Dateiname

Aus C64-Wiki
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Ein Dateiname benennt die Datei auf einem Datenträger. Er dient dem Anwender zum leichteren Umgang mit dieser Datei, insbesondere bei der Nutzung von BASIC-Befehlen für den Datenträgerumgang wie LOAD, SAVE, DLOAD, DSAVE, DVERIFY usw.
Für eine durchgehende Verwendung der hinter einem Dateinamen befindlichen Daten wird statt des in diesem Fall oft umständlichen Dateinamens mit einer kompakteren logischen Dateinummer operiert, was mit Hilfe des Befehls OPEN umgesetzt werden kann.

Über den Dateinamen kann zwar erahnt werden, ob es sich um ein ausführbares Programm (PRG) oder um augenscheinliche Daten (wie SEQ, USR oder REL) für ein Programm handelt, was also grob den strukturellen Aufbau der Daten widerspiegelt, aber nicht, ob es sich um ein BASIC-Programm oder Maschinenspracheprogramm handelt. Bei kurzen Dateinamen wird oft (per Konvention) der Anfangsspeicherbereich hinter dem Dateinamen angegeben, damit der Anwender ggf. die Datei bzw. das Programm erkennen kann. Möchte man eine inhaltliche Typisierung vornehmen, ist man auf eine entsprechende Konvention angewiesen, derer es wohl viele gibt, aber keine davon kann wirklich als einheitlicher Standard angesehen werden.

Ebenfalls kann der Dateityp nur grob ein Anhaltspunkt liefern, da aufgrund beliebter Directory-Manipulationen nicht immer der angegebene Dateityp enthalten sind.

Restriktionen[Bearbeiten]

Beim C64 kann der Dateiname weitestgehend aus den PETSCII(CHR$)-Zeichen 32-122 bestehen (Leerzeichen, Sonderzeichen, Ziffern und Buchstaben sowie den mittels Taste SHIFT  über die Buchstaben-Tasten erzeugbaren Sonderzeichen bzw. Großbuchstaben, entsprechend dem gerade aktiven Zeichensatz), außer den Jokerzeichen "*" und "?", sowie den Zeichen ":", "@", ",", die eine spezielle Bedeutung beim jeweiligen Gerät (etwa als Trennzeichen für Floppy-Befehle, Laufwerksbezeichnung, usw.) haben, sowie des PETSCII-Zeichens 96. Leerzeichen ohne nachfolgende andere erlaubte Zeichen werden abgeschnitten.

Der Dateiname darf bei Disketten maximal 16 Zeichen lang sein und bei Kassetten maximal 16 Zeichen lang sein.

Durch Manipulation mit CHR$-Codes oder durch entsprechende Directory-Manipulationsprogramme können ggf. verbotene Zeichen trotzdem in Dateinamen verwendet werden oder hinter dem Dateinamen im Directory ergänzt werden. Beliebt sind z.B. die sinnvollen Ergänzungen ,8: und ,8,1:, um das Laden aus dem angezeigten Directory-Listing via Bildschirmeditor zu erleichtert.
Manipulierte Dateinamen können oft nicht richtig (mit den Standardbefehlen) genutzt werden.