F1 Manager

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F1 Manager
Titelbild von F1 Manager
Spiel Nr. 95
Entwickler Francesco Carla, Ivan Venturi
Verleger Simulmondo
Release 1989
Plattform(en) C64
Genre Racing, Strategy
Spielmodi Einzelspieler
2 Spieler (simultan)
Steuerung Icon Port2 1.pngIcon joystick 1-2.png
Medien Icon disk525.png
Sprache Sprache:italienisch Sprache:englisch
Information Nachfolger: Formula 1 3D - F.1 Manager II


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
6.00 Punkte bei 11 Stimmen (Rang 616).
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C64Games 7 7. Juli 2006 - "sehr gut" - 781 downs
Lemon64 7,6 04. Januar 2011 - 15 votes


Beschreibung[Bearbeiten]

F1-Manager besteht aus drei einfachen Hauptteilen: Einem Investitionspart in dem man sich den Rennwagen und den Fahrer samt Crew zusammenstellt, einem Aktionteil (der Qualifikation in der man den Rennwagen selbst steuert) und einem sozusagen "Echtzeit-Managerteil" (dem Rennen) in dem man dem Fahrer Anweisungen geben kann.

Das Spiel unterstützt bis zu zwei Spieler, man hat anschließend die Wahl zwischen einem Einzelrennen und einer kompletten Saison, die Voraussetzungen sind jedoch jeweils identisch. Man beginnt mit einem Startkapital von 6 Millionen Dollar und muss mit diesem nicht allzu üppigen Budget ein möglichst erfolgsversprechendes Gesamtpaket auf die Beine stellen. Man braucht einen Fahrer (man setzt pro Spieler nur ein Auto ein), einen Motor, ein Chassis und eine Boxencrew. Investiert man beispielsweise sehr viel in einen Topfahrer muss man an den übrigen Komponenten entsprechend sparen.

Eine Saison besteht aus 16 Rennen auf den 16 Originalkursen der 1989er Meisterschaft. (Rio, Imola, Monaco, Mexico City, Phoenix, Montreal, Le Castellet, Silverstone, Hockenheim, Hungaroring, Spa-Francorchamps, Monza, Estoril, Jerez, Suzuka und Adelaide)

Gestaltung[Bearbeiten]


... eine kurze Szene aus der Qualifikation ...
... F1-Bolide basteln - Qualifikation - Rennen - Siegerehrung ...


Die Grafik des Spiels ist nicht überragend aber für C64-Verhältnisse okay, die Animation der Strecke ist flüssig, die Zwischenbilder sind teilweise sehr gut ausgearbeitet. Der Sound ist etwas nervig, man kann ihn aber abstellen, da er nicht unbedingt notwendig ist.

Hinweise[Bearbeiten]

Bedienung[Bearbeiten]

Das Spiel wird ausschließlich mit dem Joystick gesteuert.

  • In den Menüs wird mit Joystick Joystick nach vorne Joystick zurück ein Menüpunkt gewählt, mit Joystick nach links Joystick nach rechts weitere Infos angezeigt und durch Feuerknopf drücken bestätigt.
  • Bei der Qualifikation wird mit Joystick nach vorne Joystick zurück beschleunigt und gebremst, mit Joystick nach links Joystick nach rechts gelenkt, durch Joystick nach vorne und Feuerknopf drücken hoch- und mit Feuerknopf drücken herunter geschaltet.
  • Während dem Rennen wechselt man durch Joystick nach vorne Joystick zurück zwischen Rennauto-Zustandsanzeige und Befehlsleiste für den Fahrer. Die Zustandsanzeige (stilisiertes Rennauto) zeigt durch Joystick nach links Joystick nach rechts folgendes (von links nach rechts): Zustand der Hinterreifen (TYRES), Getriebezustand (GEAR), Motortemperatur (TEMP), vorhandener Treibstoff (FUEL), Zustand der Vorderreifen (TYRES). In der Befehlsleiste für den Fahrer können durch Feuerknopf drücken auf das jeweilige Symbol folgende Befehle gegeben werden (von links nach rechts): [+] mehr Geschwindigkeit, [-] weniger Geschwindigkeit, [D] weniger aggressiv fahren, [A] aggressiver fahren, [PIT] in die Box kommen.

Fahrerauswahl[Bearbeiten]

Das Spiel beginnt mit der Fahrerauswahl. Es stehen eine ganze Reihe fiktiver Fahrer zur Auswahl, deren Stärke in drei Kategorien unterteilt ist:

  • Fahrerisches Grundtalent (der Pilot macht weniger Fehler und schont das Material)
  • Aggression (wie gut kann der Fahrer andere Autos überholen oder sich gegen deren Attacken wehren)
  • Taktik (wie gut teilt sich der Pilot sein Rennen ein)

Je besser der Fahrer, desto teurer die Verpflichtung.

