GoDot

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GoDot
Startbildschirm von GoDot
Entwickler Arndt Dettke (Programmierung)
Wolfgang Kling (Grafikalgorithmen)
Verleger zunächst: Performance Peripherals Europe, CMD (USA), Commodore Scene (UK)
heute: Freeware
Release 1991 bis heute
Plattform(en) C64, SuperCPU
Genre Bildbearbeitung
Steuerung Icon maus.png Icon joystick.png Icon tastatur.png (alle gleichzeitig)
Medien Icon disk525 3.png Vollversion (beidseitig)
Icon disk525 1.png "Tiny GoDot"
Sprache(n) Programm Sprache:englisch, Handbuch Sprache:deutsch Sprache:englisch, Websupport Sprache:deutsch Sprache:englisch
Information Unterstützt Speichererweiterung
(unterstützt REU, Pagefox-RAM und VDC 64K)
Listing des Monats 7/1993 in der 64'er

GoDot ist ein sogenanntes Bildbearbeitungsprogramm. Programme dieser Art dienen dazu, fertige Bilder (aus Malprogrammen, von Scannern, von Videodigitizern, von anderen Computerplattformen) weiterzuverarbeiten. Weiterverarbeitung bedeutet, dass aus einem Ausgangsbild mithilfe bestimmter Algorithmen ein neues Bild errechnet wird, das andere Eigenschaften aufweist als das Ursprungsbild. Beispiele dafür sind

  • Konvertierung von einem Grafikmodus in einen anderen
  • Konvertierung von einem Speicherformat in ein anderes
  • Veränderung eines Bildes, um
    • es optisch zu verbessern
    • es zu verfremden
    • die Anzahl der enthaltenen Farben zu erhöhen oder zu vermindern
    • störende Bildteile zu entfernen
    • neue Bildteile hinzuzufügen
  • Vorbereitung von Bildern zur Ausgabe auf andere Geräte (wie Drucker)


Beschreibung[Bearbeiten]

Damit GoDot alle diese Tätigkeiten überhaupt übernehmen kann, verwandelt es die zu bearbeitenden Bilder beim Einlesen in ein eigenes, besonderes Format, das die Grafikbeschränkungen des C64 umgeht, indem es jeden einzelnen Bildpunkt unabhängig von allen anderen abspeichert (True Hires). Jeder Bildpunkt (Pixel) im Bildspeicher GoDots wird als einzelner 4-Bitwert abgespeichert und kann einzeln beeinflusst werden (4Bit-Format). Dabei interpretiert GoDot diese vier Bits je nach Anwendungszweck als C64-Farbe (16 verschiedene Farben) oder als eine von 16 Graustufen. Die Bildanzeige GoDots ist voreingestellt auf den Multicolor-Modus des C64.

Der Hauptbildschirm von GoDot

GoDot ist ein mausgesteuertes Programm (Maus 1351) mit einer (konfigurierbaren) grafischen Benutzeroberfäche (GUI), die zeichensatzbasiert ist. Der Mauszeiger lässt sich auch mit einem Joystick oder von der Tastatur aus bewegen. Das Programm ist dafür ausgelegt, Speichergeräte mit möglichst viel Kapazität und Geschwindigkeitsvorteil zu nutzen (REU, RAMLink, CMD-HD, CMD-FD). Darüber hinaus kann es Geräte einbinden, die zusätzlichen Speicherplatz aufweisen, diesen aber normalerweise anders verwenden (VDC des C128, Pagefox).

GoDot war das letzte und am höchsten dotierte Programm des Monats der Vollversion des Computermagazins 64'er und erschien im Heft 7/1993. Die Arbeit an GoDot begann im Jahr 1991, als Wolfgang Kling, damals Amiga-Nutzer mit einem Faible für das Amiga-Bildbearbeitungsprogramm Art Department Professional (ADPro), Arndt Dettke ansprach, ob er in der Lage sei, bestimmte Algorithmen zur Bearbeitung von Grafik in Maschinensprache zu codieren und dazu eine ADPro-ähnliche Bedienoberfläche zu entwickeln. GoDot wurde modular konzipiert und wird aus diesem Grunde bis heute von Arndt Dettke weiterentwickelt.

