Rescue on Fractalus!

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Rescue on Fractalus!
Titelbild vom Spiel
Spiel Nr. 853
Entwickler
Firma Lucasfilm Games, Softalent (C64-Port)
Verleger Epyx, Activision
Musiker Charlie Kellner, Peter Langston
HVSC-Datei /GAMES/M-R/Rescue_on_Fractalus.sid
Release 1985
Plattform(en) Amstrad CPC, Apple II, Atari 400/800, Atari 5200, C64, Color Computer, ZX Spectrum
Genre Shoot'em Up
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Icon Port2.pngIcon joystick.png Icon tastatur.png
Medien Icon kassette.png Icon disk525.png
Sprache Sprache:englisch
Information
  • Arbeitstitel: Behind Jaggi Lines und Rebel Rescue
  • Wurde auch in der Sammlung "Star Games Vol. 1" veröffentlicht


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
8.00 Punkte bei 1 Stimme.
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C64Games 6 8. Oktober 2018 - 19778 downs
Lemon64 7,8 7. Oktober 2018 - 77 votes
Kultboy.com 9,5 6. Oktober 2018 - 10 Stimmen
ZZap64 91% Ausgabe 09/85


Beschreibung[Bearbeiten]

Rescue on Fractalus bzw. Rescue on Fractalus! ist ein Shoot'em Up von Lucasfilm Games. Es setzte seinerzeit technische Maßstäbe durch die Generierung der Spiellandschaft mit Hilfe von Fraktalen. Die Technik war kurz zuvor von Loren Carpenter zur Schaffung der Planetentransformation-Szene im Film "Star Trek II - Der Zorn des Kahn" benutzt worden. Das Spiel war zusammen mit Ballblazer, zunächst für den Atari XL und Atari 5200 entwickelt worden, und von Atari-Mitarbeitern Monate vor Veröffentlichung als Kopien in den Umlauf gebracht worden, weshalb Atari beide Titel letztendlich nicht mehr veröffentlichte. Allerdings konnten sich mit Epyx und, in Großbritannien, Activision neue Verleger finden lassen.


Die Geschichte (Briefing)

"Entschuldigen Sie bitte, Commander a.D., aber hätten Sie wohl einige Minuten Zeit? Das Ethercorps braucht Sie! Lachen Sie nicht, wir wissen genau so gut wie Sie, dass wir vor fünf Jahren alle Luftpiloten außer Dienst gestellt haben, weil wir glaubten, nur noch Raumfahrer zu brauchen. Doch die Lage hat sich in den letzten Tagen gewaltig verändert. Wie Sie wissen, liegen wir seit einiger Zeit im Krieg mit den J'hagga Ri Kachatki, kurz Jaggies, einer intelligenten, kriegerischen Rasse aus einer der dunkelsten Ecken des Universums. Unsere Raumpiloten haben sich bis vor kurzem hervorragend gegen die Jaggies gehalten. Doch unsere Gegner lockten die Raumpiloten in eine Falle, indem sie sich auf Fractalus verschanzt haben.

Fractalus ist der unwirtlichste Planet innerhalb der nächsten hundert Lichtjahre. Er kreist um die Sonne Kalamar im Doppelstern-System Kalamar/Kalaxon. Fractalus ist ein einziges Gebirge, das zerklüftetste, das Menschenaugen je gesehen haben. Die Atmosphäre besteht zu 87 Prozent aus ätzender Säure, die jeden Raumanzug samt Piloten innerhalb von Minuten zerfrisst. Schließlich ist da noch die schnelle Rotation von Fractalus: Ein Tag dauert nur neun Minuten und die kurze Nacht ist so dunkel, dass selbst unsere Kamerasysteme nichts mehr sehen können.

Um zu Ihrer Aufgabe zu kommen: Unsere Raumpiloten sind hervorragend im All, auf Fractalus aber haben sie versagt. Die Jaggies haben bisher alle abgeschossen, die sich auf Fractalus herunter gewagt haben. Glücklicherweise überlebten fast alle. Wir müssen sie aus den Raumschiffwracks retten, denn ohne die Raumpiloten können wir den Krieg nicht gewinnen. Schnappen Sie sich einen Valkyrie-Fighter und holen Sie die Piloten ins Mutterschiff, das sich in einer Umlaufbahn um Fractalus befindet. Sie sollten folgendermaßen vorgehen: Suchen Sie in einem abgegrenzten Gebiet nach den Raumschiffwracks der Piloten und landen Sie in der unmittelbaren Nähe. Schalten Sie den Schutzschild aus und warten Sie, bis der Pilot auf Ihr Schiff zugelaufen kommt. Lassen Sie den Piloten durch die Luftschleuse herein und starten sofort durch.

