Master of the Lamps

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Master of the Lamps
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 392
Entwickler Russell Lieblich, Peter Kaminski
Firma Activision
Verleger Activision
Musiker Russell Lieblich
HVSC-Datei /Lieblich_Russell/Master_of_the_Lamps.sid
Release 1985
Plattform(en) C64
Genre Arcade, Miscellaneous
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Icon Port2.pngIcon joystick.png Icon tastatur.png
Medien Icon kassette.png Icon disk525.png
Sprache Sprache:englisch


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
7.05 Punkte bei 19 Stimmen (Rang 321).
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C64Games 7 19. August 2008 - "sehr gut" - 3.561 downs
Lemon64 7.2 19. August 2008 - 42 votes
Kultboy.com 8,00 19. September 2009 - 2 votes
ZZap64 55% Ausgabe 87/08

Beschreibung[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Bei dieser Kombination aus Geschicklichkeitsspiel und Gedächtnistrainer ist man die meiste Zeit auf einem fliegenden Teppich unterwegs und durchfliegt einen nächtlichen Himmel (oder gar den Weltraum, was aber wegen Sauerstoffmangel keinen Sinn machen würde). Dabei muss man unfallfrei innerhalb eines Tunnels aus farbigen Rauten manövrieren. Wenn man es bis ans Levelende schafft, muss man mit Gongs eine Musiksequenz nachspielen. Misslingt dies, war der Flug für die Katz; man startet wieder am Levelanfang. Wiederholt man die Tonfolge, die ein Flaschengeist vorgibt, fehlerfrei, so erhält man das Stück eines Puzzles, welches am Ende eine Lampe ergibt.

So einfach bleibt es nicht lange!

Story[Bearbeiten]

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines jungen Thronerben in einem fernöstlichen Land lange vor unserer Zeit. Dort sind irgendwie einige Djins aus ihren Lampen entkommen und drohen Chaos zu verbreiten. Damit der junge Prinz seine rechtmäßige Herrschaft antreten kann, müssen diese Djins wieder in ihre Lampen zurück. Dafür muss man deren Bruchstücke - wie im vorigen Absatz beschrieben - zurück gewinnen.

Spielablauf[Bearbeiten]

Das Spiel kann komplett mittels Joystick gesteuert werden. Zunächst muss man zwischen drei Spielmodi wählen:

  • Seven Trials: Diese "sieben Prüfungen" muss man als erfahrener Spieler nicht unbedingt wählen. Sie sind aber ein guter Einstieg, da die Tunnel noch recht einfach zu durchfliegen sind. Man kann sie also als Training für das Hauptspiel verstehen. Djin-Musik-Sequenz: Die zu imitierenden Noten haben Musik und Farben als Hilfestellung. Es gibt sieben Levels und jeweils ein Fragment als Belohnung für einen erfolgreich abgeschlossenen Level.
  • Throne Quest: Dies ist das eigentliche Spiel. Es gibt drei Geister, also drei zusammenzusetzende Lampen, die jeweils aus sieben Bruchstücken bestehen. Man muss also insgesamt 21 Levels durchfliegen. Nicht nur die Tunnel werden schwerer, auch die Djin-Sequenzen:
  1. Djin: Musik und Farben als Hilfe, Farben verschwinden aber schneller.
  2. Djin: Keine Musik, Farben verschwinden schnell.
  3. Djin: Keine Farben, man muss nach dem Gehör spielen.
  • Magic Carpet: Der "fliegende Teppich"-Modus erlaubt es, die Tunnel aus dem Throne Quest zu trainieren. Wenn man den Joystick im Hauptmenu unten hält, kann man den gewünschten Level einstellen. Dabei nicht durch die Zweier-Schritte irritieren lassen: Es gibt gewissermaßen "Doppel-Level", wobei die ungerade Zahle die Flugsequenz anzeigt und die gerade Zahl die Nachfolgende Djin-Sequenz.


Teppichraum: Nach der Auswahl des Spielmodus befindet man sich in einem Raum. Man muss zum fliegenden Teppich gehen, setzt sich automatisch darauf und dann geht der Flug los!

Nach einem Crash landet man wieder im Teppichraum und muss den Level (hier Throne Quest Level 5 im Magic Carpet Mode) von vorn beginnen.

Flug: Das Fliegen dürfte sich eigentlich von selbst erklären. Im Magic Carpet-Modus kann man mittels Feuerknopf zurück ins Hauptmenu. Ansonsten kann man nicht im herkömmlichen Computer-Spiel-Sinn "sterben", sondern fängt im Falle eines Fehlers stets wieder von vorne in dem Saal an, wo der Teppich herum liegt.