Features[Bearbeiten]

Konvertieren von einem Grafikmodus in einen anderen[Bearbeiten]

Hires nach Multicolor[Bearbeiten]

GoDot kann etwas, was kein anderes Programm ähnlich gut beherrscht: Bilder von Hires (ein Grafikmodus mit starken Farbeinschränkungen) mit nur wenigen oder gar keinen Qualitätseinbußen nach Multicolor (ein Grafikmodus mit mehr Farbmöglichkeiten, aber nur halber Auflösung) wandeln.

Multicolor nach Hires[Bearbeiten]

Auch umgekehrt – von Farbe nach monochrom – kann GoDot mehr als nur die Bitmap ohne Farbe darstellen. Es entstehen echte Konversionen, bei denen die Herkunft von einem Multicolor-Bild nicht erkennbar ist (die also ohne die sonst üblichen senkrechten Doppelpixelstreifen auskommen). Bei der Umsetzung von Farben in monochrome Muster bietet GoDot vielfältige Auswahlmöglichkeiten, bis hin zu Fehlerverteilungsverfahren (s. Dithering).

C64-Multicolorbild gewandelt nach Hires monochrom


Nach IFLI[Bearbeiten]

Der IFLI-Grafikmodus erlaubt (bei entsprechender Vorbereitung) zweierlei Dinge auf einem C64:

a) Man kann vielfarbige Bilder in einer Auflösung von 320×200 Pixel anzeigen, so als ob es Hiresbilder wären. Wenn GoDot JPG-Bilder einliest, werden sie in diese Form konvertiert (linkes Beispielbild). Man kann aber auch auf dem C64 selbst Hiresbilder mit mehr als zwei Farben pro Kachel erzeugen (mit IFLI-Editoren oder mit GoDot), das mittlere Beispiel zeigt ein Hiresbild in fünf (C64-) Graustufen.

b) Man hat viel mehr Farben zur Verfügung (statt der fest eingebauten 16 Farben nunmehr scheinbar bis zu 136 Farben). In diesem Fall funktioniert IFLI eher wie der Multicolor-Modus, wobei die unterschiedlichen Farbkombinationen innerhalb eines Multicolor-Doppelpixels die scheinbare (nur im Auge des Betrachters sichtbare) Farbvielfalt herstellen. GoDot verarbeitet hierfür GIF-Bilder und PCX-Bilder (mit 256 Farben), natürlich aber auch Bilder, die direkt auf dem C64 entstanden sind (mit den erwähnten IFLI-Editoren, Fun Painter II oder Gunpaint). (Rechtes Beispielbild)

Da IFLI sehr speicherintensiv ist, kann GoDot diesen Grafikmodus nicht direkt anzeigen, allerdings besitzt es eine ganze Reihe von Modulen, die IFLI unterstützen und Bilder dafür vorbereiten.

IFLI nach Multicolor[Bearbeiten]

Das Original. So liegt das IFLI-Bild im GoDot-Speicher.

Bei einer ganzen Reihe von GoDot-Modulen entstehen Bilddaten, die man besonders gut als IFLI-Bilder weiterverwenden kann (siehe großes Beispielbild). Sie lassen sich aber auch als beeindruckende Multicolor-Bilder interpretieren, wobei man zur Konversion mehrere Möglichkeiten zur Auswahl hat. Einige davon reduzieren die vorgegebenen Daten (die linken beiden Bilder in der Beispielgalerie unten) und andere versuchen durch Rasterung, die Konvertierungsverluste gering zu halten bzw. ganz zu vermeiden (das zeigen die rechten zwei Bilder).

