OHG

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OHG
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 517
Entwickler Jörg Sieslack
Verleger CP Verlag
Release 1989
Plattform(en) C64
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodi Einzelspieler
bis zu 4 Spieler (abwechselnd)
Steuerung Icon Port2.pngIcon joystick.png Icon tastatur.png
Medien Icon disk525.png
Sprache Sprache:deutsch
Information Magic Disk 64 02/1989


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
5.86 Punkte bei 7 Stimmen (Rang 611).
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C64Games 7 09. Juli 2010 - "sehr gut" - 3972 downs

Beschreibung[Bearbeiten]

Beim Spiel "OHG", das auf der Magic Disk 02/1989 zu finden war, sollen bis zu vier Konkurrenten, mit einem Handelsunternehmen auf dem afrikanischen Kontinent ihr Glück versuchen. Während sich mit Datteln die schnelle Mark verdienen lässt, benötigt der Tabakanbau ein feineres Händchen, und nur mit den dazugehörigen Tabakfabriken lassen sich letztlich Gewinne erzielen. Mutigere investieren ihr Geld in vielversprechende Ölbohrungen, vielleicht auch deshalb, weil einer Ölquelle die immer und immer wieder auftretenden Schädlinge nichts anhaben können. Leider funktioniert die überaus teure Schädlingsbekämpfung nicht immer ganz so wie sie sollte und den fiesen Datteln und Tabak fressenden Tierchen ist mitunter nicht beizukommen. Die Marktpreise schwanken in ansprechendem Maße, so dass voraussehbare Gewinne warten, wenn man nicht an Wasserknappheit leidet und dieses kaufen und daher andere Waren zwangsverkaufen muss. Eine lustige Idee und die einzige Chance einen Mitspieler zu ärgern ist ein Raketenangriff auf dessen Gelände. Eine mobile Abschussrampe feuert einige Schüsse nach dem Zufallsprinzip auf das Nachbargelände. Allerdings lohnt sich der Angriff finanziell nur selten, ist aber eine gute Gameplay-Idee.

Gestaltung[Bearbeiten]


... verschiedene Bilder aus dem Spiel ...
... ein kleiner Raketenangriff erfreut das Spielerherz ...


Grafisch präsentiert sich das Spiel relativ schlicht und erinnert etwas an Kaiser. Eine Speicherfunktion vermisst man leider bei "OHG", so dass nur eine Freezer-Cartridge zu einer verlustfreien Unterbrechung führt. Auch ein richtiges Ende ist nicht vorhanden, weshalb sich die Spieler vor Spielbeginn die Zielsetzung (Dauer des Spiels, Vermögen, usw.) selbst setzen müssen.

Hinweise[Bearbeiten]

Der Spielstart[Bearbeiten]

Als erstes wird die Anzahl der Mitspieler (1 bis 4) eingegeben. Jeder Mitspieler verfügt nun über eine eigene Firma, einem Grundkapital von $ 20.000 und einem riesigen Landstrich in Afrika. Ziel des Spieles ist es nun, sein eigenes Land so zu bebauen, dass man Gewinne erzielt, um somit seine Firma ständig zu vergrößern. Sollten Sie Schulden machen, so bedenken Sie, dass Sie nach Möglichkeit ihr Schuldenlimit (wird in Phase 3 des Spieles angezeigt) nicht überschreiten. Das Schuldenlimit wächst mit steigendem Besitz. Sollten Sie dennoch mehr Schulden gemacht haben als Sie eigentlich durften, so stellt sich vor Beginn der 1. Phase die Teilpfändung ein. Die Pfändung kann unter Umständen einige Zeit in Anspruch nehmen (Geduld zeigen).

