Hypra-Load

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Hypra-Load
Startbildschirm von Hypra-Load

Startbildschirm von Hypra-Load 2.1
Entwickler Boris Schneider und Karsten Schramm
Firma Tribar
Verleger Markt & Technik Verlag
Release 1984, 1985
Lizenz keine (Listing zum Abtippen)
Plattform(en) C64
Genre Schnelllader
Steuerung Icon tastatur.png
Medien Icon disk525.png
Sprache(n) nicht relevant
Information letzte Version 2.1
* 64'er 10/84 (Listing des Monats)
Auszug des Listings

Hypra-Load ist ein Floppy-Schnelllader für den C64 mit 1541. Das Programm wurde erstmals als Listing des Monats in der 64'er Ausgabe 10/1984 veröffentlicht. [1] Eine komplett neu geschriebene verbesserte Version 2.1 wurde im 64'er Sonderheft 6/1985 als Listing abgedruckt. [2] Beide Version waren auch auf den jeweiligen 64'er Programmservicedisketten erhältlich. [3]

Das in Maschinensprache geschriebene Programm erhöht die Ladegeschwindigkeit um den Faktor 5 und gilt als erste reine Softwarelösung zur Beschleunigung. Die wird erreicht mit modifizierten Busroutinen, die im Computer und in der Floppy abgelegt werden. Es belegt keinen zusätzlichen BASIC-Speicher, verwendet aber den RAM-Speicher unterhalb des BASIC-ROMs und des KERNALs. Beschleunigt wird nur das Laden, nicht jedoch andere Diskettenoperationen. Die Schreibgeschwindigkeit wird nicht erhöht. Als Laufwerke sind die 1541 und die 1571 verwendbar.
Programmiert wurde Hypra-Load im Jahr 1984/1985 von Boris Schneider und Karsten Schramm, die sich unter dem Namen Tribar zusammentaten.



Performance[Bearbeiten]

Ein 150 Blöcke großes Programm wird ohne Schnelllader in 100 Sekunden geladen. Hypra-Load lädt diese Datei in 20 Sekunden, also 5× schneller. Wird das Laden von Hypra-Load (6 Sekunden) und das zusätzliche Eingeben des zweiten Load-Befehls mit eingerechnet, liegt die tatsächliche Beschleunigung bei Faktor 3. Mit der Autoload-Funktion der Version 2.1 beträgt der gesamte Ladevorgang 25 Sekunden, das einer tatsächlichen Beschleunigung mit Faktor 4 entspricht.

Hypra-Load[Bearbeiten]

Bedienung[Bearbeiten]

Zuerst wird das 6 Blöcke große Hypra-Load geladen und gestartet. Es erscheint ein angepasster Startscreen.
Nun kann das eigentliche Programm mit LOAD beschleunigt geladen werden und mit RUN gestartet werden.

Schwächen[Bearbeiten]

  • Ungeeignet ist Hypra-Load, wenn das Programm selbst über einen integrierten Schnelllader verfügt.
  • Hypra-Load verhindert, dass das geladene Programm die im RAM befindliche angepasste Kopie des BASIC-ROMs überschreiben kann, indem es nach dem Laden ins ROM zurückspringt. Das Nachladen von Programmen wird deshalb nur mit normaler Geschwindigkeit ausgeführt.
  • Überschreiben Programme den Bereich ab $E000, was beim Nachladen vorkommen kann, stürzt der Computer ab.
  • Die Geräteadresse der Floppy muss auf #8 eingestellt sein, da das Programm teilweise direkt auf der 1541 ausgeführt und auch in deren Speicher abgelegt wird. Besitzt man allerdings das Listing aus der 64'er, so kann man dies mit den im Heft angegebenen Änderungen der DATA-Zeilen für eine andere Laufwerksnummer modifizieren.

Hypra-Load 2.1[Bearbeiten]

Bedienung ohne Auto-Load[Bearbeiten]

In der normalen Betriebsart wird Hypra-Load mit

LOAD"*",8,1

geladen, muss also das erste Programm auf der Diskette sein. Es installiert sich automatisch, RUN muss nicht eingegeben werden. Wenn die Meldung mit den Namen der Autoren auf dem Schirm erscheint, ist der Schnelllader aktiv. Der Zusatz ",8,1" hinter dem LOAD-Befehl ist schon fest vorgegeben, so dass LOAD immer von Diskette lädt.

Bedienung mit Auto-Load[Bearbeiten]

Eine Grundvoraussetzung ist, dass der 1. Buchstabe des Dateinamens von Hypra-Load ein ↑ ist.

LOAD "↑*PROGAMM",8,1
  • Zuerst wird das 5 Blöcke große Hypra-Load 2.1 geladen und automatisch gestartet.
  • Danach wird automatisch die Datei mit dem Namen ab dem dritten Zeichen des LOAD-Parameters, also "PROGRAMM" beschleunigt geladen, Hypra-Load abgeschaltet und das Programm automatisch gestartet.

Ein späteres Nachladen erfolgt in Normalgeschwindigkeit. Dies ist die effektivste Einsatzmöglichkeit eines Softwareschnellladers.

Schwächen[Bearbeiten]

Hier gilt im Wesentlichen das für Hypra-Load Gesagte. Die Gerätenummer des Laufwerks lässt sich hier allerdings nicht mehr (ohne großen Aufwand) ändern.

Aktivierung und Deaktivierung[Bearbeiten]

Mit POKE 1,55 wird Hypra-Load nach dem Programmstart deaktiviert, beziehungsweise mit POKE 1,53 wieder aktiviert.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Zeitschrift 64'er - Ausgabe 10/84 - "HYPRA-LOAD: Schnelles Laden von Diskette", Seite 67,77-79
  2. Zeitschrift 64'er Sonderheft 6/85: Ausgewählte Superlistings; "Hypra-Load 2.1", Seite 94-96
  3. 64'er Programmservicediskette Disk 10/1984, Disk SH 6/1985

Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Hypra Load