Motor[Bearbeiten]

Hier kann man zwischen den Triebwerken wählen, die damals auch in Wirklichkeit den Teams zur Verfügung standen. Diese sind:

  • Honda (DER überragende Motor in diesen Jahren, Garant für die Dominanz von McLaren)
  • Ferrari (Ferrari-Motoren waren immer gut)
  • Renault (Motorenlieferant von Williams Ende der 80er, gute Triebwerke)
  • Subaru (es gab tatsächlich mal einen Subaru F1 Motor, der 1990 vom Coloni-Rennstall eingesetzt wurde...reichlich erfolglos)
  • Yamaha (mit diesen Triebwerken fuhr der deutsche Zakspeed-Rennstall)
  • Judd (relativ günstiger, relativ ordentlicher Motor, von zahlreichen Mittelfeldteams benutzt)
  • Cosworth (der Standardmotor der kleinen F1 Teams damals aus dem Hause Ford, billig, haltbar, langsam)
  • Ford (die Luxusversion des Cosworth, konnte etwas mehr)
  • Lamborghini (viel Power, wenig Erfolg. Lambo versuchte jahrelang, gegen Ferrari anzustinken, es wurde nix)
  • Life F35 (ein nicht konkurrenzfähiges Eigenbau-Triebwerk eines kleinen Rennstalls der sich 1990 vergeblich in der F1 versuchte)
  • Custom (es gibt auch einen Motorenbaukasten, mit dem man sich sein Triebwerk selber stricken kann, wenn das jemand wünscht)

Chassis[Bearbeiten]

Hier kann man nicht zwischen verschiedenen Herstellern wählen, sondern zwischen zehn No-Name-Chassis, die sich in Aerodynamik, Bodenhaftung, Reifenverschleiß, Kühlung für den Motor etc. unterscheiden und folglich auch im Preis auseinander liegen.

Front- und Heckflügel[Bearbeiten]

Auch hier jeweils Wahlmöglichkeit zwischen je 10 verschiedenen Ausführungen. Diese Teile kosten nichts, es ist auch bis heute nicht herausgefunden worden, ob es irgendwelche Leistungsunterschiede gibt, wahrscheinlich nicht.

Crew[Bearbeiten]

Minimalbedarf sind ein Ingenieur und fünf Mechaniker, die reichen auch. Höhere Ausgaben lohnen hier nicht, das Geld ist im Fahrerbereich oder bei der Bestückung des Autos besser angelegt.

Teams[Bearbeiten]

Das Team steht? Dann ab auf die Rennstrecke. Bei jedem Rennen tritt man gegen 16 Gegner an, nämlich die 8 Topteams der 1989er Formel Eins Saison:

  • McLaren: Alain Prost, Ayrton Senna
  • Ferrari: Nigel Mansell, Gerhard Berger
  • Williams: Ricardo Patrese, Thierry Boutsen
  • Lotus: Nelson Piquet, Satoru Nakajima
  • March: Ivan Capelli, Mauricio Gugelmin
  • Benetton: Alessandro Nannini, Johnny Herbert
  • Tyrrell: Michele Alboreto, Jonathan Palmer
  • Arrows: Derek Warwick, Eddie Cheever

Wenn also zwei menschliche Spieler am Start sind, besteht das Starterfeld aus 18 Autos. Für ein Spiel aus dem Jahr 1989 eine stattliche Anzahl. Als Realismusfreak hätte man sich das komplette Starterfeld der Saison gewünscht, aber das war wohl programmiertechnisch nicht umsetzbar. Schade drum, die übrigen Teams: Brabham, Minardi, Ligier, Zakspeed, Rial, Dallara, Osella, AGS, Larousse, Coloni, Eurobrun, Onyx wären auch fein gewesen , aber man kann es verschmerzen.

(Ein kleiner Exkurs: Erstaunlich, wie viele Rennställe es früher in der F1 gab. Damals gab es bei jedem Rennen eine Vorqualifikation, in der vor der eigentlichen Qualifikation erst einmal ausgesiebt wurde, so waren in der Vorqualifikation mitunter 38 Autos dabei, im eigentlichen Qualifying noch 30, die Startplätze im Rennen selbst sind ja auf 26 begrenzt. Ja es war ne geile Zeit!)

