The Great American Cross-Country Road Race

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The Great American Cross-Country Road Race
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 705
Entwickler Alex DeMeo, Kevin Kalkut
Firma Activision
Verleger Activision, Firebird (Rerelease)
Release 1985
Plattform(en) C64, Apple II, Atari 800
Genre Racing/Cars
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Icon Port1.pngIcon joystick.png
Medien Icon disk525.png,Icon kassette.png
Sprache Sprache:englisch


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
7.20 Punkte bei 10 Stimmen (Rang 278).
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C64Games 6 24. Juli 2014 - "gut" - 19092 downs
Lemon64 7,8 24. Juli 2014 - 74 votes
Zzap! 77% Ausgabe 5/86

Beschreibung[Bearbeiten]

The Great American Cross-Country Road Race, kurz Road Race genannt, ist ein ursprünglich für die Atari 8-Bit Rechner entwickeltes Autorennspiel von Activision, bei dem der Spieler mit einem bis zu 240 mph schnellen Vehikel an illegalen Straßenrennen quer durch die USA teilnimmt. Neben drei "Sprintrennen" von der West- zur Ostküste mit jeweils unterschiedlichen Start- und Zielorten besteht zudem die Möglichkeit eine komplette Rundreise durch die U.S.A. zu absolvieren, bei der jede der insgesamt 24 Städte auf der Landkarte wenigstens einmal heimgesucht werden muss.

Die Qual der Wahl: Aquaplaning auf der einen und eine Dauerbaustelle auf der anderen Route garantieren Un- und Wutanfälle.

Zu Beginn eines Rennens kann der Spieler den Startzeitpunkt auf eine nahezu beliebige Uhrzeit einstellen, auch der Weg zum jeweiligen Rennziel ist ihm weitestgehend freigestellt und wird auf der Übersichtskarte festgelegt: Das Rennen verläuft etappenweise entlang der dort verzeichneten Highways von Stadt zu Stadt, und jeder Abschnitt muss innerhalb eines von der Länge der Teilstrecke abhängigen Zeitlimits absolviert werden. Erreicht der Spieler das Etappenziel rechtzeitig, wird die verbleibende Restzeit zum Zeitlimit des jeweils nächsten Rennabschnitts addiert, andernfalls endet das Spiel mit der Disqualifikation des Teilnehmers.

Damit die Wettfahrt gegen die Uhr nicht allzu ereignislos verläuft, wird der Spieler unter anderem durch Baustellen, Eis- und Regenpfützen und radarpistolenbewehrte Highwaypatrouillen am zügigen Fortkommen gehindert, sowie durch den Verkehr, der je nach Ort und Tageszeit die Straßen mehr oder minder stark verstopft und möglichst kollisionsfrei umkurvt werden will. Zudem sind dann und wann Tankstopps an den alle 100 Meilen am Wegesrand stehenden Zapfsäulen erforderlich, sofern man seinen Wagen nicht ins Ziel schieben möchte.

In die Radarfalle getappt.

Zu jedem Rennen treten auch noch bis zu zehn Computergegner mit phantasievollen Rennfahrerkünstlernamen an, denen man auf der Strecke allerdings nie begegnet; stattdessen wird bei jedem Zwischenstopp in einer Stadt anhand der bisher verbrauchten Gesamtzeit die Position des Spielers im Teilnehmerfeld berechnet und auf der Übersichtskarte eingeblendet.

Nach Rennende zeigt eine Abschlusstabelle, wie gut sich der Spieler im Vergleich zur Konkurrenz geschlagen hat; wer es unter die ersten Zehn schafft, kann sich dort mit seinem Namen verewigen. Das Endergebnis und die Zwischenstände nach jeder Etappe verbleiben im Speicher und können auf Wunsch auch auf dem Spieldatenträger gesichert werden, wodurch man statt gegen ein reines AI-Gegnerfeld auch gegen seine eigenen Bestzeiten oder diejenigen von Freunden, Feinden, Verwandten und Bekannten antreten kann.

Gestaltung[Bearbeiten]

Mit 200 Sachen durch die Wüste in den Sonnenuntergang kacheln - noch romantischer geht es kaum.

