Pogo Joe

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Pogo Joe
Pogojoetitle.gif
Spiel Nr. 651
Entwickler William F. Denman Jr., Oliver Steele
Firma Screenplay
Musiker Steven Baumrucker
HVSC-Datei MUSICIANS/ B/ Baumrucker_Steven/ Pogo_Joe.sid
Release 1983
Plattform(en) C64, Atari
Genre Arcade
Spielmodi Einzelspieler
2 Spieler (abwechselnd)
Steuerung Icon Port1 2.pngIcon joystick 1-2.png
Medien Icon kassette.png Icon disk525.png
Sprache Sprache:englisch


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
6.80 Punkte bei 10 Stimmen (Rang 389).
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C64Games 7 07. August 2013 - "gut" - 18.903 downs
Lemon64 7,3 07. August 2013 - 32 votes
C64.com 8,5 07. August 2013 - 2.488 downs
Kultboy.com 7 07. August 2013 - 5 votes
Happy Computer Test ohne Bewertung Ausgabe 04/87



Beschreibung[Bearbeiten]

Pogojoesprite.gif
Pogojoegyro.gif

Pogo Joe ist ein Geschicklichkeitsspiel von Screenplay aus dem Jahr 1983, das den Spielhallenautomatem Q*Bert zum Vorbild hat, jedoch mit einigen zusätzlichen Spielelementen ausgestattet ist.

Die Aufgabe des Spielers, der den dauergrinsenden Titelhelden Pogo Joe auf seinem Hüpfstab steuert, ist die gleiche wie beim Vorbild: in jedem der insgesamt 64 Level müssen alle Spielfelder durch Anspringen umgefärbt werden wobei er von einer Vielzahl von Gegnern gestört wird. Der Aufbau des Spielfelds ändert sich von Bild zu Bild und obendrein werden die Postionen von Spielfeldern mit Sondereigenschaften zufällig verteilt. Im weiteren Spielverlauf trifft man auf Bonusrunden und Bilder mit unsichtbaren Spielfeldern sowie eine stetig zunehmende Anzahl von Widersachern. Pogo Joe startet mit fünf Bildschirmleben und erhält alle 5000 Punkte ein Zusatzleben.

Gestaltung[Bearbeiten]

Mögliche Ursachen, falls rot, grün, blau & gelb nicht korrekt angezeigt werden:
a) Sie sitzen vor einem Schwarzweißgerät
b) Ihr Farbgerät ist eine Fuzzbomb oder anderweitig gestört.
c) Sie sind gestört.

Nach dem Titelbild, das die leicht manisch anmutende Hauptfigur des Spiels vor gelbem Hintergrund nebst animiertem Namenszug zeigt und der darauf folgenden Aufzählung der Mitwirkenden, erhält man die Möglichkeit, mittels eines Testbilds die Farben seines Bildwiedergabegerätes zu justieren. Für den Fall, dass man ein Gerät besitzt, das von einer missgünstigen Wesenheit besessen ist, die die Einstellungen fortwährend selbständig wieder abändert, wird dieser Vorgang vor jedem Spielstart wiederholt.

Im nachfolgenden Optionsbild können mithilfe der Cursortasten verschiedene Spielparameter wie z.B. die Anzahl der Mithüpfenden, Geschwindigkeit der Spielfiguren, Startbild etc. eingegeben werden. Auch kann man eine "Screen tour" starten, um sich alle 64 Bilder solange anzeigen zu lassen, bis man sie bis zum Lebtagsende nicht mehr vergisst. Theoretisch ist dies hilfreich für die unsichtbaren Level, bei denen zunächst nur der Name angezeigt wird. Praktisch gesehen ist dies allerdings verdammt viel Aufwand für einen Highscore.

Sobald es einem schließlich gelungen ist, das eigentliche Spiel zu starten, fällt auf, dass sowohl Pogo Joe als auch die übrigen Sprites recht klobig definiert sind, dafür aber über mehrere perspektivische Ansichten verfügen. Die Kollisionsabfrage ist äußerst präzise: ein Lebensverlust tritt nur dann auf, wenn sich Pogo Joe und ein Feind auf dem gleichen Feld befinden, Kollisionen "im Sprung" sind nicht möglich. Alle Sprites sind zudem flackerfrei animiert und sichtlich mit Spaß bei der Sache.

Freunde des skurillen Humors werden zudem mit 64 zunehmend dadaistischer klingenden Levelnamen beglückt, zu denen Perlen wie "Holosystolic Mumble", "Hello...I'm Frank Necrosis" oder "IF U CN RD THS, U R WRD!" gehören. Hier hat Programmierer Stuart Troutman zahlreiche Insider-Jokes aus seinem Medizinstudium, seinem Bekanntenkreis und Popkultur der 70er und 80er verarbeitet.

