Dave Haynie
| Dave Haynie | ||
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| Name | David Bruce Haynie | |
| geboren | 23.05.1961 | |
| Nationalität | USA | |
| Branche |
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| Firmen / Gruppen |
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| Website | Collection Notes from Dave Haynie | |
| Informationen | Mitarbeit und Entwicklung an zahlreiche Commodore-Hardwareteilen wie Plus/4, C16 und Amiga | |
David Bruce Haynie ist ein US-amerikanischer Elektroingenieur.
Er war einer der Hauptentwickler des C128, Amiga 1200 und Amiga 4000 und ist immer noch sehr aktiv in der Amiga-Community. Größere Bekanntheit erreichte er über seinen Dokumentarfilms "The Deathbed Vigil", der über die letzten Tage beim in Konkurs gegangenen Computerhersteller Commodore berichtet. Zeitweise war er Chefingenieur bei Commodore, nach dem Weggang von Bil Herd.
Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commodore-Jahre (1983-94)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
David Bruce Haynie studierte Elektrotechnik und Mathematik an der Universität Carnegie Mellon University und machte seinen erfolgreichen Abschluß im Jahr 1983. Er begann bei Commodore unter der Leitung von Bil Herd mit der Fertigstellung der Heimcomputer der TED-Baureihe (Commodore-264-Serie: u.a. Plus/4, C16 und C116) mitzuwirken.
Kurze Zeit später, und zwar nach der Übernahme von Amiga durch Commodore, war er hauptsächlich für die Entwicklung des Amiga 2000 mitverantwortlich. Gemeinsam mit Bob Welland arbeitete er an den CPU-Modulen A2620 und A2630, welche im Jahr 1989 in den Computermodellen Amiga 2500/20 und Amiga 2500/30 auf den Markt kamen.
Gemeinsam mit Greg Berlin, Hedley Davis, Jeff Boyer und Scott Hood arbeitete er ab 1989 auch bei der Entwicklung der Zorro-III-Busarchitektur und des Amiga 3000.
Danach arbeitet er zusammen mit Bob Raible an das AA-System (Codename Pandora), das erste Commodore-Computersystem mit 24-bit-Farbtechnologie, das schließlich als Amiga 4000 und Amiga 1200 verkauft wurde.
Anschließend begann er an einem System für den Advanced Amiga Architecture-Chipsatz (AAA, mit 64-bit-Grafik) zu arbeiten. Er entwarf noch eine neue Systemarchitektur, das Acutiator Project, ehe Commodore Ende 1993 aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten fast alle Projekte einstellte.
Er verließ Commodore im Juni 1994, etwa einen Monat nach dem Konkurs des Unternehmens. Kurze Zeit später veröffentlichte er einen interessanten Dokumentarfilm über die letzten Tage bei Commodore: "The Deathbed Vigil and other tales of digital angst".
Spätere Jahre (ab 1994)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zunächst arbeitete er für Scala, Inc., und 1995, gemeinsam mit Andy Finkel, für Amiga Technologies (die Firma, welche aus dem Kauf der Überreste von Commodore durch Escom entstand). Beide konzipierten eine neue Generation der Amiga-Plattform, basierend auf dem PowerPC und einer neuen Version des AmigaOS. Aufgrund der finanziellen Probleme bei Escom wurde diese Entwicklung allerdings schon nach kurzer Zeit abgebrochen.
1996 gründete er gemeinsam mit ehemaligen Mitarbeitern der Amiga Technologies das Start-Up-Unternehmen PIOS Computer, das später in Metabox umbenannt wurde. Nach dem Untergang der Firma Metabox im Jahr 2001/2002 schloss er sich den ehemaligen Commodore-Mitarbeitern Andy Finkel, Robert Russell und Neil Harris an. Zusammen gründeten sie ihre eigene Firma Fortele, Inc., die auf Hausnetzwerke spezialisiert war. Nach kurzer Zeit mußte ihre Firma Konkurs anmelden.
Weiterhin arbeitete er für Nomadio, Inc. an Roboter-Projekten. Nebenbei betreibt er seine eigene Multimedia-Consulting-Firma Frog Pond Media, um seinem Interesse an digitaler Video- und Audiotechnologie nachzugehen. Seit dem Jahr 2012 arbeitet er für Rajant als Principal Hardware Engineer.
Wiederbelebung der Marke Commodore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Am 28. Juni 2025 kaufte der britische Schauspieler und YouTuber Christian Simpson, der unter dem Pseudonym "Perifractic" den Kanal "RetroRecipes" betreibt, die Marke Commodore und 47 weiterer Warenzeichen, um eigene Produkte unter dem Namen Commodore verkaufen zu dürfen. Die Übernahme des Unternehmens erfolgte in Form von Aktienkauf, ein genauer Preis wurde dabei nicht veröffentlicht, aber die Transaktion soll im niedrigen siebenstelligen Bereich liegen. Auf der Webseite commodore.net wird David Haynie in seinem Team als Technical Advisor geführt.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Wikipedia: Dave Haynie |
| Wikipedia: Dave Haynie |
