Kennedy Approach

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Kennedy Approach
Titelbild von Kennedy Approach
Spiel Nr. 91
Entwickler Programmierung: Andy Hollis
Grafik: Andy Hollis
Firma MicroProse Software,
Electronic Speech Systems
Verleger MicroProse Software, U.S. Gold
HVSC-Datei MUSICIANS/ E/ Electronic_Speech_Systems/ Kennedy_Approach.sid
Release 1985
Plattform(en) C64, Amiga
Genre Simulation, Flight (Civil)
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Icon joystick.png
Medien Icon disk525.png Icon kassette.png
Sprache Sprache:englisch
Information Auch erschienen auf: Golden Disk 64 Ausgabe 02/1996


Bewertung[Bearbeiten]

Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note):
7.59 Punkte bei 29 Stimmen (Rang 195).
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C64Games 7 14. Dezember 2008 - "sehr gut" - 4370 downs
Lemon64 8,3 14. Dezember 2008 - 8 votes
Kultboy.com 9 26. Juni 2011 - 4 votes
ASM 9/10 Ausgabe 9/86
ZZap64 83% Ausgabe 85/09


Beschreibung[Bearbeiten]

Ein Bild aus dem Spiel Kennedy Approach.

Kennedy Approach simuliert die Arbeit eines Fluglotsen in fünf verschiedenen TRACON-Flugleitzentren: Atlanta, Denver, Dallas, Potomac (Washington) und New York. TRACON steht für Terminal Radar Approach Control. So ist der Titel des Spieles, Kennedy Approach, das Funkrufzeichen des Anflugkontrolldienstes für den New Yorker John F. Kennedy International Airport (JFK). Der Spieler muss als Radar-Lotse eine mit dem eingestellten Schwierigkeitsgrad steigende Zahl von an- und abfliegenden Flugzeugen sowie Überflügen in seinem Sektor bewältigen. Die simulierten Verkehrsszenarien werden zu dem mit Unwetterfronten und Notfallsituationen (z. B. Treibstoffmangel) angereichert.



Gestaltung[Bearbeiten]

Fast der gesamte Bildschirm wird für die Darstellung des Radarschirms genutzt. Zusätzlich werden die Kontrollstreifen für jeden Flug und die Uhrzeit angezeigt, dazu das Leuchtfeld für den Konfliktalarm.

Ein quadratisches Raster aus lila Punkten gibt dem Spieler Orientierung über die möglichen Flugwege, da die Flugzeuge sich nur auf den gedachten Verbindungslinien, auch auf den diagonalen, zwischen benachbarten Punkten bewegen können. Ihren Kurs können sie nur an diesen Gitterpunkten ändern und das immer nur um 45 Grad.

Auf der elektronischen Karte des Radarschirms werden die Flughäfen in gelb sowie die durch den Sektor führenden Luftstraßen mit weißen Punkten dargestellt. Die Flughäfen sowie die Ein- und Ausflugspunkte an den Sektorengrenzen werden mit den bekannten dreibuchstabigen Abkürzungen gekennzeichnet.

Die Flugzeuge werden symbolisch dargestellt und durch eine aus einem Buchstaben bestehende Identifikation gekennzeichnet. Während die Flugrichtung am Flugzeugsymbol erkennbar ist, wird die Flughöhe durch Balken unter dem Flugzeugsymbol angezeigt, wobei jeder Balken für 1000 Fuß Höhe steht. Unbedingt zu beachten ist, daß die exakte Flugzeugposition im Punkteraster nicht am Flugzeugsymbol, sondern an der Unterkante des untersten Höhenbalken abzulesen ist.

Der Kontrollstreifen enthält den Identifikationsbuchstaben, der auch zur schnellen Anwahl des Flugzeuges dient. Außerdem sind auf ihm der Start- und der Zielflughafen vermerkt, wobei beide mit dem ersten Buchstaben des dreistelligen Flughafencodes abgekürzt sind. Zuletzt wird die aktuelle Flughöhe in 1000-Fuß-Schritten angezeigt.

In der schwarzen Bildschirmzeile oberhalb des Radarschirms wird die Flugsicherungsfreigabe eingeblendet, während sie mit dem Joystick eingegeben wird.