Konvertieren von einem Speicherformat in ein anderes[Bearbeiten]

Zwischen zwei C64-Formaten[Bearbeiten]

Konvertieren zwischen zwei Formaten - egal welcher Art - ist einfach. Man lädt das Bild in einem Format in GoDots Datenspeicher und schreibt es im gewünschten anderen Format wieder auf die Diskette. Beachten muss man nur, dass Bilder, die in einen der C64-Standard-Grafikmodi (Hires, Multicolor) konvertiert werden sollen, vor dem Abspeichern einmal angezeigt (gerendert) werden müssen (in der Tabelle mit einem Stern gekennzeichnet). Die Liste der C64-Speicherformate, die GoDot einlesen kann, ist lang. Nicht alle dieser Formate lassen sich mit GoDot auch wieder abspeichern, die wichtigsten sind jedoch dabei. Hier eine Übersicht (Stand April 2006):

Programm laden speichern Programm laden speichern
GoDot x x AFLI x x
Amica Paint* x x Artist64* x -
Blazing Paddles* x - Hires Bitmap* x x
Multi Bitmap* x x CDU Paint* x -
Diashow Maker x - Doodle* x x
Doodle komprimiert* x x Drazpaint* x -
Drazlace x - FLI Designer x -
FLIP x x Fun Graphics Machine* x x
Fun Painter x x Gunpaint x x
geoPaint x x Giga CAD x x
Giga Paint* x x Hi-Eddi* x x
Hires Manager x x Image System* x x
Koala Painter* x x Koala komprimiert* x x
Loadstar SHP* x x Mandelbrot Construction Set x x
Magic Disk EMC x - Morph!64 x -
Newsroom x - OCP Art Studio* x x
Advanced OCP Art Studio* x x Paintbox* x -
Paint Magic* x - Scanntronik Printfox x x
Scanntronik Pagefox x x Printmaster x -
Printshop x - Runpaint* x x
Saracen Paint* x - Scanntronik Video Movie x x
Starpainter x x True Paint x -
VBM (ACE 128) x x Vidcom* x -
(XRay64) x x

Mit * gekennzeichnete Formate sind Bilder in Hires oder Multicolor.

Zwischen PC und C64[Bearbeiten]

Diese Aufstellung ist schon deutlich kürzer, aber man kommt mit diesen wenigen Formaten dank der Standards auf PC-Seite wunderbar aus. Auch hier gilt: Egal, was man in den Speicher geladen hat, man kann es im gewünschten Format zurückspeichern.

Format laden speichern Format laden speichern
Windows BMP - x Compuserve GIF x x
JPG x - PCX x x
EPS (PostScript) - x XRay64 x x
DPaint LBM x x

Zwischen Amiga und C64[Bearbeiten]

Das einzige bedeutende Amiga-Format heißt IFF. GoDot kann IFFs bis 4096 Farben lesen (HAM) und schreibt in der Normalqualität von 32 Farben.

Zwischen anderen Rechnern und dem C64[Bearbeiten]

Darüber hinaus hat GoDot "Schnittstellen" zum Atari (schwarz/weiß), zum Plus/4 (bis zu 121 Farben) und zum Sinclair ZX Spectrum (farbiges Hires):

Programm laden speichern Programm laden speichern
Degas PI3 (Atari) x - Pagesetter (Plus/4) x x
Botticelli (Plus/4) - x Sinclair ZX Spectrum SCR x -

Einlesen von Bildern von bildgebenden Geräten[Bearbeiten]

Scanner[Bearbeiten]

Es gab eine Firma, die sich das Scannen mit dem C64 so sehr auf die Fahnen geschrieben hatte, dass sie ihren Namen danach wählte: Scanntronik aus Zorneding bei München. Bot sie zunächst ein Gerät an, das man etwas umständlich auf dem Druckkopf eines Nadeldruckers befestigen musste (mit allerdings sehr sehenswerten Ergebnissen), gab es später einen speziell für den C64 angepassten Handscanner im Angebot, den „Handyscanner“. GoDot nutzt (ausschließlich) die maximale Auflösung dieses Scanners und liest Vorlagen bis zu einer Größe von 8 mal 5 cm ein. Die drei Beispiele zeigen die hohe Qualität der Ergebnisse. Algorithmusbedingt enthält die oberste Pixelzeile nach dem Einlesevorgang immer Daten, die u.U. beseitigt werden müssen.

