Mega Apocalypse

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Mega Apocalypse
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 494
Bewertung 7.00 Punkte bei 20 Stimmen
Entwickler
Firma Martech
Verleger Martech
Musiker Rob Hubbard, Simon Nicol
HVSC-Datei MUSICIANS/H/Hubbard_Rob/Mega_Apocalypse.sid
Release 1987
Plattform(en) C64, Amstrad CPC, BBC Micro, ZX Spectrum
Genre Shoot'em Up
Spielmodi Einzelspieler
2 Spieler (simultan)
Steuerung Icon Port2 1.pngIcon joystick 1-2.pngIcon tastatur.png
Medien Icon kassette.png
Sprache Sprache:englisch
Information Nachfolger von Crazy Comets


Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kometen kamen in den 80er Jahren einfach nicht zur Vernunft. Und Simon Nicol hatte 1987 auch nach Mad Planets und Crazy Comets scheinbar immer noch nicht genug von der Materie "Angriffslustige Himmelskörper bedrohen die Menschheit und werden dabei verrückt". Also haute er eine Neuauflage des Klassikers Mega Apocalypse heraus. Das Label Martech konnte einigermaßen sicher sein, dass sich auch dieses Spiel wieder wie geschnitten Brot verkaufen würde. Aber trotzdem drängt sich die berechtigte Frage auf: Wozu in Callistos Namen eigentlich ein Spiel veröffentlichen, dass es schon seit zwei Jahren gibt? Wenn man die ganzen Unzulänglichkeiten von Crazy Comets bedenkt (man muss ehrlicherweise wohl schon eher von Bugs sprechen), dann hat man die Antwort eigentlich schon.

Worum geht es also in dem Spiel, von der haarsträubenden "Handlung" einmal abgesehen? Natürlich wieder nur ums "Ballern", bis der Laser miaut. Am Grundprinzip von Crazy Comets wurde wenig geändert. Als erstes fällt wohl ins Auge, dass enorm große Feindsprites auftreten können. Letztere heißen hier nicht mehr "crazy", sondern "mega". Die größten Objekte sind Mega Krypton und Mega Xothopian, quasi Level-Endgegner, die in voller Größe auftauchen.

Mega-Himmelskörper, sortiert von Laserkanonenfutter bis extrem tödlich.

Was ist noch neu? Zunächst einmal gibt es diverse Boni zum Einsammeln, nicht nur in Form von Score, sondern auch Extraleben, sowie die Upgrades Speed Up, Rotate und Missile. Letzteres bedarf einer kurzen Erklärung. Anders als man erwarten könnte, erhält man keine Raketen, sondern eine Art Satelliten, welcher das Schiff umkreist. Erst wenn ein Planet total "crazy" geworden ist, sprich anfängt zu glühen, löst sich der Satellit und kollidiert mit dem Himmelskörper. Dieser wird dabei zerstört oder kommt zumindest seiner Zerstörung näher. Drückt man nach Einsammeln des Rotate-Upgrades den Feuerknopf, kann man den Winkel des Schiffs verstellen, um so die Gegner von der Seite unter Feuer nehmen zu können. Für so manchen Crazy-Comets-Veteranen ist dies zunächst eher verwirrend als nützlich. Zusätzlich erhält man einen Dauer-Laser, der ohne Feuerknopf drauf los rotzt. Man kann sich entweder daran gewöhnen oder man merkt sich, in welchen Levels das Upgrade auftaucht und lässt den Feuerknopf dann einfach los nach dem Einsammeln.

Spielablauf: Die Upgrades und Boni eröffnen stets einen Level, wenn es denn welche gibt. Man kann die Goodies auch abschießen, stirbt aber nicht mehr wie beim Vorgänger durch die ausgelöste Explosion, wenn man hinein fliegt. In der Phase des Levels tauchen auch gern wieder diese miesen kleinen Kometen mit Schweif auf und mischen sich schön in die Goodies, auf dass man aus Versehen dagegen fliegt. Später behindern sie einen dabei, den Level zu "reinigen", bevor die herannahenden Himmelskörper so groß werden, dass sie sehr, sehr viele Treffer einstecken und irgendwann blinkend Lichtgeschwindigkeit aufnehmen. Am Ende eines Levels lauern dann nicht immer, aber immer öfter Kryptons oder Xothopians.

Eine Besonderheit stellen die beiden 2-Spieler-Simultan-Modi dar. Mittels F1  kann zwischen "One Player", "Dual Enemies" und "Dual Allies" gewählt werden. Das klingt ersteinmal spannend. Der Unterschied ist aber im Spiel selbst nicht wirklich bemerkbar. In keinem der Modi töten die Schüsse eines Spielersprites einen Mitspieler. Immerhin kann man nun also zu zweit die Galaxis aufräumen, was sicher gerade in höheren Levels ein spaßiges Chaos verursachen könnte. Einen Standard-Zwei-Player-Modus (abwechselnd) gibt es dafür nicht mehr.