Die beschwingte, eingängige Musik, die das Geschehen auf dem Bildschirm untermalt erinnert an Jahrmarktsorgeln oder historische Karusselle und wird bei Levelabschluss oder beim Verlust eines Lebens durch kurze Jingles ergänzt, die sich klassischer Zitate von J.S. Bach bedienen. Ansonsten rauscht und zischt es mächtig und wenn's piept (im Spiel, nicht bei Ihnen), erhält man ein Extraleben.

Die Diskversion des Spiels verfügt über eine abspeicherbare Highscoretabelle.


Hinweise[Bearbeiten]

Aufmerksamen Wiki-Lesern, wird aufgefallen sein, dass Pogo Joe seiner Wuschelfrisur vom Titelbild offenbar verlustig gegangen ist. Spontaner Haarverlust ist ein unter pogospringenden Toupetträgern übrigens weit verbreitetes und durchaus gefürchtetes Problem.
Pogo to go auf der Mutant Street.
Shadow Level: In diesen Bildern kann Pogo Joe jedes Feld nur einmal besuchen, woraufhin es verschwindet. Ziel ist es, alle Felder zu besuchen um einen maximalen Bonus von 5000 Punkten zu erlangen. Für jedes Feld, das übrig geblieben ist, nachdem sich Pogo Joe in eine auswegslose Situation gebracht hat gibt es am Ende 1000 Minuspunkte.



  • In jedem Level muss Pogo Joe die Oberflächen der Säulen Pogojoecolumn.png, aus denen das Spielfeld besteht, umfärben. Zunächst reicht es aus, jede Säule einmal anzuspringen, ab Level 11 ("Terror Lunch") kann es vorkommen, dass dies öfter, nämlich bis zu drei Mal, geschehen muss.
  • Blinkende Säulen Pogojoesmartbomb.gif sind Smartbombs, die, wenn angesprungen, alle Gegner auf dem Spielfeld zerstören. Sie müssen daraufhin noch regulär umgefärbt werden.
  • Schwarze Säulen Pogojoeteleport.png transportieren Pogo Joe zu einer zufälligen anderen schwarzen Säule. Auch die Gegner können diese Transporter benutzen.
  • Gegner materialisieren sich nach einigen Sekunden aus den bunten Bällen Pogojoeball.gif. Solange sie noch in den Bällen sind, kann Pogo Joe sie gefahrlos zerstampfen.
  • Aus gelben Bällen schlüpfen entweder ungefährliche gelbe Elefanten Pogojoelephant.gif oder gefährliche Tigerwesen.
  • Aus roten Bällen schlüpfen entweder ungefährliche Brummkreisel Pogojoegyro.gif, die allerdings die Säulen wieder umfärben oder gefährliche...äh..."Dinger".
  • Aus violetten Bällen schlüpfen stets gefährliche Gegner Pogojoefoe.gif, ebenso aus allen blauen und schwarzen Bällen.
  • Punktevergabe: 20 Punkte für jede umgefärbte Säule, 250 Punkte für jeden zerstampften Ball, Elefanten oder per Smartbomb gesprengtes Monster.




Joysticksteuerung[Bearbeiten]

  • Joystick SchraegAR.png: Bewegung der Spielfigur
  • Joystick SchraegAR.png+Feuerknopf: Doppelsprung (2 Felder) ausführen


Tastaturbelegung[Bearbeiten]

Im Optionsscreen[Bearbeiten]

  • CRSR ⇑ , CRSR ⇓  , Return : Spielparameter anwählen und verändern


Im Spiel[Bearbeiten]

  •  2 ,CTRL ,1 : unten links, unten rechts, oben links, oben rechts, Leertaste  für Doppelsprung
  • Run/Stop /Shiftlock : Pause an/aus
  • Run/Stop +Restore : Spielabbruch


Lösung[Bearbeiten]

Invisible Level: Von diesen Leveln sind am Anfang lediglich die Smartbombs zu sehen, der Rest muss durch Anspringen aufgedeckt werden. Der erste unsichtbare Level ist #10 ("Heart like a head") und im Aufbau immer gleich. Das Layout der nachfolgenden unsichtbaren Level wird ermittelt, indem ein zufälliger Level ausgelost und dann verdunkelt wird.


  • Da es kein Zeitlimit gibt, kann man warten, bis sich möglichst viele Gegner auf dem Spielfeld befinden, bevor man eine Smartbomb auslöst.
  • In komplizierteren Leveln sollte man ungefährliche Gegner möglichst schonen, da diese ansonsten durch gefährliche ersetzt werden und Schlüsselpositionen besetzt halten können.
  • Im Gegensatz zu Q*Bert kann Pogo Joe nicht vom Spielfeld stürzen.
  • Mit Doppelsprüngen kann man nicht nur über Lücken im Spielfeld, sondern auch über Gegner springen bzw. schneller von ihnen Abstand gewinnen.