Die Djin-Sequenz: Hat man es ohne "Crash" durch einen Tunnel geschafft, so fliegt unser Held zu einer Reihe farbiger Gongs, landet und nimmt einen Schläger in die Hand. Zunächst schlägt man einen beliebigen Gong drei Mal hintereinander, um den Geist zu rufen. Dazu stellt man sich in Blickrichtung vor den gewünschten Gong und bewegt den Joystick nach unten. Mit dem Feuerknopf "beamt" sich der Musikus in Windeseile in Blickrichtung von Gong zu Gong. Dies geht wesentlich schneller als "zu Fuß" und wird beim Nachspielen der Melodie gebraucht. Nachdem der Geist erschienen ist, zieht er an seiner Waserpfeife und spuckt Note für Note die Sequenz aus, die man nachspielen soll. Ist er damit fertig, rieselt die erste Note herab. Bevor sie nach unten fällt, muss sie nachgespielt werden. Gelingt dies bei allen Noten, verschwindet der Geist und hinterlässt ein Lampen-Puzzelteil. Der Prinz kehrt wieder in die Teppich-Garage zurück, wo er sein Puzzle begutachten kann, solange er mag. Dann schwingt man sich wieder auf den Teppich und ab geht es in den nächsten Tunnel! Hat man beim Gong-Schlagen versagt, muss man den vorangegangenen Level erneut durchfliegen.

Spielziel[Bearbeiten]

Wenn eine Mission erfüllt ist (z.B. alle sieben Lampen-Teile der Seven Trials gesammelt), erscheint ein graphisch und musikalisch festlich stimmendes Abschieds-Screen. Hat der Spieler dieses gebührend genossen, so kann er die Siegesfeier mittels F1 verlassen und gelangt zurück ins Hauptmenu.

Gestaltung[Bearbeiten]

Graphisch hat man es bei Master of the Lamps mit einer Mischung aus Einfachheit und Detailliebe zu tun. Einerseits sind die Tunnel-Sequenzen vom üblichen Sternen-Pixel-Hintergrund abgesehen spartanisch-zweckmäßig gehalten. Andererseits sieht das Sprite des Prinzen auf dem Teppich beim Fliegen recht witzig aus und ist auch beim Gehen und Schlagen des Gongs ganz nett animiert. Sehr detailreich ist der Djin gelungen. Die je nach einzelner Raute unterschiedliche Farbe hat nichts zu bedeuten. Im übrigen gibt es psychedelische, kaleidoskopartige Dreiecksgrafiken im Teppich-Raum. Auch das Puzzle ist aus hellgrünen Dreiecken zusammengesetzt. Vom Titelbild abgesehen gibt es auch eine kurze Titelsequenz mit einer Djin-Episode vor dem recht ansehnlichen Palast.

Hör auf zu rauchen oder ich gong Dir eine!

Es gibt für jeden der sieben auf dem Weg zu einer kompletten Lampe durchflogenen Level eine eigene Musik! Das macht satte sieben Musikstücke, hinzu kommen diverse sonstige Sequenzen und Jingles. Und die sind beinahe ausnahmslos sehr fetzig (vielleicht abgesehen von dem scheußlichen Gejammer, das im Falle des Versagens ertönt, aber das hat man sich dann ja selbst eingebrockt). Eine solche Soundvielfalt auf so hohem Niveau muss man für das Erscheinungsjahr 1985 als überragend bezeichnen.

Hinweise[Bearbeiten]

Das Spiel ist von seinem einfachen Prinzip her gesehen durchaus "kinderleicht", wird aber besonders im Throne Quest knifflig. Ein paar Tipps können vielleicht helfen:

  1. Tunnel: Man sollte beim Flug auf dem Teppich ausnutzen, dass man in etwa drei bis vier Rauten voraussehen kann. So weiß man, wohin sich der Tunnel nach der unmittelbar folgenden Raute krümmen wird und kann bereits kurz vor dem Erreichen den Joystick in die Richtung der nächsten Rauten bewegen. Wenn die Musik-Schleife ausläuft, heißt das, dass auch der Level sich dem Ende nähert. Das wird dann durch einen Jingle angekündigt, nach dem man nur noch eine letzte hellgraue Raute durchfliegen muss.
  2. Djin-Sequenz: Während der Djin noch die Sequenz weiter bläst, kann man sich schon einmal zu dem Gong stellen, der zuerst geschlagen werden soll. Generell spart dies Zeit, in höheren Schwierigkeitsstufen muss man sich eine Sache weniger merken, wenn Farbe oder Musik fehlt. Unbedingt mit dem Feuerknopf zu den Gongs beamen, zu Fuß schafft man eine längere Notenfolge niemals. Und natürlich keinesfalls verhauen, für eine Korrektur ist keine Zeit.
  3. Throne Quest: Wenn alle drei Lampen komplett sind, muss man noch einen letzten Tunnel (quasi "nach Hause") fliegen, bevor man endlich König wird.