Road Race ist mitnichten ein realistischer Fahrsimulator, sondern ein flottes, mitunter gar hektisches Actionspiel, dass Aufmerksamkeit und gute Reflexe erfordert, um den bei voller Fahrt in Sekundenbruchteilen heranrauschenden Hindernissen auszuweichen. Die Wahlmöglichkeiten bezüglich Startzeit und Routenverlauf bieten zudem Anlass für strategische Experimente - zumindest solange, bis der Spieler den optimalen Weg zum Ziel gefunden hat.

Willkommen in St. Louis mit seinem unverwechselbaren Wahrzeichen, dem aus Duplosteinen zusammengeklebten Gateway Arch!

Die Pseudo-3D-Highways sind allesamt flach wie ein Brett, aber immerhin können verschiedene Streckenabschnitte fließend ineinander übergehen um so z.B. den Eindruck einer S-Kurve zu erzeugen. Während die Länge der einzelnen Strecken fest vorgegeben ist, ändert sich die Abfolge von Geraden und Kurven mehr oder weniger zufällig und ist bei jedem Rennen unterschiedlich. Um allzu großer Monotonie vorzubeugen variiert die Umgebungsgrafik je nach geographischer Lage zwischen kakteengespickten Wüsten, Mittelgebirgslandschaften, ländlichen Flachlandgegenden und verschneiten Arealen, zusätzlich sorgen Tag- und Nachtwechsel für Abwechslung. Kurz vor Etappenende taucht die Skyline des Zielorts am Horizont auf, wobei gelegentlich sogar berühmte Wahrzeichen der jeweiligen Stadt auszumachen sind.


Für sämtliche Objekte am Horizont, auf und neben der Straße kommen ausschließlich Sprites zum Einsatz, die flackerfrei gemultiplext werden. Durch die zahlreichen Vergrößerungsstufen der mit maximaler Framerate heranscrollenden Objekte wirkt die Darstellung sehr flüssig, und es fällt - auch dank der im Vergleich zum Atari-Original wesentlich gemächlicheren Richtungsänderungen - kaum noch auf, dass die samt animiertem Mittelstreifen in eine Multicolorbitmap gezeichnete Straßengrafik selbst deutlich seltener als die Sprites aktualisiert wird.

"He, Handlanger, Reifen neu vulkanisieren und volltanken mit Petroleumdestillat!"

Abgesehen von einem kurzen Triumphjingle bei Ankunft am Etappenziel und einer noch dürftigeren Game-Over-Melodie bei akutem Zeitmangel beschränkt sich Road Race akustisch auf eine Handvoll recht simpel gehaltener Soundeffekte, die neben diversen Signaltönen das für Rennspiele obligatorische Motorbrummen, ein einigermaßen überzeugendes Reifenquietschen, ein pistolenschussartiges Kollisionsgeräusch und einen tickernden durch-die-Botanik-Rumpel-Sound umfassen. Als nettes Detail schwillt die Motorlautstärke beim Beschleunigen vernehmbar an, das kurze Aufbrummen der vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer klingt dagegen mangels Dopplereffekt alles andere als realistisch.

Hinweise[Bearbeiten]

Florida einmal anders: Bei den schneegekrönten Bergen, welche den Horizont auf dem Weg nach Miami säumen, muss es sich wohl um die weltberühmten Everglade-Mountains handeln.

In alle Richtungen Etappenziel auf der Übersichtskarte wählen

Feuerknopf drücken Losfahren/Beschleunigen

Feuerknopf drücken (in schneller Folge antippen): havarierten Wagen zur nächsten Tanke schieben

Joystick nach links und rechts Lenken

Joystick nach vorne Hochschalten (den Feuerknopf vorher loslassen!)

