DFÜ für jedermann - Datenfernübertragung mit Commodore 64 und 128
| DFÜ für jedermann - Datenfernübertragung mit Commodore 64 und 128 | |||
|---|---|---|---|
| Sprache | deutsch | ||
| Autor(en) | Rainer Severin | ||
| Verlag | Data Becker | ||
| Jahr | 1986 | ||
| ISBN | ISBN 3-89011-141-8 | ||
| Neupreis | |||
| Datenträger | |||
| Seitenzahl | |||
| letzte Auflage | |||
| Genre | Programmieren / Hardware | ||
| Information | |||
Buchrückseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
DAS STEHT DRIN: DFU für jedermann - das ist nicht nur eine ausführliche und leichtverständliche Einführung in das Gebiet der Datenfernübertragung mit dem C 64 und dem C 128, sondern gibt handfeste Informationen zur effektiven Nutzung der vorhandenen Kommunikationsnetze für Einsteiger und Profis. Einrichten einer eigenen Mailbox und das erste Terminalprogramm gehören ebenso zum Inhalt wie die aktuellen Mailboxnummern in aller Welt.
Aus dem Inhalt:
- Was ist DFÜ?
- Die Netze der Post
- Wichtige Postbestimmungen und Gebühren
- DATEX-P
- BTX
- Alles über Akustikkoppler und Modems
- Einrichtung und Benutzung von Mailboxen
- Der Zugriff auf Datenbanken
- Begriffserklärungen: Originate, Answer, Half-Duplex usw.
- Serielle Schnittstelle und ihre Belegung am C 64/C 128
UND GESCHRIEBEN HAT DIESES BUCH:
Rainer Severin ist Student der Chemie, Fachjournalist und seit vielen Jahren begeisterter Programmierer. Er gilt mittlerweile als einer der profiliertesten DFU-Spezialisten nicht nur im Hause DATA BECKER.
Inhaltsverzeichnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vorwort
Kapitel 1: DFÜ - ein erster Überblick
1.1 Von Mailboxen, Datenbanken und Rechenzentren ...... 16
1.1.1 Mailboxen und Electronic-Mail .................... 17
1.1.2 Online-Datenbanken ............................... 18
1.1.3 Rechenzentren .................................... 19
1.1.4 DFÜ mit anderen Anwendern ........................ 20
1.2 BTX - Neues Medium oder Flop? ...................... 20
1.2.1 Allgemeines zum Angebot .......................... 20
1.2.2 Die Kontaktaufnahme zu BTX ....................... 22
1.2.3 Der CEPT-Standard ................................ 25
1.2.4 Für BTX geeignete Akustikkoppler ................. 25
1.3 Was ist Datex-P? ................................... 26
1.4 Welche Rolle spielt die Post? ...................... 31
1.4.1 Das Telemodem - Eine Alternative ................. 32
1.5 Was brauche ich zur DFÜ? ........................... 35
1.5.1 Die serielle Schnittstelle ....................... 36
1.5.2 Das Modem ........................................ 36
1.5.3 Der Akustikkoppler ............................... 37
1.5.4 Das Terminalprogramm ............................. 39
1.5.5 Das Telefon ...................................... 40
1.5.6 Der Computer ..................................... 41
1.6 Was kostet mich die DFÜ? .......................... 41
1.7 Juristische Perspektiven der Telekommunikation...... 43
Kapitel 2: Das Übertragungsverfahren
2.1 CCITT und die Normen ............................... 48
2.2 Das 300-Baud-Vollduplex-Verfahren .................. 49
2.3 Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ............... 52
2.3.1 1200/75 Baud-Vollduplex .......................... 52
2.3.2 1200 Baud-Halbduplex ............................. 53
2.4 200 Hz - Der Antwort-T o n ......................... 54
Kapitel 3: Die serielle Schnittstelle -
Funktion und Parameterwahl
3.1 Wieso serielle Datenübertragung? ................... 56
3.1.1 Der kleine Unterschied - V.24 und RS 232 C ...... 56
3.2 Die Pin-Belegung nach V.24 ......................... 57
3.2.1 Welche Leitungen brauchen wir? .................. 59
3.3 Parität, Stopbits und Pegelwandlung ................ 61