Eine Besonderheit des Spiels war die für 1985 großartige Sprachausgabe, die den Funkverkehr zwischen den Flugzeugen und dem Spieler in der Rolle des Radarfluglotsen im besten Amerikanisch aus dem Lautsprecher ertönen lässt.

... eine Animation aus dem Spiel.


Hinweise[Bearbeiten]

... ein weiters Bild aus dem Spiel.

Zu Beginn des Spiels wirkt es eher behäbig. Nutzt man nicht die übliche Emulatorenfähigkeit, die Spielgeschwindigkeit zu erhöhen, dann kann man sich im ersten Level schon mal einen Kaffee kochen. Aber bereits im dritten Level ist es mit dem Spaß vorbei und man fragt sich ernsthaft, wie sicher unser Flugraum sein kann. Gibt es am Anfang nur ein oder zwei Anflugwege an einen Flughafen, erhöht sich diese Anzahl. Werden zu Beginn vielleicht ein Dutzend Flüge abgefertigt, verdoppelt sich diese Zahl schnell und Sonderwünsche "6 Minutes Fuel!!!" und die schneller anfliegende Concord erhöhen das Tempo, weil man ihnen immer Vorrang geben muss.

Es gilt in diesem Spiel Konflikte zu vermeiden - das heißt nichts anderes als den Flugzeugen untereinander genügend Abstand zu lassen. Bei Flugzeugen in unterschiedlicher Höhe beträgt er einen Gitterpunkt, bei gleicher Höhe mindestens drei Punkte. Man kann also vier Flugzeuge hintereinander mit einem Punkt Abstand starten lassen, wenn das erste auf 4.000 Fuß steigt, das zweite auf 3.000, das dritte auf 2.000 und das letzte auf 1.000. Solange zwischen ihnen ein Gitterpunkt Abstand liegt und 1.000 Fuß ist man auf der sicheren Seite. Bei weniger als einem Gitterpunkt Abstand beträgt der Mindesthöhenunterschied 2.000 Fuß.

Doch einfache Planung ist spätestens ab Level 3 Geschichte. Flüge werden nach Zufallsprinzip angezeigt. Dabei unterscheiden sich die Flüge, die ab den Flughäfen aus gestartet werden müssen, denjenigen die landen und Transitflüge, die lediglich das Gebiet durchfliegen, aber eigentlich woanders landen sollen. Dazu kommen dann noch die Privatflieger, die eben mal schnell eine kleine Platzrunde drehen wollen.

Spätestens wenn man sechs blinkenden Flugzeuge (CONFLICT!!!), zwei Notfälle "6 MINUTES FUEL!" und eine Concorde auf dem Bildschirm hat macht man keine Witze mehr über die simple Graphik und das schlichte Spielprinzip. Da werden die 15 Sekunden Abstand zwischen den Gitterpunkten zum Alptraum.

Hat man die New York Schicht im höchsten Skill gemeistert, gibt es lediglich weitere Schichten in New York. Andere Flughäfen können nicht mehr angewählt werden. Auch der (zugegeben happige) Schwierigkeitsgrad steigt nicht weiter an.

Die Anzahl und Häufung der neuen Flüge ist bei einem zusätzlichen Unwetter geringer als bei klarem Himmel. Ob ein Unwetter aufzieht ist vom Zufall abhängig.

Lösung[Bearbeiten]

Das Spielprinzip ist einfach. Zu jedem Zeitpunkt müssen die Flugzeuge untereinander einen vertikalen Staffelungsabstand von mindestens 1.000 Fuß sowie eine horizontale Staffelung von drei oder mehr Gitterpunkten einhalten. Außerdem müssen bei der Abfertigung von Flügen, die den Flugsicherungssektor verlassen, Kurs, Höhe und natürlich der Zielflughafen stimmen. Die Flüge werden alphabetisch angeordnet, so dass sie entweder mittels Tastatur angesteuert oder mit dem Joystick "eingefangen" werden können. Letzteres geschieht mit Hilfe eines Rahmens, mit dem man über das entsprechende Flugzeug geht, klickt und die Steuerung somit ermöglicht.

