Voice Messenger

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Voice Messenger
Steckmodul Speech 64 bzw. Voice Messenger
Typ Steckmodul
Hersteller Currah Technology
Neupreis (ca. 49,95 US$)
Erscheinungsjahr 1984
Produktionsende 198?
Sonstiges Auch für ZX Spectrum


Das Voice Messenger bzw. Speech 64 ist ein Steckmodul zur Sprachausgabe für den Commodore 64.

Das Voice Messenger Modul wurde von der Firma Currah Technology aus Boston entwickelt und vertrieben. Der Verkaufspreis lag in den USA bei 49,95 Dollar. Das Modul besitzt einen General Instruments SP0256-AL2 Sprachprozessor und einen eigenen Speicher. Die Firmware ist so ausgelegt, dass man das Modul benutzen kann, ohne Software in den Speicher des C64 zu laden.

1985 wurde Currah von dk'tronics übernommen, welche das Modul weiterhin vertrieben.


Installation[Bearbeiten]

Das Steckmodul Speech 64 wird im ausgeschalteten C64 im Expansion Port eingesteckt und über die Audio-Buchse mit entsprechende Lautsprecher oder Geräte mit Lautsprechereingang verbunden.

Handbuch[Bearbeiten]

Das englischsprachige Handbuch beschreibt die Bedienung und Anwendung des Moduls in Assembler und BASIC. Das Handbuch gibt es in zwei Ausführungen, beide sind inhaltlich identisch (Edition 1, Revision 3, 1984) und umfassen 16 Seiten. Die USA-Ausgabe ist im nahezu quadratischen Format von etwa 13,5 × 14,5 cm, während die UK-Ausgabe ein Format von 14,5 × 10,5 cm aufweist.

CURRAH Technology, Boston, USA
CURRAH Computor Components Ltd., Cleveland, UK


Inhaltsverzeichnis

(Deutsche Erklärung kursiv in Klammern)

1. Setting up the Voice Messenger - Speech 64 (Einrichtung des Moduls Speech 64)
2. Simple words and phrases (Einfache Wörter und Befehle)
3. Using the allophones directly (Die Sprachlaute direkt nutzen)
4. Using both voices and intonation (Stimmen und Betonung benutzen)
5. The speech buffer (Der Sprachspeicher)
6. Using machine code with the unit (Das Modul mit Maschinensprache nutzen)
Appendix I - Decimal and Hex Codes for the Allophones (Anhang I: Dezimal- und Hexadezimale Kodes für die Sprachlaute)
Appendix II - An example program (Anhang II: Ein Beispielprogramm)
Appendix III - A Description of the Extra Basic Commands for reference purposes (Anhang III: Beschreibung der zusätzlichen Basic Befehle)

Programmierung[Bearbeiten]

Mit dem Befehl INIT muss das eingesteckte Speech 64 aktiviert werden. Es erscheint dann die Meldung:

SPEECH 64
(C) CURRAH COMPUTOR COMPONENETS LTD.

Nun kann jede Taste als Sprache wiedergegeben werden. Um dieses Verhalten abzuschalten, einfach den Befehl KOFF eingeben. Mit dem Befehl KON [0|1] kann die tiefe oder hohe Tonhöhe der Ausgabestimmer ausgewählt werden. Wird keine Zahl mit eingegeben wird standardmäßig die Stimme 1 gewählt.

Sprechen kann es u.a. mit dem SAY [0|1] "ZU SAGENDER TEXT". Beispiel:

SAY "I'M THE COMMODORE SIXTY FOUR"

Weiterhin werden gewisse Umlaute nicht richtig wiedergegeben. So muss auf die Allophone Mnemonic zurückgegriffen werden. Wie dies z.B. beim Wort Hawai angewendet wird.

SAY "[HAW(II)(EE)]"

Es kann auch direkt die Stimme 0 oder 1 gewählt werden:

SAY 0 "HELLO"
SAY 1 "GOOD BYE"

Es dürfen auch einzelne Zeichenkettenvariablen, die auch als Array dimensioniert sind, verwendet werden. Die Manipulation von Zeichenketten mit Hilfe des SAY-Befehls ist nicht erlaubt. Die maximale Grenze von auszugebenden Text oder den Inhalten von Variablen sind die bekannten 255 Zeichen.

C$ = "[N(II)NT(EE)N]"
SAY C$

Die Variable SP% zeigt bei aktivierten Speech 64 die Anzahl der freien Zeichen im Sprachpuffer an. Es ist ebenfalls möglich den Sprachpuffer mit bis max. 256 Zeichen aufzufüllen, bevor die Sprachausgabe beginnt. Weiterhin ist die Variable SP% nützlich um ein Überlaufen des Sprachpuffers zu vermeiden.

Mit dem Befehl BYE wird die Sprachausgabe wieder abgeschaltet.

Alle Befehle können ebenfalls in BASIC-Programme genutzt werden.

Es ist zu beachten, dass die Sprachausgabe für die englische Sprache entwickelt wurde. In anderen Sprachen können Buchstaben falsch ausgesprochen werden.

Weblinks[Bearbeiten]