Joystick zurück Bremsen (Runterschalten erfolgt dabei automatisch)


F3   Hauptmenü mit Strecken- und Gegnerfeldauswahl

F5   Uhrzeit zu Rennbeginn einstellen

F1   laufendes Rennen abbrechen und neu beginnen

CBM   Pause

Seit Anbeginn der Zeiten zählt Glatteis zu den Erzfeinden des eiligen Menschen.
  • Kollisionen mit anderen Vehikeln kosten viel Zeit, daher im Zweifelsfall lieber auf die Bremse treten oder auf den Seitenstreifen ausweichen.
  • Auf nassen oder vereisten Pisten sollte man sich darauf einstellen, dass das Auto beim Durchfahren der Pfützen für kurze Zeit unkontrolliert nach rechts rutscht.
  • Nachts sind i.d.R. nur sehr wenige Fahrzeuge unterwegs, und diese fahren meist auch deutlich schneller als z.B. zu Berufsverkehrszeiten. Durch geschickte Wahl der Startzeit kann man zumindest bei den zeitlich überschaubaren Coast-to-Coast-Rennen dafür sorgen, dass man in ohnehin problematischen Streckenabschnitten nicht auch noch durch übermäßiges Verkehrsaufkommen behindert wird.
  • Vorsicht ist geboten, wenn die Straße wie leergefegt erscheint, da dann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Radarfalle auf den Spieler lauert. Pro Highway gibt es maximale eine davon.
  • Um den Streifenwagen ohne Strafzettel zu entkommen muss man sie entweder mit 64 mph oder weniger passieren oder mit mindestens 220 mph daran vorbeizischen. Um letzteres zu schaffen, muss man zu Beginn der Radarwarnung schon über 150 mph drauf haben.
  • Den Motor nicht zu lange bei Höchstdrehzahl betreiben, ansonsten geht er zu Bruch.
  • Der Treibstoffverbrauch erhöht sich überproportional mit zunehmender Geschwindigkeit; bei Tempo 180 kommt man mit einer Tankfüllung gut doppelt so weit wie bei 240 mph. Wenn man die Geschwindigkeit unfallfrei beibehalten kann kommt man aber trotz Extrastopps bei Höchstgeschwindigkeit schneller ans Ziel.
  • Zum Nachtanken dicht an die Zapfsäule heranfahren und lieber zu früh als zu spät abbremsen, denn es gibt keinen Rückwärtsgang, und wenn man zu schnell ankommt, rauscht man an der Zapfsäule vorbei.
  • Das Spiel ist so entgegenkommend, ca. alle 10 Meilen zusätzliche Tankstellen an den Straßenrand zu zaubern, wenn einem der Sprit ausgeht. Mutige Spieler können daher versuchen, den Tank komplett leer zu fahren und bis zur nächsten Behelfszapfsäule zu rollen, um die Reichweite des Fahrzeugs zu maximieren.


Lösung[Bearbeiten]

Beste Route für die U.S.-Tour:

von nach Distanz Besonderheiten
Seattle Billings 834 Start
Billings Denver 559 Glatteis
Denver Minneapolis 834
Minneapolis Chicago 426
Chicago St. Louis 279
St. Louis Nashville 310
Nashville Cincinnati 279
Cincinnati Detroit 279 Baustelle
Detroit Portland 775
Portland New York 310
New York Washington 238
Washington Charlotte 426
Charlotte Atlanta 238
Atlanta Miami 660
Miami New Orleans 732
New Orleans Houston 374 Aquaplaning
Houston Dallas 238 Baustelle
Dallas El Paso 635
El Paso Albuquerque 279
Albuquerque Phoenix 426
Phoenix Las Vegas 279
Las Vegas Los Angeles 279
Los Angeles San Francisco 374
San Francisco Salt Lake City 732 Ziel

Wer lieber seine eigene Rote ausknobeln möchte: Als Orientierungshilfe werden auf der Übersichtskarte bereits besuchte Städte mit roten, noch nicht angefahrene Städte dagegen mit gelben Punkten dargestellt.

Cheats[Bearbeiten]

Cracks mit eingebauten Trainern sind nicht bekannt, aber bei einigen Versionen des Spiels kann man bei Rennstart in Seattle eine Abkürzung nehmen, indem man zunächst San Francisco als erstes Etappenziel wählt und dann mittels Joystick nach vorne wieder Billings.

