Das Cassettenbuch zu Commodore 64 und VC-20

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Das Cassettenbuch zu Commodore 64 und VC-20
Cover
Sprache deutsch
Autor(en) Dirk Paulissen
Verlag Data Becker
Jahr 1984
ISBN ISBN 3-89011-030-4
Neupreis DM 49.-
Datenträger
Seitenzahl 190
letzte Auflage 1., unveränderte Auflage
Genre Einsteiger, Profi, Programmieren, Grundlagen
Information ein Großteil dieses Buches wird im Buch:
Das große Commodore 64 Buch wiederverwendet!




Einleitung[Bearbeiten]

Wenn man sich einen Rechner gekauft hat, stellt man bald fest, wie unangenehm es ist, dass der Rechner durch das Ausschalten alles vergisst, was man ihm mit viel Mühe beigebracht hat. Man braucht also eine Möglichkeit, was man dem Rechner beigebracht hat, sicher zu lagern, wenn dieser seine wohlverdiente Ruhepause macht. Da alles, was der Rechner weiß, aus Nullen und Einsen besteht, liegt es nahe, diese Informationen magnetisch aufzuzeichnen, zum Beispiel auf einer Cassette. Damit der Rechner aber das, was er einmal abgespeichert hat, wieder lesen kann, muss er es mit einem festen Format abspeichern, er muss dem Programm bestimmte Parameter mitgeben. Um das zu gewährleisten, ist im Rechner ein Programm fest eingebaut, das dies alles regelt.

Wenn sie aber Ihre Bedienungsanleitung zur Hand nehmen, stellen Sie fest, dass dort über die Art und Weise, wie der C64 oder VC20 mit der Datassette arbeitet und wie Sie sie bedienen müssen, recht wenig steht. Dieses Buch nun soll Ihnen helfen, besser mit der Datassette arbeiten zu können und zu verstehen, wie der Computer mit ihr zusammenarbeitet. Anhand von vielen kleinen Beispielprogrammen möchte ich Ihnen weiterhin nahe bringen, dass Sie mit der Datassette bedeutend mehr anfangen können, als das Handbuch vermuten lässt.

Als krönenden Abschluss finden Sie im zweiten Teil dieses Buches ein komplettes, neues Betriebssystem zur Daten- und Programmspeicherung mit der Datassette. Dieses System arbeitet um einiges schneller als das eingebaute Betriebssystem, ja sogar schneller als eine Diskettenstation. Mit diesem Programmpaket möchte ich zeigen, dass für den privaten Personalcomputer der bedeutend preiswertere Cassettenrecorder meistens ausreichend ist, wenn man nur die richtige Software benutzt.


Und nun noch ein Hinweis zur Benutzung dieses Buches:

Alle in diesem Buch veröffentlichen Programme sind sowohl auf dem C64 als auch auf dem VC20 lauffähig. Da es nicht bei allen Programmen möglich ist, ein Programm zu schreiben, das auf den beiden Computern lauffähig ist, sind zwei Versionen abgedruckt. Bei Maschinensprache-Programmen sind jeweils ein Assembler-Listing, ein Basic-Lader für den C64 und ein Basic-Lader für den VC20 abgedruckt, um eine möglichst große Benutzerfreundlichkeit zu erreichen. In den Basic-Programmen sind zur besseren Lesbarkeit alle Steuerzeichen übersetzt worden und in eckige Klammern gesetzt worden. Wenn Sie also HOME, RVSON in eckigen Klammern lesen, müssen Sie die CLR/HOME -Taste drücken für HOME und dann die CTRL -Taste mit der Taste 9  für RVSON.

