickt aus, so erhält er das Paddel. Um jemandem "eine zu paddeln", drückt der Paddel-Träger im richtigen Moment den Feuerknopf. Verfolger und Verfolgter haben die Möglichkeit, am Poolrand den Wiedereintritt zu verzögern.



[Bearbeiten] Gestaltung

Die audiovisuelle Gestaltung ließ damals wenig Wünsche offen und nutzt die Möglichkeiten des C64 sehr gut aus. Schon Titelbild und die zugehörige Musik von Rob Hubbard verheißen gleich zu Beginn Gutes. Und genau auf dem Niveau bleiben Grafik und Sound eigentlich auch vom Skateshop bis hin zu den einzelnen Disziplinen. Die mit sehr guter graphischer Performance und jeweils eigener, zweistimmiger Ingame Musik (eine Stimme blieb für die FX reserviert) ausgestatteten Spielsequenzen bedingten zwar einiges an Ladezeit. Darüber wird man aber mit vielen Details hinweg getröstet, wie etwa toll animierten und z.T. sehr punkigen Sprites, schönen Zwischengrafiken, sanftem Scrolling beim Downhill oder auch jeder Menge flotten Sprüchen.

Anmerkungen für Sound-Interessierte: Zunächst einmal sind die einzigartigen, markigen Gitarren-Samples im Titelscreen eindeutig ein Beispiel dafür, dass die neueren 8580 SID-Chips (ohne Modifikationen/SID-Hack) gegenüber der 6581er Reihe vor Allem bei Digisounds ein hörbar schlechteres Klangergebnis erzielen. Ferner gilt zu berücksichtigen, dass Electronic Arts als US-amerikanische Firma das Spiel für den dortigen Markt maßgeschneidert hat, also für NTSC, welches in den amerikanischen C64 Standard war. Da ein NTSC C64 aber etwas schneller getaktet ist als ein in Europa gängiges PAL System, laufen die Skate-or-Die!-Musikstücke auf PAL-Systemen spürbar langsamer. Wer sich als PAL-Nutzer für den Unterschied interessiert, der möge sich die oben rechts verlinkten HVSC-SID-Files mit einem SID-Player anhören, um die Musik in NTSC-Geschwindigkeit zu hören.

[Bearbeiten] Hinweise

[Bearbeiten] Steuerung

In den Downhill-Disziplinen (Jam und Race) wird jeder Spieler gefragt, ob er "Regular" oder "Goofy Foot" als Steuerung bevorzugt. Der Unterschied lässt sich am besten so erklären: Bei Regular Foot steuert man aus der Sicht, wie man auf den Bildschirm schaut, links ist also "links", "runter" beschleunigt, "hoch" bremst. Bei Goofy Foot dagegen steuert man aus der Perspektive des Skaters. Links und Rechts sind also vertauscht, beschleunigen ist jetzt "hoch", bremsen "runter". Doch Vorsicht: Bei gedrücktem Feuerknopf ist die Steuerung in beiden Modi identisch, z.B. ist beim Race sowohl bei "Regular" als auch bei "Goofy" "runter+Feuer" ducken (für Tunnel oder hohe Absperrung) und "hoch+Feuer" ein Sprung (für die meisten Hinternisse benötigt).

[Bearbeiten] Hinweis für Emulatoren

Emulator-Spieler müssen darauf achten, dass ständig Programm-Teile nachgeladen werden. Z.B. bei VICE muss also mit den Optionen "True Drive Emulation" ON und "Virtual Device Traps" OFF geladen werden, es sei denn man spielt die Avatar-Version (siehe unten).

[Bearbeiten] Versionen

Bekannte Probleme: Einige auf den einschlägigen Plattformen erhältliche Versionen sind entweder fehlerhaft oder aber zumindest nicht ohne weiteres transferierbar, um sie auf einem C64 laufen zu lassen. Eine stabil laufende Version mit Software-Fastloader ist leider bis dato nicht bekannt. Eine kleine Auswahl wird im folgenden kurz vorgestellt.