Dass die Jaggies dabei nicht tatenlos zusehen werden, ist uns allen klar. Auf Fractalus wimmelt es nur so von Laserstationen und Flug-Bomben. Deswegen haben Sie einen Dirac-Schutzschirm und Anti-Materie-Torpedos an Bord. Und noch ein Hinweis: Vor sieben Stunden haben wir einen Funkspruch eines gestrandeten Raumpiloten empfangen, der angeblich von einem Piloten in grünem Raumanzug gerettet werden sollte. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine Rettungsmannschaften auf Fractalus. Und wir haben erst recht keine Piloten mit grünen Uniformen, also Vorsicht vor getarnten Jaggies!

Wenn Sie unser Angebot zur Wiederaufnahme ins Ethercorps annehmen wollen, dann setzen Sie sich in einen Valkyrie-Fighter und holen unsere Piloten aus diesem Höllenloch raus!"


Gestaltung[Bearbeiten]

Landeanflug auf den Planeten.
Unterwegs auf Fractalus.
Zurück zum Mutterschiff.
Level abgeschlossen.
Ein Jaggi versucht, die Cockpitscheibe aufzubrechen.
Ein Pilot nähert sich dem Schiff.
Das grüne Kreuz zeigt ein gestrandetes Schiff an.

Grafik[Bearbeiten]

Das Spiel wird in der Egoperspektive, im Cockpit der Valkyrie, gespielt. Das Spiel benutzt HiRes-Grafik. Eine technische Innovation ist die Darstellung der zerklüfteten, gebirgigen Oberfläche von Fractalus, die auf sog. Fraktalen (daher der Name des Planeten), beruht. Fraktale sind grob gesagt unendlich selbst ähnliche Objekte.

Im Cockpit selbst gibt es eine ganze Reihe von Anzeigen. Am oberen Rand werden die Nachrichten eingeblendet, dazu gibt es einen Kompaß und die aktuelle Punktzahl. Darunter ist das Sichtfenster mit einem Fadenkreuz. Ganz links zeigen zwei Reihen von Lampen die Höhe des Schubs an bzw. wie nah man dem Boden ist. Ganz rechts sind drei Anzeigen für die Nähe zum nahesten Piloten, die Anzahl der abgeschossenen Feinde und die Zahl der noch mindestens zu rettenden Piloten. Über diesen drei Anzeigen sind drei Lampen, die anzeigen, ob die Schilde oben sind, das Mutterschiff da ist und ob die Luftschleuse offen ist. Zentral unter dem Sichtfenster zeigen zwei Balken den Abstand links und rechts zu den Bergen an. Die linke runde Anzeige gibt Drehung und Steigung des Gleiters wieder, die recht Runde Anzeige ist der Langstreckenscanner zur Ortung der Piloten. Die linke Balkenanzeige ist der Höhenmesser, die rechte Balkenanzeige der Energievorrat. Mittig im Anzeigenbereich sind schließlich die Zielerfassung und darunter sechs Leuchten, die Anzeigen, ob man Jaggi-Geschützen erfasst wurde.

Sound[Bearbeiten]

Im Titelbildschirm gibt es Musik, die anscheinend an Richard Wagners "Der Fliegende Holländer" angelehnt ist. Im Spiel selber gibt es nur Soundeffekte wie Maschinengeräusche beim Fliegen oder das Klopfen der Piloten an die Luke des Gleiters.


Hinweise[Bearbeiten]

Rescue on Fractalus! ist in verschiedene Level unterteilt, wobei man nicht gezwungen ist, alle zu absolvieren. Je nach Erfolg im abgeschlossenen Level können mehrere übersprungen werden. Ziel in jedem Level ist es, ein bestimmte Anzahl von gestrandeten Piloten zu retten. Dazu fliegt man über die Planetenoberfläche und wartet, bis der Scanner einen Piloten in der Nähe anzeigt. Dann landet man nahe genug am Piloten und fährt die Systeme herunter, woraufhin der Pilot zum Raumgleiter läuft. Um den Piloten aufzulesen, muss man noch die Luftschleuse öffnen. Sobald das Mutterschiff angekommen ist, kann man bei genügend geretteten Piloten am Mutterschiff andocken, und der Level ist erfolgreich abgeschlossen. Man kann aber auch vorher zum Schiff zurückkehren, wenn die Energiereserven nicht mehr ausreichen (Energie wird beim Fliegen verbraucht).
Erschwert wird die Rettung durch die Präsenz der Jaggies. So wird man von Flugabwehrkanonen und später auch Jaggieschiffen unter Beschuß genommen. Auch kann ein gestrandeter Pilot ein Jaggie sein. Öffnet man einem Jaggie die Luftschleuse, richtet er Zerstörungen am Schiff an. Läßt man die Luftschleuse zu, versucht er, die Frontscheibe einzuschlagen, und man muß rechtzeitig die Systeme (und damit die Schilde) aktivieren.


