ISEPIC

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ISEPIC
Screenshoot
Typ: Steckmodul
Hersteller: Starpoint Software
Neupreis: 64,95 US$
Erscheinungsjahr: 1985
Produktionsende: 1986
Speicher: 2 KByte


ISEPIC (engl. Aussprache "ice pick" = dt. Eispickel) war eines der ersten Freezer-Module inklusive Monitor und DOS Wedge. Es bestand aus einer Software-Hardware-Kombination. Die Bedienung war ein bisschen fummelig, aber es waren so gut wie keine Kenntnisse über Programmierung und Speicherbelegung nötig. Resultierende Freeze-Cracks von Spielen waren leicht daran zu erkennen, dass sie mit einem Autostart-Schnelllader (ca. 10mal schneller) versehen waren, wobei während des Ladens ein in PETSCII erstelltes ISEPIC-Logo auf dem Bildschirm erschien. Besonders wenn sich der User mangels Kenntnissen oder Einsatz nicht der Monitor-Funktion bedient hat, enthielten die Freeze-Cracks zum Teil Fehler, z.B. fehlerhafte Grafiken. Mutmaßlich auf Druck einflussreicher verärgerter Leute aus der Softwareindustrie wurde der Verkauf von ISEPIC nach nur etwa einem halben Jahr eingestellt. Es wurden weltweit 20.000 Stück verkauft. [1]



Trivia[Bearbeiten]

Obwohl das Modul soweit bekannt nicht einmal ein Jahr vertrieben wurde, kursierten unter Swappern gar nicht mal wenige ISEPIC-Freeze-Cracks von Spielen. Ihr Ruf war alles andere als gut. Nicht nur wegen der vielen fehlerhaften ISEPIC Versionen, auch weil die Herstellung nicht wirklich Kenntnisse oder Einsatz erforderten, galten die Cracks als "lame" und wurden in der Crackerszene nicht ernst genommen. In der Szene entstanden andererseits aber auch "Anti-ISEPIC"-Tools, um den als nervig empfundenen ISEPIC-Loader zu entfernen.


Nutzung [2][Bearbeiten]

So sah ein typischer ISEPIC-Freeze-Crack beim Laden aus.

Ein Diskettenlaufwerk mit Gerätenummer 8 ist zur Nutzung erforderlich.

  1. Nach dem Einstecken des ISEPIC-Steckmoduls muss die ISPEC-Software von der Diskette mit LOAD":*",8,1 geladen werden.
  2. Um Programme abzuspeichern, wird eine formatierte Diskette als Speicherdiskette benötigt. Hierzu kann über das ISEPC-Menü mit der Taste D , das DOS-Wedge aufgerufen werden und durch Eingabe von new0:0,id eine Diskette formatiert werden.
  3. Anschließend muss die formatierte Software mit einem Druck auf die Taste P  vorbereitet werden. Hierbei löscht ISEPIC alle Daten auf der Diskette und schreibt die spezielle ISEPIC-Software drauf.
  4. Um ein Programm einzufrieren und abzuspeichern, wird zunächst die Taste C  im Menü gewählt.
  5. Danach wird der Kippschalter vom Computer weg gekippt. Es erscheint wieder der BASIC-Startbildschirm.
  6. Nun wird das entsprechende Programm normal geladen und gestartet.
  7. Anschließend wird der Kippschalter zum Computer gekippt und das Diskettenlaufwerk durch Ein- und Ausschalten zurückgesetzt. Danach kann die vorbereitete Speicherdiskette eingelegt werden.
  8. Danach wird nochmals der Kippschalter in beiden Richtungen gekippt, um die Freezer-Funktion zu nutzen und das eingefrorene Programm auf die Speicherdiskette abzuspeichern. Dieser Vorgang dauert etwa 3,5 Minuten.
  9. Abschließend erscheint wieder das ISEPIC-Menü.
  10. Nun kann mit der Taste R  das Programm auf der Speicherdiskette geladen und gestartet werden. Mit einem abschließenden Hin- und Herkippen des Kippschalters kann dies überprüft werden.
  • Weiterhin gibt es noch im ISEPIC-Menü die Taste B , um Programme den Kopierschutz zu entfernen, sowie die Taste Q , um das Menü zu verlassen. Mit der Taste B  wird der Maschinensprachemonitor aufgerufen, der durch die Eingabe von q wieder beendet wird.

Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: ISEPIC Sprache:english

Quellen[Bearbeiten]

  1. ISEPIC auf ar.c64.org Sprache:englisch
  2. ISEPIC Benutzerhandbuch, 1985 Sprache:englisch