Kapitel 4: Die Kunst der Verständigung -
das Übertragungsprotokoll
4.1 Der 7-Bit-ASCII-Standard ........................... 68
4.1.1 Wichtige ASCII-Steuerzeichen .................... 69
4.1.2 Das XON/XOFF-Protokoll .......................... 70
4.1.3 Einbahnstraße - ETX/ACK-Protokoll ................ 71
4.1.4 Das Christensen-Protokoll ........................ 71
Kapitel 5: Vom Umgang mit Datex-P
5.1 Ein Paketdienst besonderer Art ..................... 78
5.1.1 Die Vorteile von Datex-P ......................... 79
5.2 Welche Datex-P-Angebote gibt es? ................... 80
5.2.1 Datex-P10H (Hauptanschluß) ....................... 81
5.2.2 Datex-P20H (Hauptanschluß) ....................... 82
5.2.3 Datex-P20F (Teilnehmerkennung) ................... 83
5.3 Wie werde ich Datex-Benutzer? ...................... 85
5.4 Was kostet Datex-P? ................................ 86
5.4.1 Ein Gebührenbeispiel ............................. 88
5.5 Wie erreiche ich einen Rechner über Datex-P? ....... 89
5.6 Fehlermeldungen von Datex-P ........................ 93
5.6.1 Einige häufige Datex-P-Meldungen ................. 94
5.7 Die Datex-P-Parameter .............................. 95
5.7.1 Häufig benötigte Datex-P-Parameter ............... 97
5.8 Von "Leihnuis" und "Parkrechnern" .................. 99
5.9 Datex-P-Anschlüsse mit Info-Account ................ 101
Kapitel 6: Die Online-Datenbanken
6.1 Was ist eine Datenbank? ............................ 108
6.1.1 Datenbanktypen ................................... 110
6.1.2 Thesaurus und phonetische Suche .................. 111
6.2 Datenbanksprachen .................................. 113
6.2.1 CCL-Datenbanksprache ............................. 113
6.3 Wie erreiche ich eine Datenbank? ................... 116
6.4 Die Kapazität einer Datenbank ..................... 117
6.5 Was kostet eine Datenbank? ....................... 118
6.6 DIALOG-Information-Service per Mailbox ............. 119
Kapitel 7: Mailboxen - Informationen für Anwender
7.1 Der gute Stil im Umgang mit Mailboxen .............. 124
7.2 Die Kommunikation mit einer Mailbox ................ 126
7.2.1 Einige Begriffe aus der "Mailboxsprache" ........ 127
7.3 Was bietet eine Mailbox? ......................... 131
7.3.1 Die Hobby-Mailbox ................................ 132
7.3.2 Bedienungskomfort und Minimalangebot ............. 133
7.3.2.1 Der Bedienungskomfort .......................... 134
7.3.2.2 Was in jede Mailbox gehört ..................... 135
7.3.3 Beispiel für eine Privat-Mailbox ................. 136
7.3.4 Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ............. 144
7.3.5 Datenschutz in nichtkommerziellen Mailboxen ...... 145
7.3.6 Der Programm-Download ............................ 146
7.3.6.1 Was ist Basicode 2? ............................ 147
7.3.7 Besondere Mailboxangebote ........................ 149
7.3.8 Die Zensur - Ein Problem? ........................ 150
7.4 Professionelle Mailboxen - Direktruf ............... 150
7.4.1 Die Hardware ..................................... 151
7.4.2 Das Angebot - Ein Beispiel: O.T.I.S .............. 152
7.5 Professionelle Mailboxen - Datex-P ................. 157
7.5.1 Das Leistungsspektrum ............................ 157
7.5.2 Die Mailboxbefehle und ihre Anwendung ............ 159
7.6 Mailboxsysteme im Ausland .......................... 167
7.6.1 DELPHI - eine amerikanische Super-Mailbox ........ 169
7.7 Die TELEBOX der Bundespost ......................... 174
Kapitel 8: Von Hackern und Großrechnern
8.1 Objekte der Lust - die Großrechner ................. 177
8.2 Und was sagt der Gesetzgeber? ...................... 178
Kapitel 9: Kein Traum - die eigene Mailbox!
