Intel

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Intel Corporation
Logo von Intel
Gründungsdatum 1968
Schließungsdatum
Unternehmenssitz Santa Clara, Kalifornien (USA)
Unternehmensleitung
Anzahl Mitarbeiter 35.800 (2007)
Mitarbeiter (Auswahl) Gordon E. Moore, Robert Noyce
Umsatz 35.127 Mrd US Dollar (2009)
Branche Hardware
Website http://www.intel.com
Information


Die Firma Intel Corporation (englische Abkürzung aus Integrated electronics) ist ein US-amerikanischer Halbleiterhersteller mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Sie wurde 1968 von den beiden Mitarbeitern Gordon E. Moore und Robert Noyce der Firma Fairchild Semiconductor gegründet. Intel ist vor allem als Hersteller von Mikroprozessoren im PC-Bereich bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

In den Anfängen der Firma Intel wurde zunächst der Verarbeitungsprozess für die Herstellung von Halbleitern aus Silizium entwickelt. Die ersten Produkte der Firma waren Arbeitsspeicher wie 1969 der bipolare 64-Bit-Schottky-RAM namens "Intel 3101" und der erste SRAM-Chip "Intel 1103".

Laut Intel wurde am 15.11.1971 der 4-Bit-Prozessor "Intel 4004" als erster Mirkoprozessor der Welt vorgestellt, der im Auftrag des japanischen Unternehmen Nippon Calculating Machine Corporation für einen digitalen Taschenrechner entwickelt wurde. Es folgte 1972 der 8-Bit-Mikroprozessor "Intel 8008" und 1974 der "Intel 8080". Kurz darauf tauchen auch die Konkurrenten mit eigenen 8-Bit-Prozessoren auf dem Markt auf: Motorola mit dem 6800, MOS Technology mit dem 6502 und Zilog mit dem Z80. Auf Basis dieser Prozessoren tauchen die ersten Computer für private Anwender auf. Zuerst Einplatinensysteme wie der KIM-1 und später bildschirmbasierte Systeme wie der Apple II oder der PET von Commodore. Das führt fast zur Verdrängung des 8080 und damit Intel in diesem Bereich, während im Business-Bereich dank des Betriebssystems CP/M der 8080, wenn auch langsam von Zilogs Nachbau beträngt, etabliert war.
Hier fängt auch der Aufstieg der Firma Microsoft an, denn sie liefern für fast alle Maschinen die Programmiersprache Basic.

Einen weiteren Erfolg konnte Intel im Jahr 1975 mit dem ersten DRAM-Chip namens "Intel 1103" erzielen.

Im Jahr 1978 wurde der Mirkoprozessor "Intel 8080" auf 16-bit erweitert und als "Intel 8086" vermarktet. Im Jahr 1979 erschien der etwas abgespeckte "Intel 8088", der in die ersten IBM-PC eingebaut wurde. Der Vorteil des "Intel 8088" war, dass die CPU intern mit 16-Bit arbeitete, aber extern nur mit 8-Bit, sodass die restlichen elektronischen Komponenten aus dem 8-Bit-Bereich weiter genutzt werden konnten. Der Nachteil war allerdings, dass der "Intel 8088" genau so langsam arbeitete wie herkömmliche 8-Bit-Prozessoren. Es folgten in den 1980er Jahren der Intel 80186, 80188, 80286, 80386 und 80486. Wegen der Länge der Bezeichnung werden sie abgekürzt und als "i186", "i286",... oder auch als 286er, 386er, usw. bezeichnet.

Da sich Produktnamen in Form von Zahlenkürzeln sich nicht als Warenzeichen schützen ließen, gab es von anderen Prozessorherstellern wie Cyrix, AMD und IBM ähnlich klingende, aber billigere und kompatible Nachbauten. Daher bekam in den 1990er Jahren der "Intel 80586" den Prozessornamen "Pentium", der markenrechtlich geschützt werden konnte.

Ab dem "i386" besitzt der Prozessor 32-Bit und ab dem Pentium sogar 64-Bit als externe Busbreite. Weiterhin nahm bei der Weiterentwicklung der Mikroprozessoren konsequent die Anzahl der vorhandenen Transistoren in den Prozessoren und die Taktzahl in MHz zu. Den Zusammenhang zwischen der Zunahme der Transistoren erkannte Gordon Moore relativ früh (im Jahr 1965) und formulierte daraus das Moorsche Gesetz: "Die Anzahl der Transistoren auf einem integrierten Schaltkreis (z.B. Prozessor) mit minimalen Komponentenkosten lässt sich etwa alle 24 Monate verdoppeln." Die Zeitspanne von 24 Monaten war ursprünglich mit nur 12 Monate (also 1 Jahr) angesetzt und wurde erst 1975 von Moore erhöht.

