Laser-Schach

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Laser-Schach
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 857
Entwickler Nikolaus M. Heusler, Bill Chin
Verleger Markt & Technik
Release Laser Chess: 1987
Laser-Schach: 1991
Plattform(en) C64, 8-Bit-Atari
Genre Brettspiel, Schach
Spielmodi Einzelspieler
2 Spieler (abwechselnd)
Steuerung Icon Port1.pngIcon joystick.png Icon Port2.pngIcon joystick.png
Medien Icon disk525 1.png
Sprache Sprache:deutsch Sprache:englisch
Information a.k.a. Laser Chess
a.k.a. Laser-Schach 2.0


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
8.00 Punkte bei 1 Stimme.
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C64Games 5 05. November 2018 - 5 von 10 Punkten - 20188 downs
Ready64 7 06. November 2018 - 7 von 10 Punkten - 1 vote


Beschreibung[Bearbeiten]

Das Startmenü

Laser-Schach ist eine Science-Fiction-Variante des bekannten Brettspiels aus Persien.

Wie beim Original stehen sich auch hier zwei Reihen aus Figuren zum Kampf gegenüber, die über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen. Das Ziel ist auch dasselbe, es gilt, den gegnerischen König auszuschalten.

Gespielt wird hier aber auf neun mal neun Feldern und mit 18 Figuren pro Farbe. Damit ein wenig Pep in die Sache kommt, verfügt jede Mannschaft außerdem über eine Laserkanone. Ein weiterer Unterschied ist, dass man zwei Aktionen auf einmal ausführen darf, Spielfiguren gebeamt werden können, und ein schwarzes Loch sich auf dem Spielfeld befinden. Dieses ist nochdazu größer, deswegen hat man auch mehr Figuren als beim normalen Schach.


Was den taktischen Reiz angeht, kann dieses Spielchen des Markt & Technik Verlags fast mit einer echten Partie Schach mithalten.


Gestaltung[Bearbeiten]

Laser-Schach erschien in der 6. Ausgabe des 64'er Sonderheftes. Markt & Technik veröffentlichte das Programm auf der beiliegenden Heftdiskette. Das Cover des Hefts zeigte eine Schachszene, die einen Vorgeschmack auf das Programm bot. Geschrieben wurde Laser-Schach von Nikolaus Heusler, der auch den zugehörigen Artikel im 64'er Sonderheft verfasste. Ursprünglich war das Programm ein Spiel für 8-Bit-Ataris. Bereits 1987 wurde eine C64-Konvertierung von Bill Chin geschrieben. Für die deutsche Version adaptierte Heusler einige Teile des amerikanischen Original-Codes.


Hinweise[Bearbeiten]

Vor dem Spiel kann man die Konfigurationen in einem Menü einstellen:

  • F1  Anzahl der Joysticks
  • F3  Farbe der Spielfiguren von Spieler Eins
  • F5  Farbe der Spielfiguren von Spieler Zwei
  • F7  Spielstart



Die Spielfiguren

  • König
Der König



Wie beim richtigen Schach ist der König die Figur, um deren Überleben sich alles dreht. Bei Laser-Schach wird aber nicht mattgesetzt, hier wird gnadenlos vernichtet. Das macht auch mehr Sinn, da man als Spieler ja immer zwei Züge zur Verfügung hat, und somit um eine Ecke weiter denken kann. Der König kann ein Feld weit laufen und andere Figuren schlagen. Natürlich hat jeder Spieler nur einen König. Er hat keinen Schutz vor den Laserstrahlen und kann von allen vier Seiten mit einem gezielten - oder unglücklichen - Schuß vernichtet werden.


  • Blöcke
Die Blöcke



Wie auch der König können die Blöcke ein Feld weit laufen und andere Figuren schlagen. Sie sind an drei ihrer vier Seiten nicht gegen Laserbeschuß geschützt. An der vierten Seite sind sie mit einem Spiegel ausgestattet, der die Laserstrahlen abwehrt und zurückwirft. Der Block kann seitlich rotieren, um die Spiegelfläche nach Wunsch auszurichten. Jeder Spieler verfügt über vier Blöcke.


  • Senkrechte oder Waagerechte Spiegel
Die geraden Spiegel




Dieser Spiegel kann keine gegnerischen Spielfiguren schlagen und kann nicht durch Laserbeschuß vernichtet werden. Wird er an der Längseite von einem Strahl getroffen, wird dieser um 180° zurückgeworfen, da er ausschließlich aus Spiegelflächen besteht. Wird er an der schmalen Seite beschossen, geht der Schuß knapp an ihm vorbei. Das ist gleichbedeutend, als ob das Feld leer wäre. Man kann diesen Spiegel je nach Wunsch in die waagerechte oder senkrechte Stellung kippen. Von diesem Figuren-Typus besitzt jeder Spieler zwei Stück. Beim Spielbeginn ist einer je einer waagerecht und einer senkrecht positioniert.