Folgende Güter können zur Bebauung des Landes herangezogen werden:

  1. Dattelplantagen
  2. Tabakplantagen
  3. Tabakfabriken
  4. Ölbohrungen

Man muss hierbei folgendes beachten: Dattelplantagen & Tabakplantagen brauchen bei dem ariden Klima in Afrika natürlich künstliche Bewässerung, will man Missernten vermeiden. Außerdem dienen die Tabakplantagen dazu, Zigaretten zu produzieren. Doch die Produktion von Zigaretten erfolgt nur dann, wenn auch mindestens eine Tabakfabrik zur Verfügung steht.

Jede Spielrunde besteht aus 5 Phasen:

1. Phase (Verkauf-/Ankaufphase)[Bearbeiten]

Jeder Spieler sieht den aktuellen Stand der Menge seiner Güter und darunter stehen die aktuellen Marktpreise. Es liegt nun an Jeden selbst, ob er seine produzierten Güter verkauft, behält oder gar zusätzliche Güter einkauft, um sie vielleicht später wieder günstig zu verkaufen. Alle Ankauf- und Verkaufsaktionen werden mit Hilfe des Joysticks in Port 2 ausgeführt. Die Wahl zwischen Verkaufsphase, Ankaufphase und Weiterphase erfolgt mittels Betätigung des Joysticks nach oben. Neben den Verkaufs- und Ankaufsgüter stehen Pfeile, die in verschiedene Richtungen zeigen. Folgt man mit dem Joystick eine dieser Richtungen, so beginnt man mit der Eingabe der Menge des Verkaufs oder Kaufproduktes und durch Drücken des Feuerknopfes wird die Aktion beendet. Hat man das Verkaufskriterium angewählt, so kann man durch Drücken der F1-Taste alle seine Güter auf einen Schlag verkaufen. Außerdem zeigt der Computer die Menge des gefallenen Regens, den Schuldzins und die Verdunstungsrate an. Diese Mengenangaben dienen zur Information, und brauchen nicht weiter beachtet zu werden, denn der Schuldzins tritt nur dann in Kraft, wenn man Schulden hat und der aktuelle Stand der Wassermenge im Wasserturm ergibt sich aus der gefallenen Regenmenge und der Verdunstungsrate, auf dem man keinen Einfluss üben kann.

2. Phase (Arbeitskräfte)[Bearbeiten]

Ihr Unternehmen braucht natürlich auch Arbeitskräfte. Diese werden in dieser Phase eingestellt oder entlassen. Dabei handelt es sich um Arbeiter und Facharbeiter. Letztere bekommen natürlich deutlich höhere Gehälter als normale Arbeiter. Wie viele Arbeiter und Facharbeiter Sie im einzelnen benötigen hängt von dem Ausmaß der Bewirtschaftung ihres Landes ab. In dieser Phase zeigt ein schwarz umrahmtes Feld genau an, wie viele Arbeiter und Facharbeiter Sie pro Wirtschaftsbereich benötigen. Wenn die aktuellen Zahlen der Arbeiter und Facharbeiter, welche ständig angezeigt werden, weiß sind, so haben Sie genügend Arbeitskräfte. Bei schwarzer Anzeige hingegen fehlen Arbeitskräfte. Wenn Sie die Phase verlassen wollen, so drücken Sie den Feuerknopf.

3. Phase (Bebauung ihres Landes)[Bearbeiten]

Sie sehen jetzt eine Auswahl der Wirtschaftsgüter, die Sie anbauen können. Jedes Produkt hat einen speziellen Preis. Durch vertikales Betätigen des Joysticks wählen Sie zwischen den einzelnen Gütern. Dann drücken Sie den Feuerknopf und ihr Land erscheint in Vogelperspektive. Nun können Sie mit Hilfe eines Quadrates einen Standort aussuchen. Wollen Sie das Bild wieder verlassen, so drücken Sie entweder F1  oder den Joystick schräg nach links oben.

