Stratego

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Stratego
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 85
Entwickler Carl Wade, Pete, Louise (gfx)
Firma Imagitec Design
Verleger Accolade
Musiker Barry Leitch
HVSC-Datei /Leitch_Barry/ Stratego.sid
Release 1991
Plattform(en) Amiga, Atari ST, C64, ZX Spectrum
Genre Board Game, Miscellaneous
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Icon Port2.pngIcon joystick.png
Medien Icon disk525.png Icon kassette.png
Sprache Sprache:englisch


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
6.69 Punkte bei 16 Stimmen (Rang 419).
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64er 7 Ausgabe 7/92
C64Games 6 14. Oktober 2005 - "gut" - 1505 downs
Lemon64 7,6 04. Januar 2011 - 8 votes
Kultboy.com 7,00 15. Oktober 2010 - 2 votes
ZZap64 76% Ausgabe 92/01
Play Time 35% Ausgabe 01/92

Beschreibung[Bearbeiten]

Stratego ist die C64-Umsetzung des bekannten Brettspiels. Ziel des Spiels ist es die gegnerische Flagge zu erobern. Beide Parteien haben die gleichen Spielsteine. Die höchste Figur beim Spiel ist der Marshal (1) und die niedrigste ist der Scout/Aufklärer (9). Die Regeln sind ganz einfach, es gewinnt die ranghöhere Spielfigur. Fordert zum Bespiel ein 3er-Rang einen 4er-Rang heraus, dann ist der Angreifer erfolgreich und erobert das Feld. Bei Ranggleichheit werden beide Figuren entfernt. Den Reiz des Spiels machen die Sondereinheiten aus: Bomben & der Spion. Die Bomben können nicht bewegt werden, besiegen aber alle ihr Feld betretenden Figuren bis auf den Miner (8). Der Spion ist allen Figuren unterlegen, kann jedoch wenn er den Marshal herausfordert diesen besiegen. Auch die Aufklärer (9) haben eine besondere Fähigkeit: Sie dürfen verikal oder horizontal beliebig viele Felder in einem Zug machen und sofort den Gegner herausfordern. Dadurch erfüllen Sie ihren Zweck, den der Aufklärung ;-).

Gestaltung[Bearbeiten]


...About ... Stratego...
... eine kurze Animation aus dem Spiel ...


Es wurden alle Farben des C64 eingesetzt. Sound und Musik untermalen das Spiel. Die Spielfiguren wurden als Zahlen von 1 bis 9 dargestellt. Nur die Bomben und die Flagge ist als Symbol zu sehen. Der Spion trägt die Bezeichnung "Spy".

Hinweise[Bearbeiten]

Figuren in hierarchischer Reihenfolge[Bearbeiten]

Wert Anzahl Name Bemerkung
1 Feldmarschall Nur durch Bomben und den Spion schlagbar
2 General
3 Oberst
4 Major
5 Hauptmann
6 Leutnant
7 Unteroffizier
Figuren mit Sonderfunktionen
8 Mineur Bombenentschärfer schlagen Bomben und alle anderen Sonderfiguren
9 Aufklärer Können in gerader Linie über das ganze Feld bis zur nächsten Figur ziehen
10 Spion Schwächste Figur, aber kann im Angriff den Feldmarschall schlagen
11 Bombe Unbeweglich, schlägt jeden Angreifer außer Mineure
12 Fahne Unbeweglich, wird von jedem geschlagen. Ihre Eroberung bedeutet den Sieg

Bedienung[Bearbeiten]

Die Spielfiguren werden bei gedrückter Feuer-Taste des Joysticks (Port 2) bewegt, vergleichbar mit dem Drag&Drop-Prinzip der Maus auf dem PC. Auf dem Zielfeld lässt man die Feuertaste einfach los. Wenn der Zug zulässig war, sollte die Figur dann dort abgesetzt werden. Sowohl die Aufstellung als auch das Ziehen der Figuren erfolgt nach diesem Schema. Bewegliche Figuren können jeweils vertikal oder horizontal ziehen, aber nicht diagonal. Der Scout kann mehr als ein Feld in der Vertikalen ODER Horizontalen ziehen, aber nicht kombiniert in einem Zug beides (dies liefe ja ggf. auf diagonal hinaus).