Bedienung

Die Steuerung erfolgt mit Joystick in Port 2 und der Tastatur:

  • Feuerknopf drücken: Spielstart (vor Spielbeginn), Waffe abfeuern.
  • Joystick nach links und rechts: Schwierigkeitsgraf senken/erhöhen (vor Spielbeginn), Valkyrie nach links/rechts steuern.
  • Joystick nach vorne: Valkyrie nach unten steuern.
  • Joystick zurück: Valkyrie nach oben steuern.
  • L : Landen.
  • F1 : Spielstart.
  • F3 : Schwierigkeitsgrad erhöhen (vor Spielbeginn).
  • F5 : Schwierigkeitsgrad senken (vor Spielbeginn).
  • F7 : Aufnahmen von "Droidcraft" ansehen.
  • S : Schilde und Antrieb ein- und ausschalten.
  • > : Schub geben.
  • < : Schub verringern.
  • A : Luftschleuse öffnen.
  • B : Am Mutterschiff andocken, sofern es anwesend ist.
  • SPACE : Spielpause.
  • RESTORE : Spiel von Beginn starten.


Lösung[Bearbeiten]

Tipps

Nach mogelpower.de:[1]

  • Um gestrandete Piloten aufzunehmen, müssen Sie vorher das Triebwerk abschalten und die Schleuse öffnen.
  • Ace-Piloten tragen einen violetten Helm; ihre Rettung bringt mehr Punkte.
  • Jaggies, die sich als Piloten tarnen, erkennen Sie an niedrigen Spielstufen an ihrem grünen Helm. Auf hohen Stufen unterscheiden sie sich aber nicht mehr von Piloten. Sie sollten daher das Triebwerk abschalten, aber die Schleusentür solange geschlossen halten, bis der Pilot anklopft - beziehungsweise das Alien den Raumgleiter einzuschlagen versucht.


Cheats[Bearbeiten]


Kritik[Bearbeiten]

64'er Ausgabe Oktober 1985: "Die Ausführung des Spiels ist rundum gelungen. Eine gute, aber etwas langsame 3D-Grafik zeigt die Gebirgslandschaft, Angreifer und hervorragend animierte Piloten. Die Soundeffekte sind spärlich, aber sehr gut. Die Auftaktmusik ist guter Durchschnitt. Rescue on Fractalus ist ein gut gemachtes Action-Spiel mit neuen Ideen und guten Effekten." (Boris Schneider/Christian Rogge)


Sonstiges[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • Auf George Lucas' Vorschlag hin wurde eingebaut, dass man die Jaggies anschießen kann.
  • Der Versuch der Jaggies, die Frontscheibe auszubrechen, hat einige Kinder so erschreckt, dass Lucasfilm wütende Angriffe von Eltern bekam, die meinten, ihr Kind sei weinend aus dem Zimmer gerannt und habe gemeint, dass ein Monster im Computer sei.[2]
  • 2004 wurde ein Prototyp der Atari 7800-Version bei einem der Programmierer dieses Port gefunden. Diese Portierung wurde nie veröffentlicht.[3]
  • Das Spiel wurde vom Team bei Lucasfilm mit den Mitteln einer Unix-Umgebung und mit LISP-Unterstützung entwickelt. Es wurden damit Makro-Assembler und andere unterstützende Tools in LISP oder C abgefasst, sowie für die Teamkommunikation und Dokumentationserstellung Werkzeuge, wie sie bei Unix typischerweise zu finden sind, umfassend eingesetzt.[4]

Easteregg[Bearbeiten]

  • Auf den Anzügen der Jaggies sind die Initialien der Entwickler zu lesen, "LC DF CK PL" für Loren Carpenter, David Fox, Charlie Kellner und Peter Langston.

Cover[Bearbeiten]

Cover Front (Epyx)
Cover Back (Epyx)

Videomitschnitt[Bearbeiten]


Longplay


Screenshot-Vergleich[Bearbeiten]

Ein Pilot läuft auf uns zu (Atari400/800-Version)
Ein Jaggi klopft an (Atari400/800-Version)


Highscore[Bearbeiten]

Topscore von Riemann80
  1. Riemann80 - 19933 - 8 (17.10.2018)
  2. Niemand - 0 (tt.mm.jjjj)
  3. Leer - 0 (tt.mm.jjjj)

2. Platz von Niemand 3. Platz von Leer
2. Platz von Niemand 3. Platz von Leer


Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Rescue on Fractalus
WP-W11.png Wikipedia: Rescue on Fractalus! Sprache:english

Videos[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.mogelpower.de/cheats/Rescue-on-Fractalus_C64_37982.html
  2. Rainer Babiel, Patrick Woytal: "Das Lucasfilm Games-Buch", Sybex, 1991
  3. www.atariprotos.com Sprache:englisch
  4. S. Langston: The Influence of the UNIX ® 1 Operating System on the Development of Two Video Games Sprache:englisch