Wichtig hier:

  • Es können nur absolut freie Gebiete benutzt werden. Hierzu muss meist erst ein freies Gebiet durch das Kriterium "Land roden" geschaffen werden.
  • Die Suche nach Öl ist nicht immer mit Erfolg gekrönt.
  • Gift sollte nur versprüht werden, wenn ihr Land von einer Insektenplage heimgesucht wird (kann teuer werden).
  • Raketenangriffe sind teuer und sollten nur dann angewendet werden, wenn ihr Mitspieler bereits ein beachtliches Unternehmen aufgebaut hat.

Durch Betätigen des Joysticks nach links geht es dann in die nächste Phase.

4. Phase (Bewässerung)[Bearbeiten]

Geben Sie die notwendige Wassermenge mit dem Joystick ein. Doch sie können nicht mehr Wasser verteilen als Sie besitzen. Eine Überwässerung wirkt sich weder positiv noch negativ aus. Sollte den Pflanzen aber ein gewisser Prozentsatz an Wasser fehlen, so ernten Sie automatisch etwas weniger als bei voller Bewässerung.

5. Phase (Ernte und Wirtschaft)[Bearbeiten]

Diese Phase ist die wohl wichtigste und letzte Phase. Denn hier wird aufgelistet, wie viel Sie von jedem Produkt geerntet haben. Die Erntemenge unterliegt selbstverständlich natürlichen Schwankungen, aber zu wenig Bewässerung und Arbeitskräfte führen meist zu einer Minderung der Erträge. Gleichzeitig werden hier die Gehälter für ihre Beschäftigten fällig. Auch die Gehälter unterliegen gewissen Schwankungen, doch werden die Gehälter automatisch von ihrem Vermögen abgezogen und somit brauchen Sie sich nicht persönlich über die Höhe der Summe, den Kopf zu zerbrechen. Nach dem Knopfdruck sind die anderen Mitspieler an der Reihe und dürfen ihr Können in der Wirtschaft unter Beweis stellen.

Lösung[Bearbeiten]

Tipps[Bearbeiten]

  • Zu Beginn zwei Dattelplantagen auf freien Land anlegen (man erspart sich das Roden und somit $ 4.000) und pro Plantage 40 Arbeiter einstellen.
  • Wenn man ca. $ 20.000 erwirtschaftet hat können die ersten Tabakplantagen und eine Tabakfabrik angelegt werden (höhere Gewinnspanne beim Verkauf).
  • Zur Produktion von Zigaretten braucht man mindestens eine Tabakplantage und eine Tabakfabrik. Eine Fabrik kann den Tabak von max. 4 Plantagen verarbeiten. Die Plantagen müssen sich nicht in der unmittelbaren Nähe der Fabrik befinden.
  • Erdölfelder bringen am meisten Geld, aber das Bohren ist sehr teuer und nur zu ca 30 % erfolgreich. Hier sind also schnell $ 45.000 in den Sand gesetzt.
  • Durch Roden können auch schon anderweitig belegte Felder wieder frei gemacht werden (Flussfelder können natürlich nicht gerodet werden).
  • Immer darauf achten, dass man genügend Arbeiter besitzt. Facharbeitermangel wirkt sich äußerst nachteilig auf die Erdölproduktion aus.
  • Nie das Schuldenlimit überziehen, eine Pfändung kann den finanziellen Ruin bedeuten.
  • Preise: Die monatliche Preisbasis der Güter Datteln, Zigaretten und Öl entsteht ziemlich zufällig. Hohe und damit gute Verkaufspreise sind zum Beispiel bei Datteln $ 5, bei Zigaretten $ 11 und bei Öl $ 30. Zu Beginn des Spiels wird man oft schnell verkaufen müssen, hat man einen finanziellen Polster kann man auf hohe Verkaufspreise warten.
  • Wassermangel hat relativ geringe Auswirkung auf den Ertrag der Ernte.
  • Die Insektenplage ist wirklich eine Plage, denn die Bekämpfung durch Gift ist extrem teuer, wird nur auf einer Plantage durchgeführt und hilft meistens kaum. Allerdings sind die Schäden, wenn genügend Wasser vorhanden ist nicht sehr groß. Nur wenn Wassermangel und Insektenplage zusammenfallen gibt es gravierende Auswirkungen auf die Ernte.
  • Die Schädlingsbekämpfung mit Insektengift kostet laut Menü $ 8.000. Es werden einem jedoch $ 7.500 abgezogen - und zwar pro behandelter Plantage. Man kann 2 Plantagen anklicken, für weitere muss man zurück ins Menü und nochmal den selben Punkt anwählen.
  • Der Raketenangriff ist im Verhältnis zu den Kosten nicht sehr wirksam. Es werden drei Raketen abgefeuert, die jeweils nur ein zufälliges Feld des Gegners treffen. Da die meisten Felder nicht bebaut sind, ist die Trefferquote eher gering.
  • Spielt man alleine kann man auch einen Raketenangriff starten, allerdings nur auf das eigene Spielfeld.
  • In jeder Runde vergeht im Spiel ein Monat. Das Spiel beginnt im Februar 1970 und endet nie. Der Spieler sollte sich deshalb selbst ein Datums- oder Vermögensziel setzen.
  • Etwas später im Spiel sollte man immer wieder die Landkarte betrachten, da sich die Wüste vom Rand her langsam ins Spielerfeld ausbreitet. Rodungen können hier Einhalt gebieten.
  • Wenn das Spiel längere Zeit nicht reagiert (nur im fortgeschrittenem Stadium des Spiels) muss es kein Absturz sein - es kann auch eine Garbage Collection stattfinden, da der Hauptteil in BASIC geschrieben ist - einfach ein paar Minuten warten.
  • Man kann nicht speichern.