Kritik[Bearbeiten]

Colt: "Erstklassiger Reaktionstest mit einer Prise Strategie, der im Vergleich zu anderen Pseudo-3D-Racern auf dem C64 grafisch vielleicht eher schlicht anmutet, aber dank des schnellen, flüssigen Gameplays deutlich besser gealtert ist als der Großteil der Konkurrenzprodukte. Zu bemängeln wären allenfalls die etwas dürftige Soundkulisse und vielleicht noch die insgesamt zu defensiv fahrenden AI-Gegner; nichtsdestotrotz gibt es alles in allem 7 Punkte von mir."


Sonstiges[Bearbeiten]

Versionen[Bearbeiten]

Die auf GB64.com und c64games.de verlinkten Versionen scheinen fehlerfrei spielbar zu sein.

Trivia[Bearbeiten]

  • Laut Chefdesigner Alex DeMeo basiert das Spiel zum einen auf dem VCS-Klassiker "Enduro", bei dem man innerhalb eines Zeitlimits eine bestimmte Anzahl an Fahrzeugen überholen muss, zum anderen diente der Film "The Gumball Rally" als Inspirationsquelle, welcher seinerseits wie auch die diversen "Cannonball"-Klamaukfilme eine Serie illegaler Straßenrennen zum Vorbild hatte, die in den 1970er Jahren vom Magazin "Car and Driver" veranstaltet und publik gemacht wurden, nachdem man das seinerzeit eingeführte Tempolimit von 55 mph auf allen Highways für zu restriktiv befand. Die realen Rennen verliefen wie die Sprintrennen im Spiel ebenfalls von Küste zu Küste, allerdings in entgegengesetzter Richtung.
  • Das Spiel erfreute sich des eher zweifelhaften Ruhms, den sperrigsten Titel aller Zeiten zu tragen, bis wenig später "The Complete Computer Fireworks Celebration Kit" erschien - ebenfalls aus dem Hause Activision. Offenbar hatte man dort zu jener Zeit riesige Buchstabenvorräte im Lager entdeckt, die kurz vor dem Verfallsdatum standen.


Screenshot-Vergleich verschiedener Umsetzungen[Bearbeiten]

garrapple.png garratari.png
Road Race in der typischen Farbenpracht des
Apple II
Die Atariversion bietet neben Eis und Nässe noch ein
weiteres Wetterphänomen: Nebel!

Werbeanzeige[Bearbeiten]


Gaccrrad2.jpg
gaccrrad.jpg



Cover[Bearbeiten]

"Cover"


Highscore[Bearbeiten]

Hinweis: Bei Gleichstand zählt das bessere Ergebnis auf der U.S. Tour. Und mittels Abkürzungsquirk erschummelte Scores werden natürlich nicht gewertet, wir können das erkennen, und wir wissen wo Sie wohnen!

  1. Colt Seavers - 4/0/0
  2. Robotron2084 - 0/3/0
  3. TheRyk - 0/0/3
von Seattle nach Miami:
csrrmiahi.png
1. Colt Seavers - 21:00 (27.07.2014)
The Great American Cross-Country Road Racehighscorerobotron3.png
2. Robotron2084 27:08 (02.08.2014)
GAACCRR miami hi ryk.png
3. TheRyk - 39:00 (01.08.2014)
von San Francisco nach Washington:
csrrwshhi.png
Colt Seavers - 19:48 (27.07.2014)
The Great American Cross-Country Road Racehighscorerobotron2.png
2. Robotron2084 25:16 (02.08.2014)
GAACCRR washington hi ryk.png
3. TheRyk - 30:02 (01.08.2014)
von Los Angeles nach New York:
csrrnyhi.png
Colt Seavers - 18:16 (27.07.2014)
The Great American Cross-Country Road Racehighscorerobotron.png
Robotron2084 - 21:53 (28.07.2014)
GAACCRR newyork hi ryk.png
3. TheRyk - 24:39 (01.08.2014)
U.S. Tour:
csrrushi.png
Colt Seavers - 70:53 (27.07.2014)
Hiscore.gif
2. Niemand
Hiscore.gif
3. Keiner


Weblinks[Bearbeiten]


Videos


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