Amiga

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Amiga
Amiga 500
Typ: Heimcomputer
Hersteller: Commodore
Neupreis: 6000 DM, ca. ?€ (? US$)
Erscheinungsjahr: 1985
Produktionsende: 1993 (bei Commodore)
Prozessor: Motorola 68000 @ ca. 7 MHz (16-bit)
Speicher: ab 512 KByte (aufrüstbar)
OS: AmigaOS, BIOS genannt Kickstart
Sonstiges: Genaue Betrachtung bis etwa 1995;
verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Prozessoren und Hauptspeicher, später auch auf PC-Technolgie

Der AMIGA ist eine Computersystemreihe von Commodore, die 1984 durch den Kauf der angeschlagenen Firma Amiga Inc, zur Produktionsreife weiterentwickelt wurde. Die ersten Amiga-Modelle wurden in den Geschäften ab Ende des Jahres 1985 verkauft.

Entwickler und Vater des AMIGAs war Jay Miner, der 1932 in Arizona geboren wurde und am 20. Juni 1994 nach langem Leiden starb. Er kündigte 1989 bei Commodore.

Eigentlich hätte der Amiga eine Spielekonsole werden sollen. Während der Entwicklung kristalisierte sich allerdings heraus das der Amiga zu weit mehr fähig war. Aus der Amiga Spielekonsole wurde der Amiga Computer.

Der Amiga 1000 war 1985 das erste Computermodell. 1987 gab es dann eine günstige Heimcomputervariante, den Amiga 500, sowie eine teure professionelle Variante, den Amiga 2000. Der Amiga 500 wurde äußerst erfolgreich. Der teurere Amiga 2000 war für Firmen gedacht, unterschied sich jedoch technisch kaum vom Amiga 500, außer bei der Erweiterbarkeit. Allerdings war der Amiga technologisch sehr weit ausgereift, so dass Multimedia bzw. Foto- und Videobearbeitung schon relativ flüssig genutzt werden konnten. Mit entsprechender Hardware erweitert wurde er deshalb in vielen Studios von TV-Sendern noch bis Ende der 1990er Jahre für den Videoschnitt verwendet. Der einmillionste Amiga wurde im März 1989 verkauft.

Laut den später bekannt gewordenen Verkaufszahlen (siehe unten) wurden etwa 7,2 Millionen AMIGA-Modelle weltweit (in Deutschland ca. 1,68 Millionen) verkauft. Zum Vergleich: Der C64 wurde etwa 17 Millionen mal (1983-1994) verkauft.

Die Marke AMIGA wurde nach dem Untergang von Commodore 1994 an weitere Firmen wie Escom (1995/96), Gateway 2000 (1997-2000), Amino (2000-2004), KMOS (ab 2004) weiterverkauft, um weitere AMIGAs, teilweise auf PC-Basis zu bauen.


Überblick der AMIGAs von Commodore[Bearbeiten]

Workbench 1.3
  • Heimcomputer:
    • AMIGA 500 (1987)
    • AMIGA 500 plus (inklusive 1 MByte RAM und Kickstart 2.04.; 1991)
    • AMIGA 600 (1992)
    • AMIGA 1200 (1992)
  • Professionelle:
    • AMIGA 1000 (1985/86)
    • AMIGA 2000 (1987)
    • AMIGA 2500 (1988)
    • AMIGA 3000; auch als Towerversion (3000T) (1990)
    • AMIGA 4000; auch als Towerversion (1992)
  • Sonstiges:
    • SideCar (AMIGA 1060) Expansionporterweiterung des AMIGAs für PC-Kompatibilität (1986)
    • CDTV (Vorläufer des CD³²; 1990)
    • CD³² - Spielekonsole auf Basis des AMIGA 1200 (1993)


Verkaufszahlen (Stand bis Ende 1993)[Bearbeiten]

Amiga-Modell Deutschland Rest-Europa USA Rest-Welt
Amiga 500 1.081.000 - 750.000 -
Amiga 500+ 79.500 - - -
Amiga 600 193.000 - 200.000 -
Amiga 1000 27.500  ?  ? 1.000.000
Sidecar max. ca. 5.000 - - -
Amiga 1200 95.500 - 144.000 -
Amiga 2000 124.500 - - -
Amiga 3000 8.300 - - -
Amiga 3000T 6.000? - - -
Amiga 3000T/040 80? - - -
Amiga 4000/030 7.500 - - -
Amiga 4000 3.800 - - -
CDTV 25.800 max. 30.000 - -
Amiga CD32 25.000  ?  ? 200.000
Amigas unsortiert - 2.645.000 146.000 400.000
Gesamt: 1.680.480 2.675.000 1.240.000 1.600.000
Weltweit Gesamt: 7.195.480

Bilder[Bearbeiten]


Sticker für Amiga 500: Kiss me, AMIGA
Ein Amiga 1200
Ein Amiga 3000T



Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Amiga