Externe Schnittstelle

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Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Externe Schnittstelle verbindet ein Computersystem außerhalb des Gehäuses mit einem passenden Schnittstellen-Kabel oder einem -Adapter mit einem oder mehreren externen Peripherie-Geräten. Die externe Schnittstelle kannn sich entweder direkt am Computergehäuse oder Peripherie-Gerät befinden oder diese befinden sich mit Hilfe eines Schnittstellen-Adapters bzw. Interface ebenfalls außerhalb; beispielsweise an einem externen Steckmodul oder fest in der Mitte des Schnittstellenkabels eingebaut.

Ein C64 mit den externen Schnittstellen auf der Rückseite.

Der C64 hat folgende eingebaute externe Schnittstellen am Gehäuse, die sich vorwiegend auf der Rückseite des Gehäuses befinden:

  1. Expansionsport auch Memory Port oder Modulsteckplatz genannt.
  2. Antennenbuchse
  3. Audio-/Videobuchse
  4. Serielle Schnittstelle
  5. Kassettenport
  6. Userport
  7. Zwei Controlports oder Joystickports an der rechten Seite.

Weitere benötigte Schnittstellen lassen sich mithilfe externer Steckkarten oder -module über den Expansionsport oder Userport einfach nachrüsten.

Externe Schnittstellen für Drucker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Drucker wurde üblicherweise per IEC-Bus an den C64 angeschlossen. Jedoch verfügte nicht jeder Drucker über diese Schnittstelle bzw. nur solche Modelle, die für den Commodore-Markt ausgerichtet waren. Allerdings hatten fast alle Drucker ein sogenanntes Centronics Interface, das damals als Quasistandard galt.

Um diese Drucker anzuschließen, gab es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

  1. Über Parallelkabel am Userport. Dies musste allerdings von der Software unterstützt werden, was die Einsatzmöglichkeiten einschränkte. Eventuell war die parallele Nutzung des Userports über entsprechende Mehrfachadapter und Stecker mit durchgeschleiften Kontakten (typischerweise bei Floppy-Speeder mit Parallelkabel) möglich.
  2. Verbreiteter, wenn auch langsamer und teurer war der Einsatz von Adapter, die Drucker an die serielle Schnittstelle anbinden. Diese waren entweder intern im Drucker integriert (bei Star und Epson) oder als externe Schnittstellen/Adapter ausgebildet, auf welche sich die folgende Übersicht bezieht.

Übersicht der Hersteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab viele Hersteller bzw. Modelle zum Beispiel:

  • Blue Chip Electronics
  • CardCo
  • DELA
  • EDOTRONIK PCB C128 INTERFACE
  • Merlin Face C+
  • Micrografix MW350
  • Print64
  • RKT Printerface
  • Telesys Turboprint GT
  • Wiesemann&Theis 92000, 92000/G, 92008, 92008/G
  • Xetec Graphics Printer Interface, Super Graphix Interface, Super Graphix Interface Gold

Hinweis: In den damaligen Computerzeitschriften wie 64'er und andere gab es auch Anleitungen zum Selbstbau eines Druckerinterfaces.

Die Interfaces unterschieden sich in Ausstattung und Features. Charakteristisch waren etwa die Größe des internen Pufferspeichers (sofern vorhanden) oder die unterstützten Signale der Centronics-Schnittstelle.
Grundsätzlich wurden Funktionen je nach Hersteller verschieden gesteuert, z. B. über Sekundäradressen. Diese unterschieden sich auch. Wenn die Druckausgabe ein Programm also mit verschiedenen Interfaces funktionieren soll, muss es gegebenenfalls angepasst werden.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Bildern sind einige Interfaces zu sehen:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]