  • Sorex/WOW+ROLE
    • pro single-sided auf 1541
    • pro fast-loaded
    • contra Spiel friert im Mehrspieler-Modus zuweilen im blauen "Next Skater"-Screen ein.
  • ESI
    • pro Highscores werden gespeichert
    • pro stabil
    • neutral langsam
    • neutral 2 Diskettenseiten
    • contra Etwas kompliziert zu transferieren. Manche ESI-Versionen erfordern sogar Manipulation mittels Diskettenmonitor. Wer einen echten C64 (keinen Emulator) benutzt, sollte vor dem Transfer eines .D64 Images die Diskette mit ID "EA" formatieren. Die am besten geeignete ESI/Hotline Version mit leerer Highscoreliste findet man hier (Forum64, Post9).
  • Avatar (EasyFlash)
    • pro keine(!) Ladezeiten
    • pro enthält Kurzanleitung ("Docs")
    • pro stabil
    • contra kein Highscore Saver
    • contra Zusatzhardware erforderlich

[Bearbeiten] Lösung

[Bearbeiten] Allgemeines

  • Einige Tipps erhält man (neben den üblichen Sprüchen) vom Besitzer des Skate Shops, wenn man den Joystick dort mal ein wenig kreisen lässt.
  • Eine detaillierte und zugleich übersichtliche Anleitung zum Spiel von H.T.W mit Hinweisen zur Steuerung gibt es auf C64Games.de (siehe unten -->Weblinks).

[Bearbeiten] Freestyle

  • In den dunkleren Bereichen der Halfpipe (quasi in den Kurven) kann man durch Drücken des Feuerknopfes Geschwindigkeit aufnehmen.
  • Die einfache Kickturn/Drehung ohne Sprung bringt umso mehr Punkte, je länger man mit der Ausführung wartet, nachdem man das Bord auf der Kante gestoppt hat.
  • Auch beim "Handrail" bringt es mehr Punkte, wenn man möglichst lange im Handstand bleibt.
  • Wenn man einen Ollie Air/Drehungen in der Luft ausführt, muss das Bord beim Wiedereintritt in möglichst parallel zur Rampe verlaufendem Winkel stehen, damit man nicht stürzt. Je mehr Umdrehungen man schafft, desto mehr Punkte gibt es.
  • Auf der linken Seite der Rampe kann man in der Mitte, also in der "Einflugschneise", keine Figuren ausführen. Jeder Versuch führt zum Sturz.

[Bearbeiten] High Jump

Wenn man statt Hin- und Herrütteln mit dem Joystick kreisende Bewegungen ausführt, kann man das Ergebnis verbessern.

[Bearbeiten] Race

Wenn man für ca. 10.000 Punkte auf Nr. Sicher gehen will, sollte man die linke Seite des Screens bevorzugen. Beim Totenschädel springen, dann durch den Tunnel (ducken, bis man draußen ist), dann auf die Laden-Terasse springen, durchfahren bis zur Rampe, Springen. Dann bei Bedarf noch über den Klotz/Stein springen, die letzte Kurve nicht fahren, sondern über die grüne Ecke hinüber springen.

[Bearbeiten] Jam

Der Punkteunterschied zwischen dem ersten und zweiten Skater im Ziel ist oft recht gering. Daher sollte man nicht zu viel Wert auf die Geschwindigkeit legen. Worauf es ankommt, ist durch Kicks und Fausthiebe möglichst oft die Umgebung umzustylen (Mülltonnendeckel wegkicken, über grünen Müll fahren, an Sicherungskästen(?) einen Kurzschluss verursachen) und natürlich den anderen zu Fall bringen. Man muss dabei immer in Blickrichtung zum Gegner sein. Schaut man gerade nach links, aber der Gegner steht rechts von einem, so empfiehlt sich schleunigst ein Sprung (Regular Foot "hoch und Feuer"), da man hinterher stets so landet, dass die Blickrichtung um 180° gedreht wird. Für einen Hieb, der sitzt, gibt es z.B. schon 200 Punkte, bringt man den Gegner durch einen Kick zu Fall, gibt es gleich 500 Punkte. Das kann man auch erreichen, indem man sich mit dem eigenen Bord vor ihn setzt (außerhalb seiner Kickreichweite) und ihn quasi "auflaufen" lässt. Unbedingt meiden: Zäune, offene Gullideckel, Luftschächte und ähnliche Hindernisse.