9.1 Die Hardware ....................................... 184
9.2 Was muß eine Mailbox bieten? ....................... 186
9.3 Wie finanziere ich eine Mailbox? ................... 187
9.4 Woran Sie noch denken müssen ...................... 187
9.5 Menüs - oder nicht? ................................ 188
9.6 Ein Mailboxprogramm für den C-64/128 .............. 189
9.6.1 Grundsätzliches zum Betrieb ...................... 190
9.6.1.1 Vom Programm benötigte Hardware ................ 191
9.6.1.2 Die Verbindung mit dem Telefonnetz ............ 193
9.6.1.3 Das Problem: Annehmen von Anrufen .............. 194
9.6.2 Die Vorbereitung des Mailboxbetriebes ............ 194
9.6.2.1 Die Datendiskette - was sollte darauf sein? .... 195
9.6.2.2 Das Erstellen der Mailboxfiles ................. 199
9.6.2.3 Aufbau der Übersicht-Files ..................... 203
9.6.2.4 Wichtige Zeilennummern des BASIC-Listings ...... 203
9.6.3 Der Programmstart und die Programmbedienung ...... 204
9.6.4 SX-64 als Mailboxrechner ......................... 204
Kapitel 10: Die RS 232 am Commodore 64 und C-128
10.1 Die Funktion der RS 232 im Detail ................. 238
10.1.1 Allgemeiner Aufbau .............................. 240
10.1.2 Synchrone oder asynchrone Übertragung ........... 242
10.1.3 Das Format eines seriellen Datenwortes .......... 244
10.2 Wie wird der Userport zur seriellen Schnittstelle? 244
10.3 Die Programmierung der RS 232 ..................... 249
10.3.1 Programmierung in BASIC ......................... 258
10.3.2 Wichtige Systemadressen ......................... 260
10.3.3 Die RS 232 unter CP/M ........................... 263
10.4 Konvertierung auf RS-232-Schnittstellenpegel ...... 265
10.4.1 Lösung mit nur einem IC ......................... 270
Kapitel 11: Ohne geht es nicht - das Terminalprogramm
11.1 Das VT-52- und VT-100-Terminal .................... 272
11.2 Woher bekomme ich ein Terminalprogramm? ........... 272
11.2.1 Ein Minimal-Terminalprogramm .................... 273
11.2.2 Kleine Marktübersicht Terminalprogramme ......... 277
11.2.3 Was ist KERMIT? ................................. 278
Kapitel 12: Der "Telefonkran" im Selbstbau
12.1 Die Grundidee ..................................... 282
12.2 Das Gehäuse ....................................... 284
12.3 Die Mechanik ...................................... 284
12.4 Die elektrische Steuerung ......................... 288
12.5 Der Aufbau und Abgleich der Schaltung ............ 294
12.6 Die Steuerung durch das Mailboxprogramm ........... 294
Kapitel 13. Wissenswertes zum Modem
13.1 Die Grundlagen .................................... 300
13.2 Technischer Aufbau ................................ 300
13.3 Der AM 7910-World-Chip ............................ 303
13.4 Der Akustikkoppler - eine Modem-Sonderform......... 305
Anhang A: Telefonnummern von Mailboxen
Bundesrepublik Deutschland ............................. 308
Niederlande ............................................ 312
Österreich und Schweiz ................................. 313
Skandinavien ........................................... 315
Großbritannien ......................................... 316
Übersee (Außer U.S.A) .................................. 317
Anhang B: Adressen professioneller Mailbox-Anbieter .... 318