  • Schräg-Spiegel
Die Schräg-Spiegel



Dieser Spiegel kann keine gegnerischen Spielfiguren schlagen und kann nicht durch Laserbeschuß vernichtet werden. Jeder Spieler besitzt zum Spielbeginn zwei dieser Spiegel.


  • Dreieck-Spiegel
Die Dreieck-Spiegel



Jeder Spieler besitzt sechs Dreieck-Spiegel in seiner Start-Formation.


  • Beam Splitter
Der Beam Splitter



Der Beam Splitter kann keine gegnerischen Figuren schlagen. Wird er an seinen 45°-Flächen von Laserstrahl getroffen, lenkt er ihn um 90° um. Interessant wird es, wenn der Strahl auf seine spitze Seite trifft. Dann wird er aufgeteilt und die beiden Strahlen werden rechtwinklig umgeleitet. Die Hinterseite des Beam Splitter ist seine Achillesferse. Hier ist er durch Laserbeschuß verwundbar und kann zerstört werden. Pro Team gibt es nur einen Beam Splitter.


  • Hypersquare
Das Hypersquare




Jeder Spieler verfügt über ein Hypersquare. Er kann keine Laserstrahlen reflektieren. Da er symetrisch ist, ist rotieren sinnlos. Laserbeschuß geht wirkungslos durch ihn hindurch.


  • Laserkanone
Die Laserkanone




Die Kanone kann sich ebenfalls ein Feld weit bewegen, und kann in alle vier Richtungen gedreht werden. Sie kann keine Figuren schlagen, aber abgefeuert werden. Pro Team gibt es eine Kanone, netterweise ohne Munitions- bzw. Energiebeschränkung.


Lösung[Bearbeiten]

Bei einem taktischen Brettspiel für zwei menschliche Spieler kann man natürlich keine Komplettlösung erstellen.

Allgemein ist es wie beim richtigen Schach kein nennenswerter Vorteil den ersten Zug zu haben. Immer im Kopf haben muss man, dass der Gegner durch seine zwei möglichen Züge eine unzählige Menge an Strategien verfolgen kann. Da nur die Laserkanone über eine höhere Reichweite verfügt, und nur manche Figuren in der Lage sind, Gegner zu schlagen, ist zu Beginn einer Partie eine gute Defensiv-Stellung sehr wichtig. Sofern man keine tödlichen Fehler macht, und der gegnerischen Laserkanone eine Lücke für einen verwinkelten Königsmord lässt, ist das anfängliche Stellungsspiel für den späteren Spielverlauf entscheidend.

Bei Beginnern, die noch mangelnden Überblick und Erfahrung haben, führt meist ein einzelner falscher Zug zum Ende des Spiels.

Da der Laserstrahl gesplittet werden kann, ist auch ein Patt möglich, sofern beide Könige dem Beschuss zu Opfer fallen.

Der Hypersquare ist durch sein Zufallsprinzip ein eindeutiges Glückspiel-Element und dürfte von streng strategisch vorgehenden Spielern als eher störend empfunden werden. Chancengleichheit ist natürlich dennoch gewahrt, da beide Seiten über diese Spielfigur verfügen.


Cheats[Bearbeiten]

  • Im 64'er Sonderheft Nr. 66 wird dazu geraten, vor dem Start mit RUN
POKE 4022,0
POKE 4027,0
POKE 4032,0

einzugeben.

Welchen Sinn dieses Gepoke haben soll, wird leider nicht verraten. Es heißt lediglich "damit ist Mogeln erlaubt".


Kritik[Bearbeiten]

Shmendric: "Nur der Zweispieler-Modus, keine Möglichkeit gegen KI anzutreten. Leider war es damals immer schwer einen Gegner zum spielen zu animieren - Meistens bekam ich 'Können wir nicht lieber ein richtiges Schach spielen, als diese komische Grütze...' zu hören. Was soll's, einen Laser-Schach-Fan hatte ich zum Glück in meinem Bekanntenkreis, und mit dem wurde regelmäßig eine Partie gespielt und kräftig mit der Kanone geballert. Wir beide hatten an diesem Markt&Technik-Spielchen durchaus vergleichbar viel Freude wie bei normalem Schach. Man muss allerdings taktisch anders an die Sache rangehen, und die Partien waren von der Dauer her auch deutlich kürzer als Normal-Schach."


Sonstiges[Bearbeiten]

Cover


Das Cover (64er Sonderheft Ausgabe 66)


  • Die 66. Ausgabe des 64'er Sonderheftes enthielt 15 Spiele aus verschiedenen Genres. Ausschlaggebend für das Titelbild war dabei das Spiel Laser-Schach.
  • 1987 wurde das Spiel bereits in der amerikanischen Computerzeitschrift COMPUTE! 1987/06 (Ausgabe #85) veröffentlicht
  • Ein weiteres mal dann 1988 in der COMPUTE!'s Gazette 1988 Special Issue.


Highscore[Bearbeiten]

Kein Highscore möglich


Weblinks[Bearbeiten]