Videodigitizer[Bearbeiten]

Insgesamt unterstützt GoDot fünf verschiedene Videodigitalisierer, einer davon existiert jedoch weltweit nur ein einziges Mal. Das wichtigste Gerät in dieser Liste stammt von der Firma Scanntronik aus Deutschland, der „Digifox“. Mit ihm (wie mit allen anderen) sind auch farbige Digitalisierungen möglich. Allerdings ist erst GoDot in der Lage, aus diesem Digitizer (und den Vorläufern des Digifox) Bilder mit bis zu 4096 Farben herauszuholen. Der Digifox beruht technisch auf zwei Geräten aus Österreich, die von der Firma Print-Technik entwickelt wurden. Beide können an GoDot angeschlossen werden und liefern ähnliche Bilder wie Digifox.

Beim vierten Digitizer handelt es sich um das in den Vereinigten Staaten ziemlich verbreitete „ComputerEyes“-Gerät (zweites Beispielbild von rechts). Das letzte (und vielversprechendste) Gerät in dieser Runde ist der Prototyp eines QuickCam-Digitizers, den die amerikanische C64-Hardwarebastlerin Vanessa Ezekowitz entwickelt hatte. Die QuickCam war von allen am besten steuerbar und lieferte die sauberste Bildqualität. GoDot hat alle von Vanessa vorgesehenen Features voll unterstützt. Leider musste sie die Entwicklung bereits vor Jahren einstellen, ohne jemals wirklich damit an die Öffentlichkeit getreten zu sein (letztes Bild).

Veränderung von Bildern[Bearbeiten]

Optische Verbesserung[Bearbeiten]

Eine erhöhte Bildqualität bei einem System mit 16 fest verdrahteten Farben wie beim C64 zu erreichen, ist ein etwas schwieriges Unterfangen. Bilder, die direkt mit C64-Malprogrammen entstanden sind, benötigen keine Unterstützung, im Normalfall sind sie optimal. Verbessern kann man am ehesten Bilder, die von einem anderen Computer oder einem bildgebenden Gerät stammen. Außerdem kann es vorteilhaft sein, C64-Bilder für andere Computer und bildgebende Geräte (wozu jetzt auch einmal Drucker gezählt werden sollen) vorzubereiten, so dass sie dort besser aussehen als auf dem Computer, auf dem sie entstanden sind. Solche Verbesserungen sind das Glätten grober Muster, das Entzerren schlecht oder falsch vorbearbeiteter Bilder, der Austausch von Mustern, wenn sie das Bild ungünstig beeinflussen, die Anhebung des Kontrasts bei flauen Bildern und das Beseitigen kleinerer (Automatisierungs-) Fehler, vor allem im Zusammenhang mit Multicolor.

Glätten

Links im Beispielbild das Original, ein GoDot-Scan in fünf Graustufen. Die rechte Hälfte zeigt, was GoDot daraus zu machen in der Lage ist. Da dies nicht auf dem Original-C64 angezeigt werden kann (16 echte Graustufen!), ist diese Version vor allem für die Ausgabe im Druck oder auf dem PC interessant. Die geglättete Version ist zugleich Vorlage für die beiden nächsten Möglichkeiten der optischen Verbesserung, Entzerren und mit neuem Muster versehen.

Zum Vergrößern: klicken
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Entzerren

Links die Vorlage, rechts das Bild nach der Bearbeitung durch GoDot. Der schwarze Balken zeigt, wie stark GoDot das Bild schrumpfen musste.

Vor allem aus Ländern mit NTSC-Videonorm (z.B. aus den USA) kommen Bilder, die oft irgendwie in die Breite gezogen wirken. Meistens handelt es sich um Scans, die in ein Hires-C64-Format (z.B. Doodle) konvertiert wurden. Ohne GoDot könnte man solche Bilder nicht unseren verwöhnten Augen anbieten.

Mit neuem Muster versehen

Wer sich das Bild rechts in der Vergrößerung anschaut, wird bemerken, dass die linke Seite ein gröberes Dithering aufweist als die rechte. Links handelt es sich um das Muster des amerikanischen ComputerEyes-Video-Digitizers. Das rechte stammt von GoDot.