Menü-Übersicht[Bearbeiten]

Spielstufen in Stratego

Am oberen Rand befinden sich fünf Menüpunkte die weitere Untermenüs enthalten:

  • File
New Game: (Neues Spiel): Nach Abfrage Spielsteine reseten und neues Spiel beginnen
Use Setup: (Grundaufstellung verwenden): Eine der vorgegeben 13 Grundaufstellungen verwenden
Open: (Spiel laden): Spielstand von Diskette laden
Save: (Spiel speichern): Spielstand auf Diskette speichern.
Quit: Reset des Computers. Achtung, keine Sicherheitsabfrage!!
  • Edit
Undo Move: Den letzten Zug zurücknehmen
  • Game
Demo Game (Demospiel Computer gegen Computer) / Single Game (Einzelspiel) / Compaign (5 Spiele mit aufsteigenden Schwierigkeitsgrad)
Sergent / Major / Colonel / General / Marshal: Spielstärke des Computers (aufsteigend)
Standard Rules / Tournament Rules: Angreifer gewinnt bei gleicher Steinwertigkeit (Aggressor Advantage), Wertigkeit eines Steins wird nur bei einem Spionangriff aufgedeckt (Silent Defense), geschlagene Steine durch erreichen der rückwärtigen Linie des Gegners wiederherstellen (Rescue).
Preferences: Weitere Spieleinstellungen wie Spielerfarbe rot/blau (Player), geschlagene Steine nach Schlagzeitpunkt oder Wertigkeit anzeigen (Sort Pieces by), Aufklärer kann mehrere Felder ziehen und angreifen (Scout's Move), nach Sieg einer Figur auf den Platz des Gegners ziehen (If Defender wins),
  • Options
Instant Replay: Letzten Zug noch einmal ansehen
Start Game Over: Mit gleichen Einstellungen Spiel neu beginnen
Reveal all Pieces: Alle gegnerischen Steine aufdecken (durch diese Aktion wird das aktuelle Spiel als verloren gewertet)
Sounds: Sounds aus/einschalten
Messages: Nachrichten über ungültige Züge aus/einschalten
Drag Moves: Wenn nicht angehakt muss zusätzlich beim ablegen eines Steins noch einmal der Feuerknopf gedrückt werden.
Board (Brettdarstellung): Original / Modern / Classic

Lösung[Bearbeiten]

Die Computer-AI ist nicht wirklich ausgefeilt, sondern fällt auf die leichtesten Tricks herein. Hat man z.B. mehr Aufklärer als der Computer, kann man ihn recht einfach dazu verführern, seine letzten Aufklärer zu opfern, indem man eigene Aufklärer konsequent so bewegt wie normale Spielfiguren. Ohnehin lässt sich der Computer leicht in Fallen locken bzw. zu Fehlern provozieren, wenn man defensiv bzw. kontrolliert-offeniv vorgeht. Wenn man nicht so sehr auf Highscore (i.S.v. niedrige Rundenzahl) aus ist, sondern vor allem auf den Sieg, gewinnt die folgende Methode beinahe narrensicher:

  1. Aufstellung: in allen drei Bereichen des Bretts (linke Flanke, Zentrum, rechte Flanke) jeweils 1 Figur mittleren Ranges (Sergeant/Lieutenant/Captain) nach vorne stellen und jeweils einen der obersten drei Ränge (Marshal, General, Colonel) in die zweite Reihe. Den Colonel, der übrig bleibt, versteckt man irgendwo weiter hinten, z.B. in Nähe der Fahne. Keine Aufklärer in die erste Reihe, da diese sonst in den ersten paar Zügen sehr schnell zusammen mit den Aufklärern des neugierigen Computers fallen.
  2. "Falle zuschnappen lassen": Der Computer wird zunächst ziemlich schnell seine Aufklärer verheizen. Findet er dabei z.B. einen Lieutenant, wird er meistens einen Captain oder Major schicken. Nach Befolgung von 1. hat der Spieler aber mindestens einen Obersten hinter diesem Lieutenant, der nur (z.B.) auf diesen Major des Computers wartet. Sollte mal was Höheres als ein Major kommen, ist das auch gut. Einfach etwas mindestens gleich Hohes hinschicken bzw. evtl sogar eine Spion-Falle aufbauen, wenn es der Marshal ist.
  3. Marshal einsetzen: Ist nach Befolgung von 2. das Verhältnis von Offiziersrängen, sagen wir mal irgendwo ab Major aufwärts (manchmal entscheidet auch Verhältnis in niedrigeren Rängen) ersteinmal zugunsten des menschlichen Spielers gekippt, braucht der Marshal des Spielers nichts mehr zu fürchten außer bedingt den Spion (wenn der denn noch lebt, darf man halt den Marshal nicht so ziehen, dass eine unbekannte Figur die Möglichkeit hätte, ihn zuerst anzugreifen). Konsequenz: Man kann getrost JEDE Figur, die der Computer (ungeschützt durch einen potentiellen Spion) vorrücken lässt, mit dem eigenen Marshal angreifen. Schlimmstenfalls trifft man auf den Marshal des Computers, und beide sterben. Aber auch das ist in der hier beschriebenen Strategie eingeplant.
  4. Nach dem Ausschalten des Marshals des Computers: Ist der gegnerische Marshal beseitigt (entweder durch den eigenen Spion oder durch das Opfern des eigenen Marshals), verfährt man mit dem General genauso wie zuvor mit dem Marshal, allerdings mit der Besonderheit, dass der General keinen Spion zu fürchten hat. Da auch der Marshal des Gegners weg ist, kann man mit dem General aggressiver vorgehen und sich weiter vorwagen. Was sich bewegt, wird in die Enge getrieben und erledigt. Sollten beide Generals sich gegenseitig ausschalten, verfährt man mit seinen Colonels wieder genauso wie oben beschrieben. Vorsicht: natürlich darf man seinen General gegen den anderen General nicht opfern, wenn der Computer mehr Colonels hat, sonst hätte der Computer das erreicht, was man selbst wollte... ;)
  5. Überlegenheit erreicht: Früher oder später sollte der Punkt erreicht sein, an dem der Spieler mindestens eine Figur hat, die der Computer nicht schlagen kann und mehrere, die er nur durch Opfern einer Figur gleichen Ranges schlagen kann. Das nutzt man aus, indem man seine ranghöchsten Figuren auf alle drei Bereiche verteilt und dann vorrücken lässt (linke Flanke, Zentrum, rechte Flanke).
  6. "Sack zu machen": Der Rest ist nur noch eine Frage der Zeit. Entweder der Computer hat irgendwann keine Figur mehr, die er ziehen kann, oder man lokalisiert anhand der Zahl der bisher unbewegten Objekte, wo die Fahne versteckt sein muss (kann man teilweise ja ausrechnen gegen Ende des Spiels). Wenn man nicht allzu fahrlässig mit seinen Miners umgegangen ist, eskortiert man halt einen davon in die Gegend, in der sich nichts mehr bewegt und schnappt sich die Flagge.