Während bis Mitte der 1980er Jahre das Kerngeschäft von Intel DRAMs waren, wurde durch die wachsende Konkurrenz von japanischen Halbleiterherstellern ab etwa 1983 das Kerngeschäft zu den Mikroprozessoren umorientiert. Dies auch deswegen, weil der Erfolg des PCs von IBM und dessen Kompatiblen und der hohe Bedarf von Mikroprozessoren der Reihe x86 gewinnträchtiger war.

1988 fing der Wettlauf der Prozessorhersteller an, als AMD mit einem weiterentwickelten 80286 mit 25 MHz auf den Markt brachte, der fast so schnell wie 80386 von Intel war. Daraufhin musste Intel die Preise für den 80386 senken und führte das Logo "Intel inside" ein.
Cyrix trat 1992 auf der Bühne auf und kam wie AMD auch mit einer schnelleren Version des 386er auf den Markt, was wiederum Intel zur Preiskorrektur bei seinen 80486 zwang. Auch Intel fing nun an, seine Prozessoren mit Zusätzen zu versehen, um die Geschwindigkeitssteigerung anzuzeigen wie z.B. beim "Intel 80486DX2".

Der "Intel 80486" war der erste Prozessor, in den der mathematische Coporozessor und ein Zwischenspeicher (Cache) integriert waren. Bis dahin, musste man die Coprozessoren noch separat erwerben, falls sie nicht auf den Motherboards schon verbaut waren. Auch der Cache-Speicher war bis dahin noch ausgelagert, jedoch meist nicht veränderbar, da er direkt auf die Motherboards aufgelötet war. Lediglich das sogenannte Dirty-Tag-RAM war nicht integriert und konnte optional ergänzt werden, womit der interne Cache statt Write-Through auch den schnelleren Write-Back-Modus ermöglichte. Motherboard-Hersteller ließen diese Chips gerne aus Kostengründen weg oder es wurden Placebo-Chips (ohne tatsächliche RAM-Funktion) verbaut.

Einen ersten Rückschlag muss Intel 1994 hinnehmen, als sich ein Produktionsfehler einschlich. Die damals neuen Pentium 100 lieferten unter bestimmten Umständen ein falsches Rechenergebnis aufgrund eines Fehlers im integrierten mathematischen Coprozessor. Zahlreiche Pentium 100 konnten bzw. mussten umgetauscht werden.
Der zweite Rückschlag erfolgte nur ein Jahr später, als sich der Pentium Pro als Flop herausstellte. Microsoft brachte in diesem Jahr sein Windows 95 auf den Markt. Dieses nutzte jedoch noch die Befehle des alten 8086 und vertrug sich somit nicht sonderlich gut mit dem Pentium Pro bzw. konnte dessen Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Windows 95 lief auf normalen Pentium einfach sehr viel schneller und stabiler.
Die dritte Schlappe folgte dann in den Jahren 1996 und 1997, als Cyrix und AMD mit ihren Prozessoren die Intel-Modelle in der Leistung überflügelten. Vor allem bei Spielen und Multimedia-Anwendungen waren die Konkurrenten preislich besser und schneller. Einzig und allein der Office-Bereich konnte noch von den Pentium-Modellen angeführt werden, zumindest was die Rechenleistung anging.

Chronologie der Prozessoren[Bearbeiten]

  • 1971: 4004 | 4 Bit | 0,1 MHz
  • 1974: 8080 | 8/8 Bit | 2,0 MHz
  • 1978: 8086 | 16/16 Bit | 4,77 MHz
  • 1979: 8088 | 16/8 Bit | 4,77 MHz
  • 1982: 80286 | 16/16 Bit | 8 MHz
  • 1985: 80386 | 32/32 Bit | 16 MHz
  • 1989: 80486 | 32/32 Bit | 25 MHz, 33 MHz
  • 1992: 80486DX2 | 32/32 Bit | 66 MHz
  • 1993: Pentium | 32/64 Bit | 60 MHz
  • 1994: Pentium 100 | 32/64 Bit | 100 MHz
  • 1995: Pentium 133 | 32/64 Bit | 133 MHz
  • 1995: Pentium Pro | 32/64 Bit | 200 MHz
  • 1996: Pentium 200 | 32/64 Bit | 200 MHz
  • 1997: Pentium MMX | 32/64 Bit | 233 MHz
  • 1997: Pentium II | 32/64 Bit | 300 MHz
  • 1998: Celeron | 32/64 Bit | 300 MHz
  • 1999: Pentium III | 32/64 Bit | 1000 MHz

Links[Bearbeiten]

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