Cheats[Bearbeiten]

Die Version von Tankard (TRD) & World Funeral Productions (WFP) verfügt über mehrere Trainerfunktionen. Folgende POKEs stehen zur Verfügung:

Cheat-Modus, 1. Version POKE 2779,173 Cheat-Modus, 2. Version POKE 3122,36 unbegrenzt Leben, 1. Version POKE 2779,36 unbegrenzt Leben, 2. Version POKE 18486,169 unbegrenzt Leben, 3. Version POKE 23588,169


Kritik[Bearbeiten]

Pogotron2084: "Meiner Meinung nach ist Pogo Joe zusammen mit Slinky und J-Bird einer der besten Q*Bert Klone für den C64 und dem Original mindestens ebenbürtig. Ein unkompliziertes, humorvolles Fun-Game mit leicht infantiler Note und schön bescheuerten Levelnamen, das sich flüssig spielen lässt, so um Level 20 herum aber arg biestig wird. 7 von 10 Punkten."

Shemndric: "Ein unterhaltsames Spielchen, das man immer wieder mal für eine kurze Session auspacken könnte. Warum tu ich es nicht? Nun, wenn ich die Wahl habe, ziehe ich in diesem Fall eben das Original vor und zocke ein bisserl Q*Bert. Auszusetzen gibt es an diesem Klon aber wirklich nichts."

Sonstiges[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • 10.000$ konnte derjenige gewinnen, der das "magische Lösungswort", das nach dem zehnten Level eingeblendet wird an den Hersteller des Spiels schickte (s. Werbeanzeige). Für Unentwegte, die es nach drei Jahrzehnten noch versuchen möchten: das Wort lautet PAX. Bei Erfolg (ha!), bitte die Hälfte des Gelds an das C64-Wiki spenden. :P
Klaws: Ja, die $10.000 sind sehr verlockend. Insbesondere steht in der Anzeige kein Einsendeschluss und "no purchase neccessary" - ich muss also noch nicht mal legitimer Besitzer zu sein! Bleibt also nur noch zu klären, ob die Anschrift des Postfachs der Firma Screenplay noch stimmt. Also mal beim Markenamt nachgeforscht. "SCREENPLAY" war eingetragenes Warenzeichen der Firma "Intelligent Statement, Inc." (wie auch "INTELLIGENT STATEMENT" und "KEN USTON'S PROFESSIONAL BLACKJACK"). Ja, richtig gelesen: war. Die Markenrechte sind zwischen 1991 und 1992 ausgelaufen. Immerhin, es gibt eine richtige Adresse: "500 EASTOWNE DRIVE, CHAPEL HILL, NC 27514". Google Maps inklusive Streetview ist erstmal wenig hilfreich; auffällig ist allerdings ein Schild mit einer "500" und einer Aufschrift, die durch Google verwischt wurde und somit unleserlich ist. Das gibt es also nicht nur in Deutschland. Die geheime Aufschrift lautet "EASTOWNE CAMPUS". Hm, eine Klinik (der Universität von North Carolina). Nicht exakt das, wonach wir suchen. Tja, es sieht nicht gut aus...an Stelle von Computerspielen gibt es jetzt wohl Doktor...en.
Nachtrag: wer lesen kann...im Artikel steht schon, dass der Programmierer damals Medizinstudent war.


Screenshot-Vergleich verschiedener Umsetzungen[Bearbeiten]


Die Version für die Atari 8Bit Computer punktet durch ausgefallene Farbwahl: pink für den Hintergrund und lila für die Haut (darauf muss man erst einmal kommen)...
...sowie durch ein Spieler-Sprite, das noch wahnsinniger dreinschaut, als im C64 Gegenstück.



Videomitschnitt[Bearbeiten]


Lediglich ausgestattet mit nichts weiterem als einer unbegrenzten Anzahl an Savestates, bezwingt
Longplaylegende und Pogo Joe-Doppelgänger DerSchmu die ersten 15 Level des Spiels.



Cover[Bearbeiten]


Vorderseite.
Rückseite.
Alternative Boxversion mit Pogo Joe Pappfigur.




Diskette und Kassette[Bearbeiten]


Die Box enthielt Kassette und Diskette mit Versionen des Spiels für sowohl den C64 als auch die Atari 8Bit Homecomputer. Ein gängiges Prinzip bei einigen kleineren Herstellern, die um Kosten- einsparungen bemüht waren.



Werbeanzeige[Bearbeiten]


Anzeigenwerbung mit Gewinnspiel.



Highscore[Bearbeiten]

Topscore von Robotron2084
  1. Robotron2084 - 82.490 (07.08.2013)
  2. FXXS - 56.400 (01.11.2013)
  3. Leer - 0 (tt.mm.jjjj)

2. Platz von FXXS 3. Platz von Leer
2. Platz von FXXS 3. Platz von Leer


Weblinks[Bearbeiten]