Cheats[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

Sledgie: "Neulich habe ich beim Durchforsten der Gamebase64 das Brettspiel Stratego entdeckt. Da ich das Original-Spiel (das echte Brettspiel) im Schrank habe, habe ich das C64-Gegenstück angetestet und war positiv überrascht. Leider nimmt die Aufstellung der Spielfiguren sehr viel Zeit in Anspruch und hat bei mir auch nicht immer auf Anhieb geklappt. Von der Aufmachung geht es in die Richtung der Note 2. Meine Endnote mache ich von dem IQ des Programms abhängig. Im ersten Level spielt der C64 sehr sehr schlecht... Insgesamt geben ich dem Spiel die Note 4+ (entspricht 6 Punkten).".

TheRyk: "Eine richtig starke Umsetzung hatte ich nicht erwartet und ich bin keines Besseren belehrt worden. Ausschlaggebend ist die durchschaubare AI in allen Schwierigkeitsgraden. Manchmal kriegt man direkt Mitleid und fragt sich, ob der Computergegner überhaupt ein Figurengedächtnis hat oder einfach nur verzweifelt ist, wenn er mit ungeschützten rangniederen Figuren dem Marshal vor die Flinte läuft, obwohl man dessen Identität erst drei Züge vorher durch einen Angriff aufgedeckt hat. Auch typische Anfängerfehler wie Kamikaze-Touren ("auf gut Glück") mit wertvollen Figuren mitten in bisher unbewegte Reihen des Spielers unterlaufen der AI. Ein blindes Huhn trinkt zwar auch mal einen Korn, aber solche Amokläufe ins Blaue enden früher oder später regelmäßig in Bomben oder einer ranghöheren Figur. Versierte Kenner des Brettspiels werden gegen diese AI kein einziges Spiel verlieren. Daher ist das Spiel zum Austesten/Zeit-Totschlagen/Ego-Bestätigen mal ganz nett, aber nur Stratego-Neulingen wirklich zu empfehlen. Bewertung: gerade noch 6 Punkte von 10."

Equinoxe: "Die Umsetzung eines tollen Brettspiels, das ich früher sehr gene und sehr viel gespielt habe. Leider ist bei der C64-Umsetzung der Computergegner selbst in der höchsten Schwierigkeitsstufe kaum ernstzunehmen. Und gegen einen menschlichen Gegner greife ich dann doch lieber auf das Original zurück. Daher nur 4 von 10 Punkten.".

Sonstiges[Bearbeiten]

Cover/Disklabel

"Cover"


"Label"

Highscore[Bearbeiten]

Topscore von Equinoxe
  1. Equinoxe - 88 Züge - im Level Marshal (05.04.2011)
  2. TheRyk - 338 Züge - im Level Colonel (02.07.2008)
  3. Sledgie - 57 Züge - im Level Major (16.10.2005)
  4. H.T.W - 67 Züge - im Level Sergeant (22.03.2010)

2. Platz von TheRyk 3. Platz von Sledgie
2. Platz von TheRyk 3. Platz von Sledgie


Je höher die Spielstufe und je weniger Züge desto besser die Platzierung. Zum Beispiel würden 337 (oder weniger) Züge als "Colonel" die Score von TheRyk schlagen oder aber beliebig viele Züge (auch mehr als 338) im Level "General" oder "Marshal".

Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Stratego


Videos