Heimcomputer

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Der Heimcomputer oder auch im Englischen Homecomputer bezeichnet Computersysteme verschiedener Computerhersteller, die günstige Computer für den Konsumentenmarkt - also für den Ottonormalkunden - weltweit herstellten.

Bereits in 1940er Jahren basierend auf Röhrentechnik und dann auch im Transistorzeitalter der 1960er und 1970er Jahren war die Nutzung eines Computers nur großen Firmen oder staatlichen Organisationen vorbehalten. Legendär die angebliche die Aussage des damaligen IBM-Präsidenten Thomas J. Watson[1] aus dem Jahre 1943, dem der der Ausspruch nachgesagt wird: "I think there is a world market for about five computers.". Obgleich der Bezug damals noch auf gebäudeeinnehmende Röhrencomputer gegolten haben soll und heute belächelt werden mag, hätte kaum ein Experte abschätzen können, welche rasante und unerwartete Entwicklung Computer noch nehmen sollten und genommen haben.

Zunächst gab es in den 1970er Jahren Computersysteme für Elektronikbastler im Baukastensystem (Kits) zum Zusammenlöten wie z.B. Apple.
Später bauten Firmen wie Commodore oder Atari die ersten kompletten Computersysteme (Heimcomputer), die einfach über ein Netzgerät an einer Steckdose und an einem Fernsehgerät angeschlossen wurden und oft sofort nutzungsfähig sind. Die Heimcomputer bestehen aus einer Tastatur unter der sich die Hauptplatine mit Mikroprozessor (kurz: CPU), Arbeitsspeicher (RAM), Lesespeicher (ROMs mit Betriebssystem, Zeichensatz und Steuerlogik wie z.B. das KERNAL ) und eventuelle Sound- (wie SID) und Videochips (wie VIC) befinden. Die Heimcomputer konnten oft sofort genutzt werden, ohne z.B. ein entsprechendes Betriebssystem nachzuladen, da es sich im ROM-Speicher befand. Jedoch ist die Kenntnis der Computerbefehle (oftmals in einem BASIC-Dialekt) des Heimcomputers von Nöten, um ihn erfolgreich zu bedienen.

Zusätzliche Peripheriegeräte zur Ein- und Ausgabe von Daten wie Datasette, Diskettenlaufwerk, Drucker oder zur Steuerung wie Joystick, Paddles und Lightpen konnten einfach nachgekauft werden und über ein entsprechendes Datenkabel angeschlossen werden. Für den Betrieb sind meist keine besonderen Einstellungen oder die Installation von Treibern nötig, nur die Befehlskenntnisse wie die Peripheriegeräte angesprochen werden, damit Daten gelesen, gespeichert oder gedruckt werden können. Eventuell ist eine Gerätenummer zu vergeben.

Für die Erweiterungen aller Art boten viele Systeme einen Erweiterungsport an, wo Steckmodule oder Cartridges mit Software (Programmiersprachen, Spiele, sonstige Hilfsprogramme) oder andere Erweiterungen für die Ansteuerung von Geräten und zusätzlichen Standardanschlüssen eingesteckt werden konnten.

Für die meisten Heimcomputer gibt es im heutigen Computerzeitalter für schnelle Computersysteme wie PC oder Mac entsprechende Emulatoren. Mit entsprechender Hardware oder konvertierten Diskimages kann die alten Heimcomputersoftware erneut im Emulator genutzt werden.

Heimcomputer von Commodore[Bearbeiten]


Heimcomputer anderer Hersteller[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Heimcomputer


Quellen[Bearbeiten]

<references>
  1. Engl. Wikipedia: Thomas J. Watson Ausspruch als IBM-Präsident, 1943