Zum Vergrößern: klicken
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Kontrast verstärken

Bilder mit geringen Kontrastunterschieden wirken flau, wenig informativ und nicht besonders ansprechend. GoDot behebt den Mangel in solchen Bildern.

Links wiederum die sehr kontrastarme Vorlage, rechts das Bild mit angehobenem Kontrast.

Verfremdung[Bearbeiten]

GoDots Möglichkeiten, ein Bild so zu verändern, dass man mitunter gar nicht mehr erkennen kann, wie das Original dazu aussieht, sind beinahe unüberschaubar, vor allem, wenn man die zugehörigen Module auch noch miteinander kombiniert. Hier anhand von zwei Bildern einige (wenige) Beispiele dafür, was GoDot mit Bildern tun kann.

Das Original. Die Bilder unten sind daraus entstanden.

Beispiel 1 (Bilder verändern)

Die Ergebnisse unten zeigen, dass Bilder beliebig vergrößert (und natürlich auch verkleinert) werden können. Man kann Bilder in Umrisszeichnungen verwandeln, Ausschnitte in beliebiger Größe neu auf der Malfläche verteilen oder die Farben geometrisieren.

Das Original. Die Bilder unten sind daraus entstanden.

Beispiel 2 (Bilder verändern)

Diese Bildreihe beschäftigt sich mit den Farben in den Bildern. Farben können verstärkt, verändert, verworfen, zerstreut und anderweitig bearbeitet werden. Dadurch, dass man die Effekte aller GoDot-Module miteinander kombinieren kann, sind im Ergebnis ungeheuer viele Möglichkeiten denkbar. Experimentieren ist angesagt!

Änderung der Farbanzahl[Bearbeiten]

GoDot bietet sowohl Funktionen für das Erhöhen der Farbanzahl (also von Monochrom auf 16 Farben) als auch für das Herunterrechnen vieler Farben, seien es 16 Millionen (Truecolor, JPG) oder "nur" 256 Farben (GIF, PCX).

Erhöhen der Farbanzahl von Schwarz-Weiß auf 16-farbig.

Erhöhen der Farbanzahl von Schwarz-Weiß auf 16-farbig. Das ist sozusagen C64-eigenes Terrain.

Reduzieren der Farbanzahl von sehr vielen Farben (z.B. 16 Millionen) auf C64-Farben.

Reduzieren der Farbanzahl von sehr vielen Farben (z.B. 16 Millionen) auf C64-Farben. Das ist die Welt zwischen den Rechnern.

Komposition von Bildern[Bearbeiten]

In GoDot nennt man alle Bilder, die aus zwei oder mehr Komponenten zusammengesetzt sind, "Kompositionen". Komponenten sind ganze Bilder (also 40×25 Kacheln groß) oder Ausschnitte daraus, sogenannte "Clips" (mindestens 1×1 Kachel groß).

Komponenten lassen sich in GoDot überlagern (die eine deckt die andere ab), verschmelzen (die eine scheint - zumindest teilweise - durch die andere hindurch) oder anordnen (mehrfach neben- und übereinander darstellen). Jede dieser Bildbearbeitungstechniken kann jederzeit und beliebig oft angewandt werden. Das Überlagern wendet man sehr häufig bei Beschriftungen an, Verschmelzen und Anordnen dienen eher dazu, bestimmte Bereiche zu füllen.

Hier eine ganze Galerie von Beispielbildern (mehr Informationen durch Anklicken):

Beim Komponieren sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Druckausgabe[Bearbeiten]

Auf Schwarzweiß-(Nadel-)Druckern[Bearbeiten]

Alle ESC-P-kompatiblen 9- und 24-Nadeldrucker können unter GoDot zur Druckausgabe verwendet werden. Sie liefern nur eine Bildgröße, nämlich 215×141mm (eine halbe DIN-A4-Seite). Der 9-Nadeltreiber druckt in zwei Auflösungen (80 und 240 DPI), wobei die größere Auflösung nicht kleinere, sondern "nur" schwärzere Bilder liefert (gut für ausgenudelte Farbbänder).

