Boris Schneider

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Boris Schneider-Johne, besser bekannt unter seinem Geburtsnamen Boris Schneider, hat sich in den 1980er Jahren einen Ruf als Redakteuer der Fachzeitschrift Happy Computer gemacht. Auch unter seinen Spitznamen "Doc Bobo" oder "Bobo Jones", wurde er gemeinsam mit Heinrich Lenhardt und Anatol Locker einer bekanntesten Spieletester dieser Epoche. Dabei war er zu Beginn seiner Karriere als technischer Redakteur tätig, bevor er sich auf das Gebiet der Computerspiele festlegte.
Er betätigte sich schon zuvor als Programmierer und Übersetzer. Sein Schnelladeprogramm Hypra-Load wurde "Listing des Monats" in der 64'er und öffnete ihm somit die Tür zur Tätigkeit als Journalist. Mit Hilfe eines selbstprogrammierten Diskeditors schuf er 1986 eine deutsche Version des Detektivspiels "Murder on the Mississippi", welches als die allererste Computerspielübersetzung gilt. Dabei gelang es ihm sogar, den vorher entfernten Kopierschutz von Activision nach Eingabe der deutschen Texte wieder zu integrieren. In der Folge war er für die deutsche Übersetzung der Lucasfilm-SCUMM-Adventures zuständig.
Ab 1988 arbeite Schneider gemeinsam mit den bekannten Programmierern Chris Hülsbeck und Teut Weidemann bei der Firma Rainbow Arts.
1992, gegen Ende der 8-Bit-Ära, gründete er zusammen mit Heinrich Lenhardt das Spielemagazin PC Player. Seit 1997 hatte er verschiedene Stellen als Redakteur und Produktmanager, zuletzt bei Microsoft.

Enormer Beliebtheit erfreute sich auch die von Schneider und Lenhardt erdachte Comicreihe "Starkiller – Die Geißel der Galaxis", die von Rolf Boyke gezeichnet wurde.

Das Beispiel des kopiergeschützten Murder on the Mississippi beweist, dass Schneider-Johne auch Talent zu einem fähigen Cracker hatte. In den Internetzeiten entstand daher das Gerücht, er sei früher Mitglied der Crackergruppe "Kotzbrocken" gewesen. Dies dementierte Schneider aber.


[Bearbeiten] Entwickelte Programme (Auszug)

[Bearbeiten] Übersetzte Spiele (Auszug)

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Super! --- Gut! --- Geht so... --- Naja... --- Hilfe!
Mit diesen Grimassen aus dem Happy Computer Sonderheft wurde Schneider-Johne bekannt.
  • 1986 Murder on the Mississippi
  • 1987 Maniac Mansion
  • 1988 Zak McKracken and the Alien Mindbenders
  • 1989 Indiana Jones and the Last Crusade (Die Adventureversion erschien nicht für den C64)
  • 1990 Loom (keine C64 Version)
  • 1990 Monkey Island 1 (keine C64 Version)
  • 1991 Monkey Island 2 (gemeinsam mit Heinrich Lenhardt) (keine C64 Version)
  • 1992 Indiana Jones and the Fate of Atlantis (gemeinsam mit Heinrich Lenhardt) (keine C64 Version)


[Bearbeiten] Weblinks

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