C64-Modus

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Der Wechsel in den C64-Modus durch Eingabe von GO64

Der C64-Modus ist der Betriebszustand eines Commodore 128, der durch die Eingabe von GO64 und der Bestätigung der Sicherheitsabfrage mit Y (Yes für Ja) erreicht wird. Der C64-Modus stellt die volle Kompatibilität zu einem C64 her und ermöglicht es auf dem C128 Programme, die für den C64 geschrieben worden sind, problemlos zu benutzen.

Weiterhin kann der C64-Modus auch durch Drücken der C= -Taste beim Einschalten eines C128 hergestellt werden.

Der C64-Modus wird durch einen software- oder hardwareseitigen Reset wieder beendet.


Unterschiede des C64-Modus zu einem echten C64[Bearbeiten]

  1. Der zusätzliche PIN des CPU-Ports an der Adresse $00/$01 ist weiterhin aktiv.
    Vorteil: der lokalisierte Zeichensatz lässt sich auch im C64-Modus nutzen.
    Problem: Software kann aufgrund einer unerwarteten Bitkombination des Ports abstürzen.
  2. Der im C128 eingesetzte VIC-Chip hat zwei zusätzliche Ports zur Abfrage der erweiterten Tastatur sowie zur Umschaltung zwischen 1-MHz-Modus (Slow) und 2-MHz-Modus (Fast).
    Vorteil: Programme können diese erweiterten Fähigkeiten des C128 auch im 64-Modus nutzen (z.B. um die CPU-Geschwindigkeit auf durchschnittlich 1,3 MHz zu erhöhen).
    Problem: Unsauber programmierte Software (vor allem Spiele und Demos) kann durch versehentliches Überschreiben dieser Ports abstürzen.
  3. Auch im C64-Modus ist der VDC über die Adressen $D600/$D601 ansprechbar.
    Vorteil: Programme können den 80-Zeichen-Modus oder den zusätzlichen Speicher des VDC nutzen.
    Problem: Im C64 sind an dieser Adresse die Register des SID gespiegelt. Bei Software, die diese Adressen anstatt der offiziellen ab $D400 nutzt, funktioniert daher die Audio-Ausgabe nicht.

Speicherkonfiguration im C64-Modus[Bearbeiten]

Im C64-Modus stehen zwar immer nur 64KByte RAM zur Verfügung, welche RAM-Bank genutzt wird, kann aber vor dem Umschalten festgelegt werden. Durch Nutzung der Bank 1 ist dann z.B. folgendes möglich:

  • C64-Programme werden im schnellen C128-Modus von der Floppy geladen und dann im C64-Modus ausgeführt.
  • Da die Daten in der Bank 1 auch nach einem Reset weitgehend erhalten bleiben, können Programme im Maschinensprachemonitor analysiert, geändert und dann wieder gestartet werden