[Bearbeiten] Joust

  • Angriff: Wenn man selbst das Paddel zu Beginn des Duells hält, kommt es darauf an, im richtigen Moment loszufahren bzw. idealerweise genau so, dass die Chance besteht, sich direkt hinter den Gegner zu setzen und jenen gleich bei der ersten Tour durch den Pool umzuhauen (vgl. Bild weiter oben). Hat man vier Angriffe verpatzt, ist es sehr riskant, den fünften noch auszuführen. Wenn nämlich zur falschen Zeit das Paddel den Besitzer wechselt, klatscht es einem vielleicht der eben Verfolgte prompt um die Ohren. Ausweichen könnte also die bessere Wahl sein bei der fünften Fahrt.
  • Verteidigung: In der Defensive dagegen sollte man die Abfahrt-Position zu Beginn taktisch klug wählen. Gegen schwache Gegner bietet sich als Verfolgter an, möglichst oft die Bahn so zu wechseln, so dass man immer außer Paddelweite bleibt. Stärkere Gegner dagegen könnten genau damit rechnen.

[Bearbeiten] Cheats

Keine bekannt, alle Disziplinen können aber trainiert werden.

Achtung, Spoiler! Immerhin Easter Eggs findet man, z.B. in Gestalt eines "geheimen" Wegs beim Race. Beim Jam gibt es nach einem Maschendraht-Tor am linken Bildschirmrand die Möglichkeit, eine Art "Abkürzung" durch eine Garage zu fahren.

[Bearbeiten] Kritik

TheRyk: "Auch wenn es Sport-Turnier-Spiele mit mehr Disziplinen gibt und die Ladezeiten schon recht lang waren, gehört Skate or Die! wohl doch bei vielen zu den Favoriten des Genres, so auch bei mir. Die einzelnen Disziplinen sind allesamt mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Sowohl der Titelsound als auch die Ingame-Musik sind gut bis besser. Persönlich mag ich nicht alle Disziplinen in gleichem Maße. Beim Freestyle braucht es besonders viel Zeit, sich in die Steuerung hinein zu fuchsen. Aber auch heute wird das gern noch mal in gemütlicher Runde gezockt, und sei es nur Pool Joust bis zur Verblödung. 8 bis 9 Punkte (von 10) sind aus meiner Sicht nicht übertrieben."

mombasajoe: "Solides, technisch einwandfreies Skater-Spiel. Viel mehr ist aus dem Thema wohl kaum rauszuholen. Holt man immer wieder mal gerne aus dem Schrank 8/10."

[Bearbeiten] Sonstiges

1990 erschien der Nachfolger Ski or Die, mit dem Electronic Arts allerdings nicht ganz an den Erfolg von Skate or Die! anknüpfen konnte.

2009 erschien das Spiel "Skate 2" für die PlayStation 3 und die XBOX360 welches ein "Skate or Die!" T-Shirt beinhaltet (das Skate or Die! Logo auf schwarzem Grund).

[Bearbeiten] Cover

"Cover"

[Bearbeiten] Datenträger Kassette

"Kassette"

[Bearbeiten] Highscore

[Bearbeiten] Gesamt-Ranking

  1. Werner - 3X Erster, 1X Dritter (11.11.2008)
  2. TheRyk - 1X Erster, 3X Zweiter (11.11.2008)
  3. H.T.W - 1X Zweiter, 2X Dritter (11.11.2008)
  4. Ebster - 1X Dritter (11.11.2008)

[Bearbeiten] Einzel-Disziplinen

Übersicht

Disziplin Rang 1 Score Rang 2 Score Rang 3 Score
Freestyle Werner 18.468 TheRyk 13.008 Ebster 12.546
High Jump TheRyk 14' 9" H.T.W 14' 8" Werner 14' 2"
Downhill Jam Werner 19.718 TheRyk 13.082 H.T.W 9.114
Downhill Race Werner 19.821 TheRyk 11.137 H.T.W 10.925

Freestyle

High Jump

Downhill Jam

Downhill Race

Pool Joust
In dieser Disziplin ist leider kein Highscore möglich.

[Bearbeiten] Weblinks

Videos


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