Master System

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Master System
Sega Master System
Typ: Konsole
Hersteller: SEGA
Neupreis:  ? ¥ (Oktober 1985)
? € (August 1987)
? DM (August 1987)
200,00 $ (Juni 1986)
Erscheinungsjahr: 1985
Produktionsende: 1996
Prozessor: Z80 (PAL/SECAM: 3,55 MHz, NTSC: 3,58 MHz)
Speicher: 8 KByte RAM
RAM-Erweiterung über Spiel-Cartridge möglich

Die Videospielkonsole SEGA Master System von SEGA wurde von 1985 bis 1996 produziert und etwa 13 Millionen mal weltweit verkauft.

Das Master System verwendet einem Z80-Prozessor von Zilog und gehört somit zu den 8-Bit-Konsolen. Die Konsole konnte im Extremfall 64 Sprites gleichzeitig darstellen und bis zu 32 Farben gleichzeitig aus zwei Paletten von 64 Farben nutzen. Dabei waren die Paletten für den Hintergrund und die Sprites getrennt. Mithilfe von Programmiertricks konnte man auch 64 Farben gleichzeitig darstellen. 1990 erschien die neue Version der Konsole, das SEGA Master System II. Das neue Model hatte keinen Card-Slot mehr, somit konnte auch die 3D-Shutter-Brille nicht mehr angeschlossen werden. Auch Videoausgang, Expansion Port und Reset-Knopf wurden eingespart. Module und Konsolen waren von Beginn an mit einem Regionalcode versehen, um die Nutzung günstiger Importspiele zu verhindern.

Die Joypads besaßen zwei Feuerknöpfe und waren zu Commodore-Joysticks voll kompatibel. Andersrum ließen sich aber kaum Spiele am Master System mit gewöhnlichen Joysticks spielen, da die meisten nur mit zwei unabhängigen Feuerknöpfen bedienbar waren. Der Anschluss eines Mega-Drive-Controllers an ein Master System kann sogar zu Hardwareschäden führen.

Als Datenträger dienten Module. Dabei kamen anfangs zwei unterschiedliche Arten von Module zum Einsatz, die Card und Cartridge genannt wurden. Für deutsche Kunden bedeutete dies Ende der 1980er Jahre einen Preisunterschied von durchschnittlich 10 DM, denn die Steckkarten waren billiger. Sie hatten aber nur eine Kapazität von 32KBit. Schon bevor das Sega Master System II erschien, wurden keine Cards mehr produziert.

Die erste Version des Master Systems wurde in Deutschland zusammen mit dem weltweiten Launchtitel Hang On als Card verkauft. Später war das Motorad-Rennspiel gleich direkt in die Konsole eingebaut. Mit der Zeit wurde Hang On dann gegen andere Spiele getauscht. Sehr beliebt war beispielsweise die Kombination mit Alex Kid in Miracle World. Dieses Spiel war auch das insgesamt erfolgreichste auf dem Master System.

Zubehör konnte, wie bei fast jeder Konsole, hinzugekauft werden. Die Sega Light Phaser, eine Lightgun war ein deutlich größerer Erfolg als das Konkurrenzprodukt für das NES. Die Light Phaser kann auch umgebaut werden, und dann als Lightgun für den C64 genutzt werden. Ein Arcade-Joystick fand im Allgemeinen weniger Wohlgefallen bei den Spielern, als die ohnehin mit der Konsole mitgelieferten Joypads. Als schlechten Witz empfanden viele Kunden eine 3D-Shutter-Brille. Der räumliche Effekt war minimal und das Flackern des Bildes nahezu unerträglich. Zudem machte SEGA einen großen Fehler bei der Vermarktung der Brille. Der Launchtitel zur Shutter-Brille ließ sich nur mit der Light Phaser spielen. Somit schränkte man den Kreis potientieller Käufer gleich im Vorfeld drastisch ein. Hinzu kam noch, dass dieses Spiel mit Namen Missile Defense 3D von der Fachpresse und Kunden mieserable Kritiken erhielt. Die Brille wurde am Card-Slot angeschlossen und war somit nur an der ersten Version des Sega Master Systems nutzbar.

In Brasilien hatte das Master System eine große Fangemeinde und wurde inoffiziell auch nach 1996 noch jahrelang weiterproduziert.

Es gibt Emulatoren für das SEGA Master System, beispielsweise Mekaw oder Massage für Windows-Systeme.


Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Sega Master System
WP-W11.png Wikipedia: Sega Master System Sprache:english