Brotkasten Live

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Erstausgabe

In den Jahren 1994/95 erschien als Ableger der Computerzeitschrift "COMPUTER Flohmarkt" (CF) das Fanzine von Freax für Freax namens "Brotkasten Live", das sich als "Die neue Zeitschrift für den C64!" ausgab. Das Heft gab der bekannte Dipl.-Wirt.-Ing (FH) Thomas Eberle heraus, der auch die Computerzeitschriften zum Mitmachen wie "Computer Kontakt" (1983-1988), das "ATARImagazin" (1987-1989) und "Der PC Heimwerker" (1995/96) publizierte. Da die Finanzierung des Fanzine nur den Verkaufspreis erfolgte, lag dieser bei 7,80 DM. Der Informationsgehalt des Fanzine (Mischwort aus Fan und Magazin) war recht hoch. Das Fanzine wurde auf umweltfreundlichem Zeitungspapier im Halben Berliner Format (annähernd DIN A4) gedruckt und nur der Umschlag war farbig; und somit auch das Titelcover.

Anmerkung: Der Name Brotkasten ist die Spitznamenbezeichnung für die erste Baureihen des Commodore 64, da dieser so klobig und grau wie ein alter Brotkasten aussah.

Die Erstausgabe von "Brotkasten live" erschien Anfang des Jahres 1994 und die Zeitschrift erschien zweimonatlich. "Brotkasten Live" war nach dem bekannten Rubrikenverzeichnis aus dem "COMPUTER Flohmarkt" inhaltlich gegliedert, und zwar in die Bereiche News, Tests, Literatur, Spezialisten-Ecke (später unterteilt in Hardware- und Software-Spezialisten), (später auch: Praktiker berichten), Programmierer-Ecke, Listings, Anwendungen, Kontakte, Spiele-Tipps, Datenfernübertragung, Diskussion, Sonstiges, Der C128 und Der C16/116/Plus4. Die Seitenanzahl lag zwischen 60 bis 100 Seiten. Die Beiträge (Informationen, Fragen, Antworten) wurden komplett von den Lesern gestaltet und waren deshalb qualitativ höchst unterschiedlich. Da keine redaktionelle Prüfung stattfand, schlichen sich gelegentlich auch Fehlinformationen ein, ähnlich wie vorher schon im CF. Die Texte konnten als DIN A4-Blätter (lesbarer Schreibmaschinentext), Diskette, per Mailbox oder E-Mail als ASCII-Text eingesandt werden. Die Leser nutzen damals schon zum Kennzeichnen Ihrer Beiträge Nicknames. Das taten auch die verantwortlichen (Chef)redakteure Ludwig Rotstift (Thomas Eberle) und Kangaroo MusiQue of HJT.

Da die Texte für den Brotkasten Live nicht nur auf den Coupons, sondern auch auf 5.25"-Disketten im "C64-Format" eingereicht wurden, gab es in der Redaktion das Problem, diese Dateien vom C64 auf den PC zu übertragen. Hier wurde ein Amstrad CPC 6128 plus als "Zwischenweg" benutzt, der in der Redaktion auch für andere Text-Konvertierungsaufgaben eingesetzt wurde. Die CPC-Gruppe "Inicron" entwickelte für den Verlag den "Nibble Streamer", eine kleine Hardware, welche am User-Port des C64 und dem Drucker- und Joystick-Port des CPC angeschlossen wurde und mit einer eigens entwickelten Übertragungssoftware die Dateien von C64-Disketten und deren Dateien in ein CPC-Format wandelte, welches dann mit der Software 22DISK am PC gelesen werden konnte. Der Textkonverter-CPC ist - etwas nachcoloriert - immer noch im Einsatz bei Kangaroo MusiQue.

Versuchweise wollte man in der zweiten Ausgabe auch die Computersysteme Amstrad CPC, Joyce, Apple II, Archimedes, Atari XL/XE/ST, Taschenrechner, Amiga, Spectrum, ZX81, Sinclair QL, TI, und MSX integrieren, um wohl einen monatlichen "COMPUTER Flohmarkt" erscheinen zu lassen. Dies ließen die C64/128-Leser aber nicht zu und so flogen diese in der 3. Ausgabe wieder raus. Mit der Ausgabe 01/1995 wurde die "Brotkasten Live" wieder im "COMPUTER Flohmarkt" integriert und die Zeitschrift verschwand damit nach nur 5 Ausgaben wieder aus den Regalen.

Links[Bearbeiten]

Brotkasten Live bei Kultboy.com (Cover)