Street Surfer

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Street Surfer
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 355
Entwickler David Barbour, Binary Design Ltd.
Firma Sculptured Software
Verleger Mastertronic
Musiker David Whittaker
HVSC-Datei /Whittaker_David/Street_Surfer.sid
Release 1986
Plattform(en) C64
Genre Racing, Miscellaneous
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Icon Port2.pngIcon joystick.png
Medien Icon disk525.png Icon kassette.png
Sprache Sprache:englisch


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
6.70 Punkte bei 27 Stimmen (Rang 413).
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C64Games 8 21. Juli 2008 - "super" - 3.247 downs
Lemon64 6.2 22. Juli 2008 - 36 votes
ASM 10/12 Ausgabe 2/87
Kultboy.com 7 29. Juli 2008 - 5 votes
ZZap64 29% Ausgabe 86/12

Beschreibung[Bearbeiten]

Street Surfer ist mal ein etwas anderes Straßen-Rennspiel. Man ist im Einzelspieler-Modus auf einem Skateboard unterwegs - und zwar mitten auf einem Highway! Die Mission steht ganz im Zeichen der 80er-Öko-Bewegung: Rette den Planeten durch das Aufsammeln achtlos weggeworfener Flaschen vom Straßenrand. Um das möglichst lange und gründlich machen zu können, darf man sich nicht überfahren lassen, muss über Schlaglöcher und von Kentucky Fried Chicken entflohene Hühner springen und den Seitenstreifen meiden. Baut man doch mal einen Unfall, sinkt der Energiebalken jedes Mal. Neue Energie gibt es während der Fahrt durch von freundlichen Autofahrern dargebotene Softdrinks, deren Flaschen man natürlich ebenfalls dem Recycling zuführt.

Da biste platt...

Steuerung und Spielablauf: Mit einem Joystick in Port 2 steuert man den Skater (links, rechts), beschleunigt (hoch), bremst (runter) oder springt (Feuer). Nur auf der linken Spur fahren die freundlichen Autofahrer mit den Softdrinks. Man muss nach der Aufforderung "Have a Cola" etc. ziemlich nah an die angebotene dunkle Flasche heranfahren und in etwa das gleiche Tempo haben wie das entsprechende Auto. Gelingt dies, geht der Skater in die Hocke und macht "Gluck-gluck-gluck", man kann ihn aber weiter ohne Einschränkung steuern, während die Energieanzeige sich auflädt. Leere (weiße) Flaschen liegen links und rechts am Straßenrand und werden durch Kontakt aufgesammelt. Vorsicht vor Schildern... Am Ende der Strecke bremst der Skater und schmeißt das gesammelte Leergut automatisch in den Recycling-Container. Er kriegt pro Flasche einen kleinen Energie-Bonus sowie 20 Punkte. Das Überspringen gelber Hühner bringt weder Punkte, noch Energie (schließlich isst man sie nicht sondern lässt sie politisch-korrekter Weise leben).

Gestaltung[Bearbeiten]

Einem recht ansehnlichen Titel-Screen folgt die typische Rennspiel-Grafik jener Zeit, die man schon besser (abwechslungsreicher), aber auch schon langweiliger gesehen hat. Am Horizont scrollt das übliche Gebirge herum, Schilder am Staßenrand warnen unter anderem: "Don't litter" (keinen Müll wegwerfen...). Sehr viel Detail-Liebe wurden in den Skater gesteckt, dafür sind andere Elemente wie der gelegentlich aufkreuzende Piepmatz eher abstrakt gehalten wie eben auch der Hintergrund. Die Autos sehen wirklich besonders klotzig aus, ein ZZAP!64-Redakteur wähnte sich in dem Zusammenhang nicht ganz unberechtigt im Lego-Land.

Don't drink and surf...
Erfrischungen sind zwar gesund, der Seitenstreifen nicht...

Ein dem Spielspaß und dort vor allem der "gefühlten Geschwindigkeit" sehr zuträgliches Feature ist der markige Hintergrund-Sound von David Whittaker. Das Musik-Tempo verhält sich nämlich proportional zur Geschwindigkeit des Spielers, was sehr dazu verleitet, noch halsbrecherischer zu fahren als ohnehin schon. Auch die FX sind gelungen und fügen sich ebenso gut in die augenzwinkernde Spielatmosphäre ein wie die als Text erscheinenden Sprüche der Autofahrer oder unseres Skaters, wenn wir ihn mal wieder irgendwie verunglücken lassen haben.

Hinweise[Bearbeiten]

Unten rechts im Screen wird jeweils angezeigt, wie weit es noch bis zum Glascontainer ist.

Am Ende der Strecke wird natürlich recyclet!

