Kane

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Kane
Titelbildschirm
Spiel Nr. 322
Entwickler John Darnell, N. Baikaloff, J. Porch
Firma Mastertronic
Verleger Mastertronic
Musiker (unbekannt)
HVSC-Datei /GAMES/G-L/Kane.sid
Release 1985
Plattform(en) C64, ZX Spectrum, Amstrad CPC, Plus/4
Genre Action/Geschick
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Icon Port2.pngIcon joystick.png
Medien Icon disk525.png Icon kassette.png
Sprache Sprache:englisch


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
6.74 Punkte bei 19 Stimmen (Rang 394).
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C64Games 6 3. Februar 2009 - "gut" - 4698 downs
Lemon64 7,3 3. Februar 2009 - 30 votes
Kultboy.com 8,43 19. Juli 2009 - 7 votes
ASM 10/10 Ausgabe 4/86
ZZap64 63% Ausgabe 86/03


Beschreibung[Bearbeiten]

Die Wagari-Indianer befanden sich jahrelang im Krieg mit den Bleichgesichtern. Jetzt will N.A.S.T. Railway, eine Eisenbahngesellschaft, eine Strecke durch das heilige Tal der Wagari-Indianer bauen. Allein Marshall McGraw, hoch angesehen bei den Wagari und der einzige Weiße, der je in ihr Lager kam und es lebend wieder verlassen durfte, kann einen erneuten Ausbruch des Krieges verhindern.
Durch seine besondere Position ist er der einzige, der in der Lage ist, mit dem Präsidenten in Washington einen Friedensvertrag auszuhandeln. Um den Indianern zu beweisen, dass er für diese Aufgabe würdig genug ist, muss er eine sehr ehrenhafte und den bedeutenden Umständen angemessene Prüfung ablegen: er muss mit Pfeil und Bogen so viele Enten vom Himmel schießen wie möglich! Für eine bestimmte Anzahl abgeschossener Enten erhält er einen Friedensgegenstand (entspricht einem Leben). Seine Mission ist, diese Gegenstände dem Präsidenten zu bringen.

Die Bosse von N.A.S.T. haben von dieser mutigen Mission erfahren und eine Bande von Scharfschützen angeheuert, die in der Stadt Kane auf McGraw warten, um ihm die Lebenslichter auszupusten. Genau durch diese Stadt muss der Marshall aber durch, um den Zug zu erreichen, der ihn nach Washington bringt!

Das Spiel besteht aus vier mehr oder weniger verschiedenen Spielen, die den Leidensweg von Marhall McGraw nachzeichnen. Erst müssen Enten abgeschossen werden um sich Leben zu verdienen (Spiel 1). Danach muss er in einem bestimmten Zeitlimit per Pferd die Stadt erreicht haben (Spiel 2), um sich dort mit den Scharfschützen herumzuschlagen (Spiel 3). Das hält natürlich auf, der Zug ist schon abgefahren und muss wieder per Pferd eingeholt werden (Spiel 4).


Gestaltung[Bearbeiten]

Das Spiel ist schön bunt und doch jederzeit übersichtlich. Schön detailliert mit netten Ideen wie z.B. den Sonnenuntergang beim Shootout. Digitalisierte Geräusche bzw. Schreie fehlen auch nicht, mehr als ausreichend für ein "Billigspiel". Die Animationsphasen des Marshalls sind ziemlich schamlos von Impossible Mission gerippt und das Pferd inkl. seinem Reiter sind 1:1 (inkl. dem Frack des Turnierreiters!) von Harvey Smith Showjumper "übernommen", aber in diesem Falle gilt wohl: besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht.

Musikalisch eröffnet das Spiel wie es sich gehört mit einer Ouvertüre, der Wilhelm-Tell-Ouvertüre von Rossini. Beim Entenschießen hört man atmosphärisches Indianergetrommel aus dem Dorf, nur unterbrochen von für Enten recht seltsamen Todesschreien. Während des Reitens wird die Ouvertüre aus dem Anfangsbildschirm recyclet. Beim Showdown gibt es keine Hintergrundgeräusche, allein die Schüsse und digitalisierten Todesschreie der Gegner - und manchmal auch die des Marshalls, die ein bisschen tiefer und theatralischer sind - sind zu hören. Im Zuglevel hört man nur Zuggeräusche, die aber sehr realistisch daherkommen.


Hinweise[Bearbeiten]

Abschnitte[Bearbeiten]

Pfeil & Bogen[Bearbeiten]

Quaaack!

Hier verdient man sich die Leben für die nächsten Abschnitte. In Level 1 bekommt man alle drei abgeschossenen Enten ein Leben in Form eines Friedensgegenstandes dazu. Es gilt, beim Zielen den Flug des Pfeiles einzurechnen und entsprechend vorzuhalten. Dabei ist zu beachten, dass der Pfeil schneller fliegt, je steiler er nach oben geschossen wird. Warum auch immer. Man startet mit zehn Pfeilen. Realistischerweise bekommt man einen Pfeil zurück, wenn man eine Ente getroffen hat. Unrealistischerweise bekommt man zwei zurück, wenn man mit einem Schuss zwei Enten abgeschossen hat. Trifft die Ente auf ihrem Weg nach unten nämlich eine andere, wird diese mitgerissen und auch als Abschuss gezählt. Hat man alle Pfeile verschossen oder erreichen 40 Enten sicher die andere Seite, beginnt der nächste Abschnitt. Im zweiten Level benötigt man vier Enten für einen Friedensgegenstand, im dritten Level dann fünf.