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafik: Nunja, bahnbrechend sind die grafischen Fortschritte nicht gerade, verglichen mit dem Vorgänger. Das Raumschiff sieht immer noch genauso dreieckig aus, die Planeten sind immer noch rund (Okay, die großen sehen recht ansprechend aus). Ausnahme ist das Starfield, welches um Längen besser aussieht: Rotation, Pulsieren... und das 1987 - es handelte sich um die bis dato beste Variante dieses Effektes auf dem C64. Sie wurde erst viele Jahre später in Szene-Demos getoppt. Das schöne Titelbild kriegt man nur beim Laden zu Gesicht, das Ingame-Startmenu wurde ziemlich genau von Crazy Comets übernommen. Die neuen Boni wurden einigermaßen gelungen mit metallischem 3-D-Effekt gestaltet.

Man kan den Laser wie bisher stur geradeaus richten...
...oder aber man nutzt den verstellbaren Winkel nach dem Missile Upgrade

Sound: Rob Hubbard ließ es sich nicht nehmen, auch bei der Fortsetzung die Ingame-Musik zu komponieren. Die greift ganz unverhohlen das berühmte Thema aus Crazy Comets wieder auf, man könnte fast von einem Crazy Comets Remix sprechen, aber einem sehr gelungenen. Die FX steuerte Simon Nicol selbst bei, darunter neben coolen Baller- und Explosionsgeräuschen etliche sehr feine Sprachsamples. FX und Ingame Musik harmonieren sehr schön. Man könnte sich fast zu einem "besser geht's nicht" hinreißen lassen, was den Sound im allgemeinen angeht.

Sonstiges: Durch das Beheben von manchem Bug, eine genauere Kollisionsabfrage und das Relativieren unfairer Spielsituationen durch massenhaft Boni spielt sich Mega-Apocalypse deutlich einfacher als der Vorgänger und kann durch immer neue Levels mit immer mehr und immer schnelleren Gegnern dennoch langfristig fesseln. Einziger Wermutstropfen ist, dass sich dann doch wieder Bugs eingeschlichen haben. Wenn ein Spieler stirbt und der andere den Level "säubert", kann es passieren, dass der nächste Level nicht initiiert wird, sondern das Spiel endlos in einem gegner-leeren Level hängt. Der Überlebende kann sich bewegen und schießen und das Hintergrundstarfield bewundern bei schöner Musik, bis er schwarz wird, das Spiel hängt, es hilft nur noch die Tastenkombination C= (Pause) und Q (Quit) oder Reset oder Not-Aus. In der Originalversion stürzt das Spiel nach Erreichen von Level 99 einfach ab.

Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfohlene Version[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Crack von Remember (Release 86, z.B. auf Gamebase64 zu finden, siehe Weblinks) wurde der Level 99+ Bug behoben, indem das Spiel nach Level 99 zurück an Level 1 springt. Außerdem gibt es Dox, einen Trainer und einen Highscore-Saver.

Tastenbelegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • F1  Spielmodus einstellen (One Player/Dual Allies/Dual Enemies)
  • C=  Pause an/aus
  • Q  Spiel abbrechen

Steuerung mittels Tastatur

  • Control  Links
  • 2  Rechts
  • 1  Hoch
  •   Runter
  • SPACE  Feuer

Tipps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beim Einsammeln der Boni am Levelanfang aufpassen, dass keine Kometen zwischen einem Haufen Goodies herumschwirren!
  • Möglichst immer in Bewegung bleiben, da die Gegner magisch von der Gravitation des Spielersprites angezogen werden!
  • Manöver entwickeln, um mit den dicken Brocken fertig zu werden!
  • Egal, ob man von dem Missile-Upgrade gern oder lieber gar nicht Gebrauch macht, sollte man sich merken, in welchen Levels es auftritt. Einen auf Vertikal-Feuer eingestellten Crazy-Comets-Veteranen kann der Fummelkram, einen verstellten Schusswinkel wieder gerade zu biegen oder sich umzuorientieren, schnell mal Leben kosten.
  • Schafft man einen Level ohne Verlust eines Schiffs bei gleichzeitiger Abwehr aller kleineren Himmelskörper, bevor sie die volle Größe erreichen, so erhält man auch in diesem Spiel einen Perfect Round Bonus beim Levelwechsel. Dieser fängt bei 2.000 Punkten an und verdoppelt sich, wenn man mehrere Perfect Rounds in Folge hinlegt!
  • Neben den großzügig verteilten Boni "Extra Life" gibt es auch alle 10.000 Punkte ein Extraleben, gerade zu Beginn schnell mal durch Perfect Round Boni zusammen gespart!
  • Üben, üben, üben und nicht verzagen. Auch mit letzter Kraft kann man wieder ziemlich fit werden, da es in einigen Levels gleich zu Beginn einen ganzen Batzen Extraleben gibt.

Lösung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wenn man alle 99 Level durchlaufen hat, stürzt das Spiel in der Originalversion ab, in der Remember-Version startet es wieder in Level 1.