Bugs[Bearbeiten]

  • Zigaretten und Öl kann man nicht nur produzieren und verkaufen, sondern auch einkaufen. Beim Einkauf erscheint ein Hinweistext wie z.B. "19% Mehrwertsteuer". Es werden aber tatsächlich sowohl bei Öl als auch bei Zigaretten immer 64 % zum Einkaufspreis aufgeschlagen. Dies macht solchen Handel erheblich weniger lukrativ.
  • Im Spiel wird angegeben, dass ein Ölfeld 10 Arbeiter und 10 Facharbeiter benötigt. Es werden aber 20 Arbeiter und 10 Facharbeiter benötigt. Dies merkt man aber bald, da das Spiel die fehlenden Arbeiter rückmeldet.

Cheats[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

H.T.W: "Das Spiel sieht zu Beginn nicht schlecht aus und weckt durch die grafische Ähnlichkeit zu Kaiser einige Erwartungen. Leider können diese nicht erfüllt werden da Wesentliches wie Aufstieg im Rang oder ein Strategieteil fehlen. Das Ganze ist etwas zu einfach aufgebaut, es sind außer der Insektenplage keine Zufallsereignisse vorhanden, die Interaktion mit anderen Spielern beschränkt sich auf einen Raketenangriff und so springt bei mir leider der Funke nicht über. Fazit: Aus diesem Spiel hätte man mehr machen können...".

Steve_tronic: "Mich überrascht, dass nicht nur die Preise von Wasser, Datteln, Zigaretten und Öl sehr stark und zufällig schwanken, sondern auch die Gehälter der Arbeiter und mehr: Auch die benötigte Wassermenge für die Felder und die Menge der Ernte schwankt extrem und scheint nicht nur von den logischen Faktoren wie Jahreszeit oder Bewässerungsmenge, Beschäftigungsgrad oder Vorhandensein einer Insektenplage abzuhängen. Trotzdem erlaubt das Spiel es sich hochzuarbeiten, ist sehr schön gestaltet und macht eine Menge Spaß."

Sonstiges[Bearbeiten]

Cover

"Cover"

Highscore[Bearbeiten]

Leider kein Highscore möglich

Weblinks[Bearbeiten]

Videos