Alle Druckertreiber lassen sich auf eine von drei Ausgabe-Interfaces einstellen: Wiesemann, Merlin C+ (kompatibel mit dem Super Graphix von Xetec) und einem Centronics-Kabel.

GoDot druckt auf alle ESC-P-kompatiblen Drucker


Auf Farbdruckern[Bearbeiten]

GoDot unterstützt die am weitesten verbreiteten Farbdrucker Hewlett-Packard (Deskjet), Canon (BJC) und Epson (Stylus). Außerdem gibt es einen Treiber für den Lexmark (Optra), der mit der HP-Druckersprache PCL arbeitet. Alle anderen Drucker, die mit diesen kompatibel sind, liefern gleiche oder ähnliche Ergebnisse, dazu gehören auch HP Laserjets (Laserdrucker). Über das EPS-Format (Encapsulated PostScript), das GoDot ebenfalls beherrscht, können darüber hinaus sogar Druckmaschinen bedient werden, sodass auch hier die gesamte Bandbreite der Ausgabegeräte von GoDot abgedeckt wird.

GoDot druckt in drei anwählbaren Größen: Tiny (alle Angaben in mm: 45×28 bei Canon, 54×33,5 bei HP), Norm (90×56 bei Canon, 108×67,5 bei HP) und Lrge (135×84 bei Canon, 162×101 bei HP). Die unterschiedlichen Größen zwischen Canon und HP rühren von deren Auflösung her, Canon druckt mit 360 DPI und HP mit 300 DPI, also mit geringerer Auflösung, was zu größeren Ausdrucken führt. Auf ein DIN-A4-Blatt passen daher 21 (Canon) bzw. 18 (HP) Tiny-Bilder, 8 (Canon) bzw. 3 (HP) Norm-Bilder und 3 (Canon) bzw. 2 (HP) Lrge-Bilder.

Ein Ausdruck GoDots auf einem HP-Drucker Drucken in Farbe ist unter GoDot ein beeindruckendes Vergnügen. Hier ein HP-Druck in Größe Tiny.

Auf Laserdruckern[Bearbeiten]

Wie schon unter dem Punkt "Auf Farbdruckern" erwähnt, ist GoDot in der Lage, auf PCL-sprachige Laserdrucker (alle HP-Laserjets) auszugeben. Per EPS-Export druckt es sogar auf Belichtungsmaschinen (PostScript Level II).

Ausstattung[Bearbeiten]

Darüber hinaus gibt es ein Programmierer-Handbuch mit den API-Aufrufen des GoDot-Kernels und vielen Tricks und Beispielen, wie ein Vorgang unter GoDot systemkonform codiert werden muss. Auf GoDots Support-Webseite (Link siehe unten) findet man (teilweise zusätzlich in Englisch) eine Beschreibung der meisten Module. Bei den Lader-Modulen kann man nachlesen, wie die einzelnen Dateien der verschiedenen Grafikformate aufgebaut sind.

Meinungen[Bearbeiten]

Jörn-E. Burkert im 64'er Magazin, 7/93:

Mit dem Programm "GoDot" setzen Arndt Dettke und Wolfgang Kling neue Maßstäbe in Sachen Bedienung und Leistungsfähigkeit auf dem C64. Die offene Architektur des Programms gibt GoDot gute Zukunftschancen.

Danny Tod (UK) in Commodore Scene 10, 8/00:

You don't have to be a brain surgeon to work out that I am very impressed with this software. GoDot has had a lot of thought put into it, and the program shows this by its actions. It is one program that I found so hard to fault, I had to ask everybody else what was wrong with it!

Todd Elliott (USA) in seinen Commodore Currents, 11/03:

Despite the graphical limitations of the Commodore 64, GoDot continues to surprise me with its color depth and its image processing abilities maximizing such color information. (...) I began to see the true benefits of image processing; that it marries the power of computers in manipulating the sheer volume of numbers which composes an image bitmap and the power of the human creative soul.

Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Bildbearbeitung
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