Lösung[Bearbeiten]

Die Seven Trials sind eigentlich auch für Grobmotoriker kein großes Problem. Für das Throne Quest hilft einem nur Geschick und ein gutes Gedächtnis. Da nützen keine Lösungsstrategien. Aber in dem unten verlinkten Longplay-Video (weiter unten unter "Weblinks") wurden auch schwierigere Levels durchgespielt. Vielleicht kann man sich da etwas abgucken, zumindest beweist das Longplay, dass es theoretisch möglich ist, auch das Throne Quest zu lösen.

Cheats[Bearbeiten]

Keine bekannt. Zu Level 1 der Seven Trials lässt sich sagen, dass man den Joystick einfach in der Grundstellung lassen kann (und ggf. auf Warp schalten, wenn man an einem Emulator spielt). Trainer-Versionen (z.B. keine Kollision mit Rauten/ keine Einschränkungen bei der Djin-Sequenz/ Wahl des Start-Levels) sind auf den einschlägigen Plattformen erhältlich.

Kritik[Bearbeiten]

TheRyk: "Das Spiel ist wirklich Kult, allein die kreative Kombination unterschiedlicher Spielelemente ist bemerkenswert. Zwar landete es sicher gegen Ende der 1980er Jahre bei manchem C64-Gamer in der hintersten Ecke, weil es vor allem graphisch, aber auch von der Musik her nicht mehr mit den High-End-Produktionen mithalten konnte. Aber das Spiel ist heute noch eine Herausforderung und bringt jede Menge Spaß, zumal die manchmal etwas abgespacete Musik wirklich gute Laune macht, auch wenn einzelne endschräge Jingles nerven können. Sehr lobenswert sind die verschiedenen Spiel-Modi. Die Seven Trials sind sicher sehr leicht, aber genau das Richtige, um ein Gefühl für das Fluggerät Teppich zu entwickeln. Wer das Spiel generell zu leicht findet, der ist entweder ein echter Experte oder hat sich noch nicht am Throne Quest versucht. Es gäbe kaum was zu verbessern, ich gebe 9 von 10 Punkten."

Robotron2084: "Märchenhaft und mit einem deutlich psychedelischen Einschlag versehen präsentiert sich uns dieser verkannte Mini-Hit von Activision. Ein wenig Reaktion hier, ein bisschen "Senso" dort, was bleibt ist ein äußerst kniffliges, atmosphärisches und effektvolles Spielchen angesiedelt im Reich von 1001er Nacht. Der Flug auf dem Teppich ist das optische Highlight und funktioniert dermaßen gut, dass einem wirklich schwummrig wird, wenn die Sterne plötzlich links/rechts/oben/unten an einem vorbei rasen. Noch nie war eine Achterbahnfahrt so gut auf 8-Bit realisiert worden. Tip: Licht aus im Spielzimmer um sich dann zu wundern, dass man sich wirklich fiktiv in die Kurve legt - so gut ist der Effekt gelungen! Dazu ulkiger Boogie-Woogie als Soundtrack und fertig ist der Space-Trip. Leider ist der Schwierigkeitsgrad ab einem gewissen Level mehr als höllisch und das Geschehen an sich alles in allem ein wenig flach. Dennoch ein solides Spiel, das man kennen sollte: 7 von 10 Punkten."

Sonstiges[Bearbeiten]

Russell Lieblich, der Erfinder des Spiels, hat auch die Spielmusik gestaltet.

Beim uneinigen bis durchwachsenen Testurteil von zeitgenössischen Kritikern der ZZAP!64-Redaktion hat vor allem der gemessen an der simplen Struktur des Spiels (nur 2 Screens) recht hohe Preis i.H.v. £10.99 (Tape) bzw. £19.99 (Disk) eine Rolle gespielt.

Cover[Bearbeiten]

"Cover"

Werbeanzeige[Bearbeiten]


Anzeigenwerbung für das Spiel.



Highscore[Bearbeiten]

Nicht möglich, da außer Lampenteilen und (ungeraden) Levels nichts gezählt wird.

Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Master of the Lamps Sprache:english


Videos