OpenCBM

Aus C64-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

OpenCBM dient zur Ansteuerung von 1541/70/71/81-Diskettenlaufwerken, die über ein X-Kabel mit dem PC verbunden sind.

Das Softwarepaket besteht aus Linux-Kernelmodulen bzw. Windows-Treibern zur Hardwareerkennung und diversen kommandozeilen-orientierten Dienstprogrammen im Userspace, mit denen der Schreib-/Lese-Zugriff auf die Diskette im Laufwerk erfolgt.

Mit dem Emulator VICE können diese Dienstprogramme über eine GUI genutzt werden.

Nutzung über die Konsole[Bearbeiten]

  • Parameter - Parameter dienen der Übergabe von notwendigen Werten an den Konsolenbefehl, ohne die der Befehl nicht funktioniert. Wenn der Befehl aufgerufen wird, ohne einen notwendigen Parameter angegeben zu haben, wird ein entsprechender Hinweis ausgegeben, dass ein Parameter erforderlich ist.
  • Optionen - Die Optionen stellen eine Möglichkeiten dar, den Befehl mit sonst weglassbaren Werten in verschiedenen Varianten zu benutzen. Optionen werden derart angegeben, indem sie unmittelbar, dem Befehl folgend angeführt werden.
    Gewisse Optionen, die nicht direkt mit dem Befehl zu tun haben, sondern eine allgemeine Funktion haben, werden globale Optionen genannt. Um alle Parameter und Optionen eines Befehls anzeigen zu lassen, kann die globale Option --help verwendet werden.
  • Programm instcbm - installiert OpenCBM auf dem Rechner. Dabei wird unter Windows die Datei opencbm.dll in den Ordner System32 (bei 32-Bit-Betriebssystemen) bzw. SysWOW64 (bei 64-Bit-Betriebssystemen) kopiert. Außerdem wird die Datei OpenCBM.conf im jeweils zuvor verwendeten Ordner erstellt, in der nachträglich mittels eines Texteditors weitere Konfigurationen eingetragen werden können. Wenn das Kopieren dieser Dateien verhindern werden soll, dann kann instcbm mit der Option nocopy gestartet werden.
    Um ein XU1541 zu installieren, muss instcbm mit der Option xu1541 gestartet werden.
  • Programm c1541 - Ist kein direkter Bestandteil von OpenCBM, sondern als Zusatzprogramm beim Emulator VICE inkludiert. Dieser Befehl kann im Zusammenhang mit OpenCBM sinnvoll genutzt werden, da er ermöglicht, mit einem D64 Disk-Image zu interagieren. Um beispielsweise ein Disk-Image auszulesen, kann c1541 mit dem Pfad zum Disk-Image als Parameter und der Option -list gestartet werden. Wichtig sind dabei die Anführungsstriche vor und nach dem Pfad, da dies sonst zu einem Abbruch mit Ausgabe einer Fehlermeldung führt.


Hinweis zu USB[Bearbeiten]

OpenCBM unterstützt neben parallelen X-Kabeln auch per USB angeschlossene X-Adapter, wie z.B. das XU1541. Die dazu nötigen USB-Treiber, die an verschiedenen Stellen im Netz zum Download bereitgestellt sind, werden häufig von Handbuchtexten begleitet, die explizit erläutern, dass man unter einigen modernen Windows-Versionen: 1. die Treibersignierung beim Booten ausschalten muss, um sie zu installieren, 2. diesen Vorgang u.U. jedes mal wiederholen muss, wenn man den Adapter bzw. OpenCBM benutzen möchte. Das ist nur bedingt richtig.

Diese besagten USB-Treiber entstammen dem libUSB-Projekt und anfangs waren diese Treiber tatsächlich unsigniert. Die oben erwähnten gemeinhin mit OpenCBM/XU1541 bereitgestellten libUSB-Treiber sind scheinbar durchweg viele Jahre alt und nie geupdated worden (V0.1.12.1 scheint häufig zu sein) - neuere libUSB-Versionen sind seit V1.2.0.0 aus dem Jahr 2010 aber korrekt signiert. Wer den komplizierten Aufwand mit der Windows-Treibersignierung also umgehen möchte, sollte sich beim libUSB-Projekt aktuelle Treiber besorgen, oder zu Hilfsprogrammen wie Zadig als komfortable One-Click-Solution greifen. Hat man die alten USB-Treiber durch aktuelle ersetzt, lassen sich solche USB-Adapter nach Belieben aus- und einstöpseln, wie man es von USB-Geräten gewohnt ist, und völlig normal benutzen - gefühlt sogar stabiler als mit den alten Treibern.


Hinweis zur Nutzung mit VICE[Bearbeiten]

Eigentlich sollte der Emulator VICE die Anwesenheit von OpenCBM selbst erkennen und "Real IEC" als Option unter Peripheral Settings -> Use IEC Device für Drucker und Laufwerke anbieten. Ab VICE Version 2.3 ist das aber scheinbar nicht mehr so ohne weiteres der Fall, diese Option scheint häufig zu fehlen. Unter Windows kann hier Abhilfe geschaffen werden, wenn man die Datei opencbm.dll aus dem installierten OpenCBM-Verzeichnis in das VICE-Verzeichnis kopiert, dann sollte diese Option auch in VICE V2.4 wieder verfügbar sein. Viel versprechen sollte man sich davon aber nicht - die Verbindung zum externen Laufwerk ist eher rudimentär und den erwartbaren Beschränkungen unterworfen (d.h. Floppy-Speeder und Nachladen und dergleichen funktionieren jeweils höchstwahrscheinlich wenig bis garnicht).


Für Linux kompilieren[Bearbeiten]

Siehe:


Weblinks[Bearbeiten]