Derselbe Fahrer bietet einem nicht zweimal einen Drink an. Wenn man also auf der linken Spur eine Cola getrunken hat, muss man entweder auf den nächsten dort fahrenden Wagen warten oder aber Gas geben, um wieder ein Auto mit frischer Cola zu finden. Die Autofahrer bleiben in einer festen Reihenfolge. Dieses Wissen sollte man auch nutzen, wenn man langsam fährt. Man weiß dadurch, auf welcher Spur man Gefahr läuft, gleich überrollt zu werden. Trick: Es ist sogar möglich, auf dem Seitenstreifen anzuhalten. Dort kann man warten, bis möglichst drei Autos hintereinander auf der linken Spur an einem vorbei fahren. Als nächstes muss man alle drei überholen. Und schließlich lässt man vorsichtig einen nach dem anderen herankommen und greift die Getränke ab. Generell gilt: wenn man NICHT weiß, wass hinter einem kommt, sollte man sich an den Mittelstreifen halten, so dass man noch ausweichen kann, falls irgendein Idiot mit Affenzahn von hinten kommt.

Lösung[Bearbeiten]

  • Soweit bekannt, kann man das Spiel theoretisch endlos fortsetzen, ein eigentliches Spielende gibt es nicht.
  • Allerdings scheint es so zu sein, das man pro "Level" (=Recycling-Stopp) mehr Punkte für die Mitnahme der Beifahrer-Colas zu bekommen. Anfangs sind es magere 50 Punkte, danach 100, 150, 200 Punkte und so weiter...
  • Für das Aufsammeln leerer Flaschen am Straßenrand gibt es 10 Punkte, plus die 20 Punkte die es für beide Sorten am Recyclingcenter gibt.
  • Ansonsten gibt es nur Punkte für die zurückgelegte Strecke.

Cheats[Bearbeiten]

Keine bekannt. Trainer-Versionen sind aber auf den einschlägigen Seiten vorhanden.

Kritik[Bearbeiten]

TheRyk: "Für mich neben Pitstop II, Outrun und Buggy Boy eines der besten Rennspiele überhaupt und keinesfalls ein Pole Position-Clone, den die Welt nicht brauchte, wie die ZZAP!64-Redakteure seinerzeit meinten. Ich fand die Öko-Idee genial und gleichzeitig zum Schmunzeln. Sicher packt es einen nicht stunden- oder tagelang, irgendwann wiederholt es sich natürlich und man hat nicht nur die mittelmäßige Grafik, sondern selbst den Klasse-Sound "über". Aber gerade weil man wegen der simplen Bedienung so leicht reinfindet und doch einiges an Geschicklichkeit aufbieten muss, um mal einen Drink zu schnappen und länger durchzuhalten, kann ich es immer mal wieder für drei Spiele oder auch ein Stündchen genießen. Absolut runde Sache, Top-Spiel bzw. 9 Punkte von 10! Das Spiel hat auch mich zum Öko-Rebellen und Altglas-Recycler erzogen, daher sehr politically correct und sogar potentiell pädagogisch wertvoll, wären da nicht gewisse Bedenken in Richtung Skateboard-auf-der-Autobahn angebracht. Außerdem wäre zu untersuchen, ob David Barbour auf der Gehaltsliste von Coke und/oder Pepsi stand." ;)

Shakermaker303: "War schon ganz ok, aber für mich nicht herausragend."

Blubarju: "Auch ich finde das Game ganz in Ordnung. Es gibt halt nur etwas wenig Abwechslung im Gameplay und Gfx. Aber 6 Punkte gibt es dennoch von mir."

Ragnarok: "Geschmeidig steuerndes Rennspiel mit ungewöhnlichem Topic, relativ sauberem Scrolling und gutem Soundtrack. Hebt sich von der Masse durchaus ab, 7/10 ist nicht zuviel. Zeitgeist und Correctness pur - hier wird mit Helm geskatet und Müll recyclet. Warum der Hoschi allerdings pädagogisch skandalös auf der Straße fährt, bleibt offen."

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Spiel wurde von Mastertronic als Low-Budget-Release für £2.99 veröffentlicht.

Cover

"Cover"

Highscore[Bearbeiten]

Topscore von TheRyk
  1. TheRyk - 13.316 (02.04.2010)
  2. Werner - 11.663 (16.08.2014)
  3. Radi1975 - 9.311 (30.07.2017)
  4. FXXS - 8.932 (09.11.2013)
  5. Blubarju - 6.405 (12.04.2012)

2. Platz von Werner 3. Platz von Radi1975
2. Platz von Werner 3. Platz von Radi1975


Weblinks[Bearbeiten]



Videos