Anhang C: Kontaktadressen einiger Datenbanken .......... 320
Anhang D: Datex-P-Informationen ........................ 322
Anhang E: 7-Bit ASCII-Tabelle .......................... 329
Anhang F: Literaturverzeichnis ......................... 330
Leseprobe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
(1. Auflage - Seite 78f: Kapitel "5.1 Datex-P - ein Paketdienst besonderer Art")
Wie bereits erwähnt, beruht die Struktur von Datex-P auf der sogenannten Paketvermittlung. Die zu übertragenden Daten werden zu international genormten, bis zu 128 Byte großen Paketen "verpackt", die mittels der 17 Bundesdeutschen Datex-P-Vermittlungsstellen an den Zielrechner geschickt werden. Die gesamte Kommunikation läuft über virtuelle Verbindungen, die gemeinsame Leitungen zur gleichen Zeit nutzen. Nach Absenden eines Paketes werden die Leitungen so schnell für weitere Pakete der anderen Benutzer freigegeben, daß normalerweise kein Stau auftritt.
Wie erkennt aber die Vermittlungsstelle, die ja auch aus einem leistungsfähigen Computer besteht, zu welchem Zielrechner ein Datenpaket eigentlich gehört? Nun, wenn Sie ein ganz normales Paket zur "gelben Post" tragen, um es jemandem zu schicken, dann haben Sie es zuvor mit einem Aufkleber versehen, der die Adresse des Empfängers zeigt. In der Regel wird auch die Anschrift des Absenders auf dem Paket sichtbar angebracht. Damit ist klar, wohin die Sendung gehen soll, und auch wo sie herkommt.
Ähnlich ist es auch bei den Datenpaketen auf Datex-P. Hier wird der Paketaufkleber durch die sogenannte Kopfinformation ersetzt. Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Arten von Datenpaketen. Einmal kann ein solches Paket Steuerinformationen enthalten, andererseits Daten im eigentlichen Sinne. Steuerinformationen sind nicht für den Zielrechner gedacht, sondern vielmehr für die Datex-P-Vermittlungsstelle. Sie enthalten Funktionen wie Anforderung von Verbindungen, Auslösung derselben oder das Setzen spezieller Parameter, unterstützen also praktisch die Kommunikation zwischen angeschlossenen Rechnern und der Vermittlungsstelle.
Ein Datenpaket besteht ebenfalls aus den "Adressaufklebern", einer Markierung des Datenpakets sowie dem aus beliebigen Zeichen bestehenden Datenfeld. Die Markierung macht das Paket für den Empfänger z.B. von schon gesendeten Datenpaketen unterscheidbar.
Soviel zu den "Passagieren" des Datex-P-Netzes. Die oben beschriebene Form des Datentransfers ermöglicht es im Verbund mit den Vermittlungsstellen und PADs, eine riesige Menge aktiver Verbindungen mit relativ wenigen Leitungen zu bewältigen. Man stelle sich vor, jeder ın der Telekommunikation eingesetzte Rechner wäre mit jedem Kollegen durch eine eigene Leitung verbunden bzw. eine Kommunikation sei nur über das öffentliche Fernsprechnetz zu etablieren! Es ist einsehbar, daß die nötige Anzahl bereitzustellender Verbindungsleitungen enorm wäre, und in der Tat auch ist, wenn man das Fernsprechnetz betrachtet. Aus diesem Grunde ist die Post derzeit auch bestrebt, ihr ISDN-Telefonnetz zu erstellen. Ähnlich wie bei Datex-P werden dann auch "normale" Telefongespräche nicht mehr von Relais auf viele Leitungen verteilt, sondern durch eine computerisierte Vermittlung auf digitale Breitbandleitungen geschickt und per "Paketmethode" sımultan verschickt.
