The Forest of Doom/Rombach
Aus C64-Wiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
<< zurück zu The Forest of Doom
The Forest of Doom/Rombach: Der folgenden Textabschnitt gibt die vollständige Beschreibung des Spiels "The Forest of Doom" aus dem Buch "Rombachs C64-Spieleführer II" wieder:
Forest of Doom
Ian Livingstone
Spielidee: Auf dem Buchmarkt gibt es in letzter
Zeit eine neue Form der Fantasy-Literatur, das
Abenteuer-Spielbuch. Der Spieler liest einen Text,
wählt unter mehreren Aktionen und wird dann auf ei-
nen anderen Textteil verwiesen. Diese Art von Aben-
teuern wurde auf den Computer übertragen. Es ist
kein Text/Grafik-Adventure im herkömmlichen Sinne,
da man nicht soviel Entscheidungsmöglichkeiten hat,
der Schwerpunkt eindeutig auf der Textseite liegt
und fast keine Grafik verwendet wird. Das deutsche
Buch zu diesem Adventure heißt "Forst der Finster-
nis". Nun zur Geschichte: Ein Schwertkämpfer, dem
das Stadtleben zu langweilig geworden ist, macht
sich auf den Weg, um Abenteuer zu erleben. Er wan-
dert tagelang durch Wälder, ohne eine Menschenseele
zu treffen. Das macht ihm nichts aus, denn er ge-
nießt das Alleinsein. Schließlich ist er ja fort-
gegangen, weil ihm die Gesellschaft der anderen auf
die Nerven ging. Als er sich eines Nachts schlafen
legt, hört er das Brechen eines Astes unter einem
Fuß. Er nimmt sein Schwert und lauscht in die Dun-
kelheit. Dann hört er nur noch den dumpfen Auf-
schlag eines Körpers. Ist es eine Falle? Noch eine
Weile lauscht er angespannt, doch dann nähert er
sich der Stelle im Gebüsch, aus der die Geräusche
kamen. Er findet am Boden eine leblose Gestalt,
nimmt sie auf die Schulter und bringt sie ans
Feuer. Es ist ein kleiner alter Mann mit eisernem
Helm. Ein Zwergenkämpfer. Der Schwertkämpfer nimmt
sein Schafsfell, deckt damit den Zwerg zu und gibt
ihm ein bißchen Wasser zu trinken. Der Zwerg kommt
allmählich zu Kräften und schreit: "Fürchte dich
nicht, Gillibran, Bigleg wird sie dir bringen" und
wird wieder ohnmächtig. Der Schwertkämpfer flüstert
dem Zwerg, der anscheinend Bigleg heißt, seinen
Namen ins Ohr. Bigleg öffnet die Augen und sagt mit
leiser Stimme: "Hilf uns. Bring den Zwergenhammer
zu Gillibran. Nur der Hammer kann das Volk der
Zwerge gegen die Trolls vereinigen. Wir waren auf
der Suche nach dem Hammer in Darkwood, als wir in
einen Hinterhalt gerieten. Alle tot. Nimm mein Gold
und gehe zu Yatztromo. Er hat viele magische Gegen-
stände,die dir helfen können." Er öffnet den Mund,
um noch einen Satz zu sagen, doch es kommt nichts
außer einem letzten sterbenden Atem.
Gestaltung: Zu Beginn würfelt der Spieler die Werte
für Geschicklichkeit, Ausdauer und Glück. Danach
kann er sich noch einen Zaubertrank und einen Namen
aussuchen. Das gesamte Spiel besteht aus Text, nur
bei Kämpfen wird eine Grafik gezeigt, auf der der
Status des Spielers und des Gegners angezeigt wird.
Hinweise: Am nützlichsten ist der Ausdauertrank, da
man ihn zum Überleben benötigt. Wer meint, die
Werte seines Kämpfers seien zu gering, der sollte
Yatztromo angreifen, denn dann darf er wieder von
vorne beginnen. Der Spieler darf nicht zu freund-
lich sein, da die meisten Gestalten niedrigerer Ge-
sinnung sind als er. Und die danken es ihm nicht,
wenn sie gerade aus einer Falle befreit wurden.
Kronen sollten, auch wenn es noch so toll aussieht,
nicht aufgesetzt werden.
Tasten: F1 Text wiederholen
F3 Status
P Trinke Zaubertrank
Q Textmodus ändern
F Essen
D Gegenstand ablegen
Space Kurzzeitig anderer Modus
R/S Kurzzeitig Pause
Eine Save-Funktion hat das Spiel nicht, da es so
konzipiert ist, daß man es in einem Durchgang löst
und aus den Fehlern des vorigen Spiels lernt.
Bewertung: Ob sich diese Form des Abenteuerspiels
durchsetzt, ist fraglich. Es ist zwar literarisch
anspruchsvoll und spannend, doch sollte man sich
überlegen, ob man nicht das Buch anstelle des Ad-
ventures nimmt. Denn das Buch ist praktischer und
man kann Pausen machen, wann man will. Einen Vor-
teil hat das Computeradventure allemal: Man kann
nicht schummeln.
Bedienung Prg.Spr. Sprache Schw.Grad
---------------------------------------------------
T Masch. Engl.++ ***
Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Pascal Ciampi, Ralf Tellgmann: "Rombachs C64-Spieleführer II", Rombach, 1986, Seite 32-34