ZX Spectrum
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Der ZX Spectrum (Spitzname: Speccy) ist ein 8-Bit Heimcomputer, der in den 80er Jahren, besonders in Großbritannien, sehr erfolgreich war. Auch hierzulande gibt es eine rege Benutzergemeinschaft. Er wurde von 1982 bis 1985 produziert und annährend 2 bis 3 Million mal verkauft.
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[Bearbeiten] Modelle
Der ZX Spectrum wurde von der Firma Sinclair 1982 produziert und ist die Weiterentwicklung des ZX81. Der direkte Nachfolger des ZX Spectrums ist der Spectrum+ bzw. Spectrum Plus (mit 48 KByte Arbeitsspeicher), sowie die Weiterentwicklung Spectrum 128 (mit 128 KByte Arbeitsspeicher und 3-Kanal-Soundchip). 1986 wird die Firma Sinclair durch Amstrad aufgekauft. Danach erscheinen noch die Computer Spectrum +2/+2A (mit eingebauten Kassettenlaufwerk) und Spectrum +3 (mit eingebauten 3"-Diskettenlaufwerk).
In den Anfängen wurde der ZX81 in den Produktionsstätten der Firma Timex in Auftragsarbeit für Sinclair gebaut. Da 1983 zeitweise die Fertigung nicht ausgelastet war, produzierte die Firma Timex für den US-Markt ZX81 unter eigenem Namen, die Modelle TS1500 und TS2068 (mit 48 KByte RAM und Steckmoduleinschub) und verkaufte diese zu einem günstigeren Preis als das Originalmodell. Das daraus resultierende Schlichtungsverfahren vor Gericht zwischen Timex und Sinclair hatte zur Folge, dass der ZX81 und der Spectrum weltweit an Bekanntheit gewannen, sodass ab Anfang 1984 die Produktionsstätten von Timex ausgelastet waren. Sinclair expandierte und gründete im Sommer 1984 in Deutschland eine Niederlassung in Frankfurt und eine eigene Produktionsstätte bei Bad Homburg. Ebenfalls musste in den USA eine eigene Niederlassung geründet werden, da Timex in die roten Zahlen geraten war und vorerst keine eigenen Heimcomputer mehr baute.
Für den C64 existierte eine Implementierung des Spectrum BASICs, mit der auch original Spectrum Kassetten geladen und gespeichert werden konnten.
[Bearbeiten] Aufbau
Der ZX Spectrum ist ebenfalls wie der C64 ein Tastencomputer, jedoch relativ klein gebaut (24 x 15 cm) und mit weniger Schnittstellen ausgestattet:
- Auf der Rückseite: Expansionsport, Kassettenport für den Anschluss eines Kassettenlaufwerks (MIC/EAR), TV-Anschluss (UHF/VHF-Modulator), Stromanschluss (9V DC mit 1,4A)
- Prozessor: Z80A (Zilog) mit 3,5 MHz Takt
- Speicher: 16 KByte ($4000-$7FFF) oder 48 KByte ($4000-$FFFF). 16KB-Modelle sind aufrüstbar.
- ROM: 16 KByte ($0-$3FFF)
- Zeichensatz ASCII 32-127 ($3D00-$3FFF) + 21 UDG (User-Defined Graphics)
- ZX BASIC (ca. 40 bzw. 8 KByte unter BASIC nutzbar)
- "Floating Point Calculator"
- Grafik: Eigenentwicklung (Ferranti ULA) (PAL/NTSC-Version)
- Einziger Modus ist Grafik mit 256×192 Pixel, angeordnet in 32 (Spalten) × 24 (Zeilen) Farbzonen von 8×8 1-bit Pixel, entsprechend einem Schriftzeichen. Jede Farbzone konnte aus 8 Zeichen- und Hintergrundfarben wählen, sowie BRIGHT (veränderte Gesamthelligkeit) und/oder FLASH (regelmäßiges Vertauschen der Zeichen- und Hintergrundfarbe). Es konnten ohne Einschränkungen Groß-, Kleinschrift, Grafikzeichen und Grafik nebeneinander kombiniert werden. Durch BRIGHT wurden bis zu insgesamt 15 Farben darstellbar.
- $4000-$57FF Matrix
- $5800-$5AFF Farben
- Sound: 1 Stimme mit 5 Oktaven, Ausgabe über eingebauten Lautsprecher (oder externen Lautsprecher an "EAR" anschließen)
- Tastatur: 40 Tasten (QWERTY), die mehrfach (maximal mit bis zu 6 Funktionen) belegt sind, u.a. mit BASIC-Befehle
- Anschlüsse: Netzstrom (9V Gleichspannung, C16-Netzteil nutzbar, negativer Pol innen!), RF-Videoausgang für Antennenbuchse des TV, Kassetteneingang "EAR" und -ausgang "MIC" (beide sind eigentlich Ein- und Ausgang, unterscheiden sich nur im Spannungslevel), 1 großer Platinenstecker mit allen wichtigen Bussignalen (dort werden über ein Interface auch Joysticks oder Microdrives angeschlossen).
- Sonstiges: ULA (Uncommitted Logic Arrea) zum Steuern der Ein- und Ausgabe, optional kann CP/M als Betriebssystem genutzt werden (nur in den 128K und höheren Versionen, da CP/M RAM an Adresse 0 erfordert; der Ur-Spektrum hatte dort nur ROM).
[Bearbeiten] Zubehör
Wegen der raren Ausstattung des ZX Spectrums gab es einiges an Zubehör nachzukaufen:
- Um Joysticks oder ein Diskettenlaufwerk anzuschließen wurden von Sinclair Schnittstellenerweiterungen zum Nachrüsten angeboten. Interessant waren das Interface 1 mit Anschlüssen für RS232, Microdrives und Netzwerk inklusive zusätzliche Befehle (MDOS) auf einen 8 KByte ROM zur Schnittstellensteuerung oder das Interface 2 mit Joystickports (9-polig, analog wie beim C64) und Steckmodulschacht. Von Drittanbietern gab es weitere Schnittstellenerweiterungen.
- Ebenfalls gab es Erweiterungen für einen bessere Soundausgabe z.B. 3-Kanal und für MIDI.
- Das Microdrives ist ein Datenträger in Form einer Endloskassette mit einer Speicherkapzität von 96 KBytes. Bis zu acht wurden an das Interface 1 angeschlossen.
[Bearbeiten] Erste Schritte
Im Lieferumfang waren ein 36 Seiten starkes Einführungsbuch und ein 31 Kapitel starkes BASIC-Handbuch, indem auch einige Hardwaredetails (wie Zeichensatz, Speicherbelegung) erläutert wurden.
[Bearbeiten] Links
| Wikipedia: ZX Spectrum |
| Wikipedia: ZX Spectrum |