Reiten I[Bearbeiten]

Hüüü-Hüpf!

Auf dem Weg nach Kane kommt es auf gutes Timing an. Der Marshall hat es so eilig, dass er nicht die Zeit hat um Büsche und Steine herumzureiten, sondern unbedingt darüberspringen muss, auch wenn es bisweilen weh tun kann. Einzelne Sträucher und Steine sollten kein Problem darstellen, nur wenn sie in Gruppen auftauchen, ist gutes Timing gefragt. Man kann die komplette Strecke mit der höchsten Geschwindigkeit hinter sich bringen. Die Hindernisse kommen in zwei verschiedenen Größen. In späteren Leveln unterscheidet sich die Aufgabe nicht vom ersten Level.


Shootout in Kane[Bearbeiten]

Nur sein Schatten war schneller ...

In Kane angekommen, muss sich Marshall McGraw mit Scharfschützen auseinandersetzen. Glücklicherweise hat N.A.S.T. wohl Budget-Probleme und musste in der Qualität der Attentäter Abstriche machen. Die Schützen sind gut versteckt und tauchen immer wieder kurz hinter Fenstern, Türen, Häusern, auf Dächern oder in Wagen auf. Mit dem Joystick bewegt man das Fadenkreuz auf und ab, bewegt man es nach rechts oder links, läuft Kane analog in diese Richtung. Bewegung ist hier das A und O. Am besten hält man sich nicht lange mit Schießen auf, sondern sieht zu, dass man zu seinem Ziel läuft, seinen Schuss abgibt und gleich wieder weiterläuft. Zwölf Scharfschützen müssen erledigt werden, eine Anzeige im unteren Bildschirmteil gibt an, wieviele man schon getroffen hat bzw. noch treffen muss. Ebenfalls dort befindet sich eine Anzeige, wieviele Schuss McGraw noch in seinem Colt hat. Zum Aufladen verlässt man den Bildschirm nach rechts. In späteren Leveln unterscheidet sich die Aufgabe nicht vom ersten Level.


Reiten II[Bearbeiten]

Nie sind se pünktlich, nur heute ...

Tja, der Zug ist abgefahren. In diesem Fall der nach Washington. McGraw muss sich sputen und ihn einholen, wenn nicht alles umsonst gewesen sein soll. Der Abschnitt läuft praktisch genau wie die erste Reitprüfung ab, allerdings - wie abwechslungsreich - in die andere Richtung. Am unteren Rand zeigt eine Anzeige an, wie viele Wagons man noch überholen muss, bis man die Lok eingeholt hat. Im ersten Level muss man 3 Wagons überholen, in Level 2 sind es schon sieben und in Level 3 dann ganze elf. Hat man es geschafft, startet man wieder mit 0 Leben beim Entenschießen, jetzt allerdings einen Level höher.


Steuerung[Bearbeiten]

Die Steuerung ist mehr als simpel. Der Joystick bewegt den Marshall bzw. sein Pferd (Spiele 2 + 4) oder das Fadenkreuz (Spiel 1) oder beides zusammen (Spiel 3). Mit dem Feuerknopf schießt man (Spiele 1 + 3) oder veranlasst den Gaul zum Springen (Spiele 2 + 4).

Lösung[Bearbeiten]

Cheats[Bearbeiten]

  • Die Version von "Commo Bam" besitzt folgende wählbare Cheatmodi: Unendlich Leben, unlimitierte Zeit, unlimitierte Pfeile und unlimitierte Munition.

Kritik[Bearbeiten]

Rockford: "Ein spaßiges und abwechslungsreiches Spiel, zudem sehr angenehm anzuschauen. Ein wenig nervig ist es, dass man die Reitpassagen auswendig lernen muss, um auf einen grünen Zweig zu kommen bzw. ihn zu vermeiden. 7 Punkte."

mombasajoe: "Für ein Budgetspiel ist Kane ein Titel mit erfreulich hoher Qualität. Getrübt wird das Gesamtbild jedoch durch nervige Reiteinlagen und die Tatsache, dass es außer der Reiterei eigentlich nur zwei sich sehr ähnelnde Minispiele gibt (Fadenkreuz vs. Flitzebogen). Nette Zwischeneinlage, mehr nicht. Noch 6 Punkte"

TheRyk: "Tja, bei Mastertronic bekam man was für sein weniges Geld, und zwar meistens so einen unausgegorenen Kram wie das vorliegende Spiel. Gute Ansätze und Ideen will ich gar nicht verleugnen. Aber viele Dinge sind wirklich schlecht gelöst, z.B. dass man beim Reiten eigentlich nach einem Sturz keine Chance hat den Level zu beenden, außer indem man von vorn anfängt. Man kann es gerade noch so als 'passabel' mit 4 Punkten durchwinken, merken muss man es sich aber wirklich nicht."

Equinoxe: "Zwei total verkorkste Reitpassagen und zwei billige Schießeinlagen haben nicht mehr als 2 von 10 Punkten verdient. Schrott auch für ein Budgetspiel."

Sonstiges[Bearbeiten]

Cover

Highscore[Bearbeiten]

Topscore von Rockford
  1. Rockford - 78.832 (23.05.2008)
  2. Equinoxe - 37.699 (29.05.2011)
  3. Werner - 11.167 (25.05.2008)
  4. TheRyk - 7.509 (23.03.2011)
  5. Keule - 3.330 (05.04.2015)

2. Platz von Equinoxe 3. Platz von Werner
2. Platz von Equinoxe 3. Platz von Werner


Weblinks[Bearbeiten]


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