Boris Schneider

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Boris Schneider
Bild der Person
Name
  • Boris Oliver Schneider-Johne
  • gebürtig: Boris Oliver Schneider
Pseudonym Doc Bobo
geboren 1966
Nationalität Deutschland
Branche
  • Redakteur
  • Programmierer
  • Übersetzer
  • Comic-Designer
  • Produktmanager
Firmen
Website www.dreisechzig.net
Info


Boris Schneider-Johne, ist in der Retro-Szene als Redakteur der Fachzeitschriften Happy Computer und Power Play bekannt.


Er betätigte sich schon zuvor als Programmierer und Übersetzer. Sein 1984 gemeinsam mit Torsten Schramm unter dem Namen Tribar veröffentlichtes Schnelladeprogramm Hypra-Load wurde Listing des Monats in der 64'er und öffnete ihm somit die Tür zur Tätigkeit als Journalist.

Zu Beginn seiner Karriere war Schneider als technischer Redakteur tätig, bevor er sich auf das Gebiet der Computerspiele festlegte. Gemeinsam mit Heinrich Lenhardt und Anatol Locker war er einer bekanntesten Videospiele-Tester der 1980er Jahre. Enormer Beliebtheit erfreute sich auch die von Schneider und Lenhardt erdachte Comicreihe Starkiller – Die Geißel der Galaxis, die von Rolf Boyke gezeichnet wurde.

Mit Hilfe eines selbstprogrammierten Diskeditors schuf er 1986 eine deutsche Version des Detektivspiels Murder on the Mississippi, welche eine der ersten Computerspielübersetzungen überhaupt war. Dabei gelang es ihm sogar, den vorher entfernten Kopierschutz von Activision nach Eingabe der deutschen Texte wieder zu integrieren. In der Folge war er von 1987 bis 1992 als Zweitbeschäftigung für die deutsche Übersetzung der Lucasfilm-SCUMM-Adventures zuständig.

Ab 1988 beende Schneider seine Laufbahn als Journalist vorerst. Gemeinsam mit den bekannten Programmierern Chris Hülsbeck und Teut Weidemann war er nun bei der Firma Rainbow Arts angestellt. Er blieb aber nur für zwei Jahre.

1992, gegen Ende der 8-Bit-Ära, gründete er zusammen mit Heinrich Lenhardt das Spielemagazin PC Player. Ab 1997 hatte Schneider dann verschiedene Tätigkeiten als Redakteur und Produktmanager, war aber durchgehend bei Microsoft in Deutschland unter Vertrag.


Das Beispiel des kopiergeschützten Murder on the Mississippi beweist, dass Schneider-Johne auch Talent zu einem fähigen Cracker hatte. In den Internetzeiten entstand daher das Gerücht, er sei früher Mitglied der Crackergruppe Kotzbrocken gewesen. Dies dementierte Schneider aber.


Super! --- Gut! --- Geht so... --- Naja... --- Hilfe!
Mit diesen Grimassen aus dem Happy Computer Sonderheft wurde Schneider-Johne bekannt.


Bezogen auf ein Zeitungsinterview zum Thema Gewalt in Computerspielen, das der bayrische Innenminister Joachim Herrmann gab, postete Boris Schneider-Johne in seinem Blog: "Solange Sie nicht im gleichen Atemzug Herstellung und Vertrieb solcher Filme verbieten und unter Strafe stellen, spreche ich ihnen jedwede Kompetenz ab, über Spiele irgendein Urteil fällen zu dürfen. Und ich darf auch nochmal auf Alkohol verweisen: Solange der Staat Bayern das größte Massenbesäufnis der Welt (Oktoberfest) veranstaltet, bei dem auch immer wieder Jugendliche gesundheitlich gefährdet werden, halten Sie gefälligst bei Computerspielen die Klappe."



Übersetzte Spiele und entwickelte Anwendungen am C64 (Auszug)[Bearbeiten]

Eine Animation aus der deutschen Version von Zak McKracken


Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Boris Schneider