NUFLI

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Die Demogruppe Crest zeigte in der Diashow Crest Slide Story im Jahre 2010 eine Menge bekannter IFLI-Bilder, die plötzlich überhaupt nicht mehr flackerten, und läuteten damit eine Revolution ein. Sie hatten das NUFLI-Format entwickelt, welches volle 320×200 Bildpunkte bei weit mehr Farben pro Kachel als Standard-Hires beherrscht und damit IFLI weitgehend überflüssig macht. Allerdings mussten die IFLI-Bilder nach dem Umwandeln in NUFLI teils noch stark nachbearbeitet werden, da die Einschränkungen bei der Farbwahl größer sind als bei IFLI.

Beschreibung[Bearbeiten]

NUFLI basiert auf einem AFLI mit FLI in jeder zweiten (geraden) Zeile plus einer Ebene aus Sprites, ist also prinzipiell eine Erweiterung von UFLI (Underlayed FLI), wobei die Farben der Sprites aber jede zweite (ungerade) Zeile geändert werden können. Die sechs Hires-Sprites unter der Grafik sind doppelt breit und können daher 24*2*6 = 8*36 Bits, d.h. 36 Kacheln (4 bis 39) überdecken. In diesem Bereich gibt es somit drei Ebenen: ganz unten bzw. oben die nicht gesetzten bzw. gesetzten Bits der Grafik, dazwischen die gesetzten Sprite-Bits. Die letzte Kachel (40) ist reines AFLI.

In NUFLI lässt sich auch der Bereich des FLI-Bugs für das Bild nutzen. Hier sind zwei Sprites unter die Grafik gelegt, ein Multicolor-Sprite (Farben 1 bis 3) und darüber ein Hires-Sprite (Farbe 4). Alle vier Farben können geändert werden. Fünf Änderungen sind maximal möglich in jeder geraden Rasterzeile, eine in jeder ungeraden. Wenn weniger Farb-Änderungen bei den sechs Hires-Sprites in der Grafik vorgenommen werden, sind mehr bei den Sprites im Bereich des FLI-Bug möglich, dafür werden dann ungenutzte Registerschreibzugriffe genommen. Von den 8 Rasterzeilen einer Kachel sind hier tatsächlich nur 6 hellgrau, 2 dagegen normale Hires-Bitmap. Die drei Kacheln im Bereich des FLI-Bug können damit maximal 5 bis 6 Farben enthalten.

Ein Multiplexer sorgt dafür, dass genug Sprites erzeugt werden, um die ganze Grafik - mit Ausnahme der letzten Kachel-Spalte - überdecken zu können.

Erstellung von NUFLI-Bildern[Bearbeiten]

NUFLI lässt beim Betrachter den Eindruck entstehen, trotz Hires-Auflösung könne man die Pixelfarben relativ frei wählen. Bei Nuvies wird dieser Eindruck verstärkt, da man durch die schnelle Bildabfolge ein Einzelbild nicht in Ruhe betrachten kann. Erst wenn man selbst versucht, NUFLI-Bilder zu erstellen, stößt man an die Grenzen dieses Formats. Der exzellente NUFLI-Konverter Mufflon liefert zwar hervorragende Resultate beim Wandeln von Truecolor-Bildern, im Ergebnis sieht man jedoch je nach Motiv an einigen Stellen Streifen-Artefakte, durch die schnell sichtbar wird, wo Kachelgrenzen liegen. Hat man ein "handgepixeltes" Bild, können beim Konvertieren aufgrund der Restriktionen Elemente verschwinden oder eine ganz andere Farbe bekommen. Es ist also, um ein gutes NUFLI-Bild zu erzeugen, meist eine Menge Arbeit nötig. In der Regel erstellt man das Bild zunächst auf einer "größeren" Plattform (z.B. PC) und erzeugt dann mit dem Mufflon das NUFLI-Bild. Dieser zeigt in einer "Errormap", bei welchen Pixeln er aufgrund der NUFLI-Limitierungen Änderungen vornehmen musste. Auf Basis dieser Information kann man sein Bild angleichen und erneut konvertieren. Zum Schluss wird mit dem NUFLI-Editor auf dem C64 dann die pixelweise Feinarbeit vorgenommen. Ähnlich wie z.B. mit Hires-Editoren am C64 kann man damit aber auch ein komplettes Bild pixelweise erstellen - da alle Restriktionen sofort aktiv sind, kann man diese direkt berücksichtigen und so sein Motiv perfekt anpassen.

Ein Gitter-Bild, das Veto für den Grafik-Editor Timanthes erstellt hat, macht die Bereiche für den FLI-Bug, die Sprite-Lagen und die AFLI-Spalte sichtbar. Als Layer genutzt hilft es, die Farblimitierungen des NUFLI-Formats beim Bearbeiten eines zu konvertierenden Bildes am PC zu berücksichtigen.

NUFLI-Bilder & -Editor[Bearbeiten]


Heraklionrelease von Crest und Carrion (2009)
Prague von Carrion (2009)




Hauptmenü des NUFLI-Editor V1.11 der Demogruppe Crest (2010)
Das Demo-NUFLI-Bild aus dem NUFLI-Editor V1.11



Weblinks[Bearbeiten]