Cheats[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich gibt es POKEs. Ganz sicher gibt es Trainer-Versionen, z.B. im o.g. Remember-Release.

Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
7.00 Punkte bei 20 Stimmen (Rang 440).
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C64Games 7 19. Dezember 2009 - "sehr gut" - 2296 downs
Lemon64 7,9 19. Dezember 2009 - 58 votes
Kultboy.com 6,14 26. Juni 2011 - 7 votes
ASM 9/12 Ausgabe 11/87
Happy Computer 84% Spiele-Sonderteil 11/87
ZZap64 90% Ausgabe 10/87

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TheRyk: "Ich hatte das Spiel damals(TM) nicht, stand aber der Idee skeptisch gegenüber, dass der Klassiker Crazy Comets eine Fortsetzung bzw. eine Neuauflage gebraucht hätte. Auch als Purist muss ich würdigen, dass Mega-Apocalypse das spielbarere Crazy Comets ist, zumindest im One Player Mode. Die Schwierigkeit ist etwas besser ausbalanciert, wobei das Balancing sich darauf beschränkt, dass an einigen Stellen einfach ein halbes Dutzend Extra Lives herumschwirrt; es gibt immer noch massenhaft heikle bis tückische Situationen. Die Upgrades bringen mehr Abwechslung ins Spiel, aber mit Missile in dieser Form ist nicht wirklich viel anzufangen, denn durch gedrückten Button hat man bereits Dauerfeuer, das Winkelverstellen irritiert nur, nützt eher überhaupt nicht. Dies kann aber an jahrzehntelanger Crazy-Comets-Praxis liegen. Die Soundeffekte machen richtig Laune, genau wie die Ingame-Melodei des Altmeisters. Taugt insgesamt gut, um Frust abzureagieren, 6 von 10 Punkten sind drin, für mehr stören doch noch die benannten Fehlerchen. Wenn der 2-Player-Simultan-Modus gefixt würde, stünde einer besseren Bewertung nichts im Wege."

Robotron2084: "Bessere Grafik? Check! Besserer Sound? Check! Besseres Gameplay? Fehlanzeige! Hinter einer geringfügig ausgebesserten Fassade versteckt sich hier der halb gare Neuaufguss des simplen Single-Screen Shooters Crazy Comets. Das Tempo ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich angezogen worden. Gerade zu Beginn höherer Levels ist das Geschehen gerne derart chaotisch, dass man Freund und Feind kaum voneinander trennen kann und im ganzen Durcheinander locker mehrere Leben innerhalb weniger Sekunden verliert. Das Raumschiff ist gemessen am vorherrschenden Tempo viel zu groß, Platz zum Ausweichen ist Mangelware. Ein zugegeben selten auftretender Bug, bei dem der eigene Schuss in kritischen Momenten einfach durch die Gegner hindurchgeht, garantiert leidenschaftliche Wutanfälle.
Die "Extras" sind bestenfalls als irrelevant zu bezeichnen, so sorgt das "Rotate"-Extra eher für noch mehr Verwirrung als dass es dem Spieler tatsächlich hilft. Auch das Scoring ist schlecht gelöst: am Ende besteht der Highscore zu fast 75% aus dem "Perfect Bonus". Diesen erhält man allerdings nur, wenn man erstens kein Leben verloren hat (o.k.) und zweitens keinen Planeten zu groß werden lassen hat (NICHT o.k.). Hier ist mir aufgrund der genannten Mängel - wie übrigens auch schon beim Vorgänger - ein wenig zu viel Glück mit im Spiel.
Mega Apocalypse ist ein simples, anstrengendes und frustrierend unfaires Ballerspiel und bekommt nur aufgrund der besseren Optik und dem Sound einen Punkt mehr als Crazy Comets: nämlich 5 von 10 Punkten.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Easteregg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

C= und Q gleichzeitig führt in einen "star mode for insomniacs" (Zitat Jack Alien/Remember) ;)

Mit Q  kommt man wieder aus diesem Modus heraus ins Startmenü.

Bug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der oben angesprochen Fehler (der nächste Level wird nicht initiiert wenn ein Spieler stirbt und der andere den Level "säubert") tritt bevorzugt in Level 3 und 4 auf.

Highscore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simons persönlicher Highscore liegt bei ungefähr 208.000 Punkten.

Cover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Cover Disketten-Version



Cover Kassetten-Version



Videomitschnitt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Bis Level 13 (7:50) played by TheRyk

Highscore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topscore von Werner
  1. Werner - 77.690 (04.01.2010)
  2. Robotron2084 - 61.140 (28.12.2009)
  3. H.T.W - 43.060 (23.12.2009)
  4. TheRyk - 39.330 (26.08.2009)
  5. Pattensen Power - 18.350 (31.12.2023)
  6. Keule - 1.690 (28.12.2016)


2. Platz von Robotron2084 3. Platz von H.T.W
2. Platz von Robotron2084 3. Platz von H.T.W


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Mega Apocalypse Sprache:english


Videos