Textverarbeitung

Aus C64-Wiki
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Die Textverarbeitung ist ein Anwendungsprogramm für das Erstellen und Bearbeiten von Texten. Eine Textverarbeitung bietet viele komfortable Funktionen für den Umgang mit umfangreichen Texten an und ist somit umfangreicher als ein einfacher Texteditor. Die Vorteile liegen u.a. darin, dass nicht nur der Schriftstil (z.B. fett, unterstrichen, kursiv) , -größe (oftmals in Punkte bzw. Pixel) und -art (Fonts) geändert werden kann, sondern auch das Bilder in die Texte eingebunden werden können. Der bearbeitete Text wird mit den eingestellten Textformatierungen ausgedruckt. Ebenfalls gibt es durch die Erstellung von Makros die Möglichkeit, oft zu wiederholende Tätigkeiten oder Texte durch deren Aufruf beliebig oft zu wiederholen.

Durch die Speicherbeschränkungen der Heimcomputer konnten die damaligen Textverarbeitungen nur eine gewisse Anzahl von Zeichen verarbeiten. Weiterhin gab es früher erweiterte Softwarefunktionen, sogenannte Plug-Ins, die nachgekauft werden konnten und so noch mehr Komfort boten. Diese mussten allerdings wegen der geringen Speichergröße oder weil sich das Hauptprogramm auf einem Steckmodul befand von der Diskette nachgeladen werden.

Heutzutage sind die meisten Textverarbeitungen wahre Alleskönner, insbesondere wenn sie ein Bestandteil eines Office-Paketes sind. Dadurch können verschiedene Computeranwendungen des Office-Paketes miteinander ihre Daten austauschen. U.a. kann die Datenverwaltung ausgelesen werden, um z.B. Serienbriefe zu erstellen oder Diagramme bzw. Daten der Tabellenkalkulation sehr leicht in den Text integriert werden.

Textmodus

Der C64 kann üblicherweise auf dem Bildschirm den Text mit 40 Zeichen pro Zeile und 25 Zeilen darstellen. Dies war der gebräuchliche Textmodus und entspricht in etwa der Darstellung eines normalen TV-Gerätes. Spätere Modelle, wie der C128, können bereits den 80×25-Textmodus darstellen.

Der 40×25 Textmodus hat den Nachteil, dass der C64 lediglich die Hälfte einer DIN A4 Seite, in der Breite, anzeigen kann. Für den C64 gab es daher Steckmodule zur Unterstützung des 80-Zeichen-Modus, mit denen man dem C64 auch den 80×25-Textmodus beibringen konnte. Bei CP/M-Systemen, die in den 1980er Jahren als Bürocomputer eingesetzt wurden, war der 80×25-Textmodus der Standard-Textmodus.

Bei diesen Textmodi werden keine einzelnen Pixel im Speicher abgelegt, sondern ganze Zeichen. Ein Zeichen entspricht hierbei einer Größe von 8×8 bzw. 8×16 Pixel, egal um welches Zeichen es sich handelt. Der C64 verfügt daher über mehrere Zeichensätze im ROM, z.B. für Großbuchstaben und Kleinbuchstaben.

Der 80×25- bzw. 132×50-Textmodus ist bei modernen PCs der Standard-Grafikmodus, wenn der PC bootet. Andere Systeme wie der Apple Macintosh oder der Amiga besitzen bereits keinen Textmodus mehr.

Unabhängig von der Anzahl der gleichzeitig in einer Zeile darstellbaren Zeichen bietet die Textverarbeitung die Möglichkeit, weit mehr Zeichen in einer Zeile zu verwalten. Bei komfortablen Systemen wird der sichtbare Bereich des Textes dann automatisch der Cursorposition angepasst.

Der Zeichensatz im ROM ist ein ASCII-Zeichensatz. ASCII ist eine 7-Bit-Zeichencodierung, die dementsprechend 128 Zeichen enthält. Davon sind 95 Zeichen druckbar und 33 Zeichen nicht druckbar. Der C64 benutzt eine eigene Variante des ASCII-Zeichensatzes, der sich vom Standard-ASCII-Satz durch Sonderzeichen unterscheidet. Dieser nennt sich Commodore-ASCII bzw. PETSCII.

[Bearbeiten] Textverarbeitungen für den C64/128

(thumbnail)
Textverarbeitung Jasword V1.1

[Bearbeiten] Weblinks

WP-W11.png Wikipedia: Textverarbeitung
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