Qualifikation[Bearbeiten]

Ein Rennwochenende beim F1 Manager beginnt mit der Qualifikation für das Rennen. Bevor es auf die Strecke geht, gilt es ein Setup zu basteln, was aber keine komplizierte Sache ist. Man hat die Wahl zwischen harten (D) und weichen (E) Quali-Reifen, die weichere Mischung bietet mehr Grip aber hält nicht lange. Des weiteren kann man noch Einstellungen an der Flügelausrichtung und der Aufhängung vornehmen. Ist das auch erledigt kann es losgehen. Die Qualifikation fährt man nämlich selbst! Man hat drei Runden um eine gute Zeit hinzulegen, wobei die erste Runde zum Warmrollen ist, aufgrund des stehenden Starts an der Start/Ziel Linie kann da keine gute Zeit dabei herauskommen. Die Runden zwei und drei sind fliegende Runden und dienen der Zeitenjagd. Jedoch ist nicht sicher, das man auch die vollen drei Runden fahren wird. Wenn man herzhaft an den Streckenrand rumpelt werden die Reifen das nicht unendlich lang mitmachen, auch die Lenkung kann etwas abbekommen. In Verbindung mit der zuvor gewählten Gummimischung kann es sein das sich ein Pneu irgendwann mit Getöse verabschiedet (Der Reifenzustand wird durch die Farbe des jeweiligen Reifen angezeigt). Die bis dahin erzielten Zeiten bleiben aber in der Wertung. Nach dem Ende der Qualifikation wird der Startplatz berechnet, dies geschieht anhand der erzielten Zeit und den Zeiten der Computergegner, wobei diese aber bereits vorab feststehen und für den menschlichen Spieler nicht einsehbar sind.

Rennen[Bearbeiten]

Vor dem Rennen findet man sich wieder im Setup-Menü. Diesmal hat man die Wahl zwischen drei Reifenmischungen (A=weich, B=mittel, C=hart), wobei weiche Reifen schneller sind aber auch entsprechend schneller verschleißen, während harte Reifen nicht so viel Tempo zulassen, dafür kann man aber eventuell ohne Reifenwechsel das Rennen komplett durchfahren.

Das Rennen fährt man im Gegensatz zur Qualifikation nicht mehr selbst sondern steht am Kommandostand in der Box und gibt den Fahrern Instruktionen. So zum Beispiel wie sehr sie das Auto ausreizen sollen, wie aggressiv sie zu Werke gehen sollen und ob sie an die Box zum Reifenwechsel kommen sollen. Eine Reihe von Informationsanzeigen helfen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sind die Reifen ziemlich hinüber, sollte der Fahrer an die Box zum Wechseln. Ist die Motortemperatur zu hoch sollte das Tempo gedrosselt werden da sonst das Auto eventuell abfackelt. Fährt ein Pilot über lange Zeit sehr aggressiv steigt das Unfallrisiko usw. Langweilig wird solch ein Rennen nicht, auch wenn man selbst nicht am Lenkrad sitzt.

Im Rennverlauf wird man über Überholmanöver, Boxenstopps und Ausfälle informiert, wobei das Ganze rundenbasiert abläuft, jede "Runde" entspricht ca. 5% der Renndistanz. Nach jeder zweiten Runde wird ein Infobildschirm des aktuellen Zwischenstands eingeblendet, man behält also sehr gut den Überblick über das Renngeschehen.

Nach dem Rennen[Bearbeiten]

Die Punkte für das Rennen werden verteilt, wobei noch der alte Punkteschlüssel gilt:

  • Platz 1: 9 Punkte
  • Platz 2: 6 Punkte
  • Platz 3: 4 Punkte
  • Platz 4: 3 Punkte
  • Platz 5: 2 Punkte
  • Platz 6: 1 Punkt

Sollte man eine komplette Saison bestreiten erscheint anschließend noch der aktuelle Gesamtstand, bevor man die Wahl zwischen "weiter zum nächsten Rennen", "abspeichern" und "aufhören" hat. Bei einem Einzelrennen kommt man nach dem Rennende zurück auf den Startbildschirm.

Lösung[Bearbeiten]

  • Einen optimalen Lösungsweg bzw. ein Erfolgsrezept gibt es nicht, jeder muss da seinen eigenen Weg finden, es gibt einige Möglichkeiten die zum Erfolg führen.
  • Auf manchen Strecken passen die KI-Zeiten im Qualifying nicht, da kann man manchmal auch mit einigen Fehlern noch locker auf die Pole Position, auf anderen Pisten legt man eine perfekte Runde hin und steht trotzdem ganz hinten.

Cheats[Bearbeiten]

Derzeit sind keine Cheats bekannt.

Kritik[Bearbeiten]

Guybrush: Ich hab das früher gern gespielt und auch heute (über nen Emulator) kram ich es manchmal wieder heraus. Auf jeden Fall ein klasse Managerspiel mit Racingelementen und auf dem C64 einzigartig. Daher 8 von 10 Punkten von mir.

FXXS:Ich kannte das Spiel früher gar nicht, den Action-Teil find ich schlechter als bei diversen anderen Rennspielen und der Managerteil ist mir zu sperrig... Meine 6 Punkte sind vielleicht etwas hart, aber mich überzeugen die Einzelteile (Action/Manager) einfach zu wenig...

Sonstiges[Bearbeiten]

Cover

"Cover"

Highscore[Bearbeiten]

  • Bei diesem Spiel ist ein Highscore nicht wirklich sinnvoll.

Weblinks[Bearbeiten]


Videos