Inhaltsverzeichnis[Bearbeiten]

     Inhaltsverzeichnis .................................   1
1    Einführung .........................................   3

Teil 1

2    Die Befehle zur Datassettehandhabung ...............   6
2.1  SAVE ...............................................   6
2.2  LOAD ...............................................  10
2.3  VERIFY .............................................  11
2.4  OPEN ...............................................  11
2.5  PRINT# und CLOSE ...................................  13
2.6  INPUT# .............................................  15
2.7  GET# ...............................................  21
3    Die Sekundäradresse ................................  24
4    Die Statusvariable .................................  27
4.1  Programme retten nach "LOAD ERROR" .................  29
5    Laden und Speichern vom Programm aus ...............  33
5.1  Overlaytechnik .....................................  35
6    Abspeichern von Maschinenprogrammen ................  38
7    Der Cassettenpuffer ................................  42
7.1  Anlegen eines Cassetteninhaltsverzeichnisses .......  43
7.2  Anzeige gefundener Dateien .........................  45
7.3  Selbststartende Programme und Programmschutz .......  46
8    Das Speicherformat der Cassettenspeicherung ........  52
9    Append von Basicprogrammen .........................  55
10   Steuerung der Datassette vom Programm aus ..........  59
11   Die Hardware der Datassette ........................  67
11.1 Pflege der Datassette ..............................  67
11.2 Wahl und Handhabung der Cassetten ..................  68
11.3 Arbeitsweise der Datassette ........................  70
11.4 Ein Lautsprecher für die Datassette ................  72
11.5 Kopfjustage ........................................  74
11.6 Andere Cassettenrecorder zur Datenspeicherung ......  80

 Teil 2

12   Ein neues Cassettenbetriebssystem - "FastTape" .....  84
12.1 Programmbeschreibung ............................... 107
13   Datenverarbeitung mit FastTape ..................... 118
13.1 Programmbeschreibung ............................... 143
14   CC-Inhalt und Katalog für FastTape-Cassetten ....... 151
15   Backup von Cassette auf Disk und umgekehrt ......... 153
15.1 Backup von Cassette auf Disk ....................... 153
15.2 Programmbeschreibung Backup CC - Disk .............. 162
15.3 Backup von Diskette auf Cassette ................... 163
15.4 Programmbeschreibung Backup Disk - CC .............. 187

 Anhang 

A    Wichtige Adressen für die Datassettehandhabung ..... 189

Leseprobe[Bearbeiten]

Seite 74, Kapitel 11.5 Kopfjustage

Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass der Tonkopf nicht mehr in der richtigen Stellung zum Band steht, was zum fehlerhaften Laden führt. Dies kann z.B. passieren, wenn Sie Programme von einer Cassette einlesen wollen, die nicht mit ihrer Datassette bespielt wurde. Es kommt aber auch vor, dass sich der Kopf selbständig nach längerer Zeit dejustiert.

Mit Hilfe eines Lautsprechers ist die Dejustierung gut zu hören. Wenn der Kopf gegenüber dem Band auch nur leicht verwinkelt ist, geht dies als erstes zu Lasten der hohen Frequenzen. Ich möchte das anhand zweier Zeichnungen einmal verdeutlichen:

Cassettenbuch Bild1.jpg

Wie aus den Abbildungen zu sehen ist, gibt es bei niedrigen Frequenzen immer noch Bandpositionen, bei denen über die ganze Spaltlänge die gleiche Magnetisierung wirkt. Bei hohen Frequenzen liegt am Spalt immer nur eine Mischung verschiedener magnetisierter Bereiche an. Somit werden solche Frequenzen gedämpft.

Cassettenbuch Bild2.jpg

Bild2: Ausgangs-Signale bei verschieden Tonkopfstellungen


Beim Datenlesen erhalten Sie das in Abbildung 2 dargestellte Bild. Das vom Tonkopf aufgenommene Signal ist annähernd sinusförmig. Dieses Signal wird innerhalb der Datassette über eine Schmitt-Trigger Schaltung in computerlesbare Rechteckimpulse umgesetzt. Ein Schmitt-Trigger ist nichts anderes als ein Schalter, der sich bei einer bestimmten Spannungen, der sogenannten "Schwellenspannung", ein- bzw. ausschaltet und somit eine Rechteckspannung am Ausgang erzeugt.

Aus der Abbildung 2 wird klar, dass durch einen dejustierten Kopf die Zeitverhältnisse zwischen den einzelnen Pulsen, die ja die Information enthalten, nicht mehr stimmen. Deshalb wird das Band fehlerhaft gelesen.

Meinung[Bearbeiten]

Werner: "In diesem Buch wird so ziemlich alles über das Thema Cassette behandelt.

Weblinks[Bearbeiten]