Es ist wichtig, zu jedem Zeitpunkt ein Gefühl für die Reihenfolge der Flüge zu haben. Hat man das Spiel ein paar Mal gespielt, fallen einem schnell die üblichsten, schnellen Wege auf einem Spielfeld auf (die sich natürlich von Flughafen zu Flughafen unterscheiden.) Ob dies nun gerade, gebogene oder Rundwege sind erarbeitet man sich nur durch Erfahrung.

Man sollte die Pausenfunktion unter F1 ab und an benutzen, wenn es gar zu dick kommt. Dann muss man sich einen Schlachtplan entwickeln, welche Prioritätenliste abgearbeitet werden muss, weil sonst der nächste Konflikt oder gar ein mid-air crash vorprogrammiert sind. Tipps sind:

  • Überflüge, die den eigenen Sektor nur durchqueren, immer auf 5.000 Fuß halten und erst kurz vor dem Ausflug auf 4.000 Fuß sinken lassen.
  • Direktflüge, die geradewegs auf den Heimatflughafen zusteuern, direkt auf 0 Fuß ("Cleared for landing") setzen, wenn sie nicht im Weg sind.
  • abgehende Flüge immer möglichst weit voneinander entfernt losschicken. Sollen vier Flüge abgefertigt werden (1 Norden, 1 Süden, 1 Nordwesten, 1 Südwesten), dann in der Reihenfolge: Norden, Süden, Nordwesten, Südwesten. Alle mit einem Gitterpunkt Abstand und 4.000-1.000 absenkend losschicken. Jeweils rechtzeitig auf 4.000 Fuß steigen lassen, wenn genügend Abstand zum nächsten Flugzeug besteht.
  • Ruhe bewahren! Kaum ein anderes C64 Spiel verlangt soviel Ruhe und Geduld wie Kennedy Approach. Das meine ich so und das ist auch so.

Weitere Tipps:

  • Mit dem Halten der Leertaste wird die Simulation beschleunigt. Damit kann man Leerläufe gut überbrücken.
  • Um den Status einer Maschine abzufragen (Höhe und Steuerkurs), einfach beim Anwählen den Feuerbutton länger halten.
  • Um ein Kommando abzubrechen, auch einfach den Feuerbutton länger drücken. Besonders praktisch beim versehentlichen Anwählen oder bei Zeitnot.
  • Um ein Flugzeug in eine Warteschleife einfliegen zu lassen: Maschine anwählen und so lange den Joystick nach rechts bzw. links drücken bis ein Kreissymbol erscheint, dann mit Feuerbutton bestätigen. Dann kreist die Maschine im bzw. gegen den Uhrzeigersinn um das nächste VOR-Funkfeuer.
  • Die Maschinen sollten direkt über die Tastatur mit ihren jeweiligen Buchstaben angewählt werden. Die alternative Anwahl mit dem langsamen Auswahlkasten kostet unnötige Zeit.
  • Das Spiel verzeiht Flugverzögerungen eher als Konflikte. Wenn man die Wahl hat, sollte man Maschinen am Boden warten lassen, statt sie in eine schon überfüllte Region zu schicken.


Cheats[Bearbeiten]

Cheats sind nicht bekannt.


Kritik[Bearbeiten]

Macrobee: Selten ein so simples Spielprinzip mit soviel Spaß gehabt. Höchstens Donkey Kong oder PacMan kommen an Kennedy Approach noch ran. Die sonore Stimme der Fluggestaltung entscheidet über Herzfrequenz 80 oder 180. Kann es nur empfehlen, wenn man gerade Bock auf drei Stunden Privatbespaßung aus ist. Ich verteile hier mindestens 9 Punkte (habe im Moment noch keinen Überblick, was 10 Punkte bekommen soll.)

Triton: Absolut zeitlos! Das simple Spielprinzip fesselt heute noch vor den Bildschirm. Die simple Grafik ist dabei absolut nebensächlich - für Adrenalin ist trotzdem gesorgt. Der stark ansteigende Schwierigkeitsgrad sorgt für so manche Extraschicht als Fluglotse. Nur ein kleiner Kritikpunkt von mir: Durch die Schräg-oben-Perspektive verdecken sich nahe fliegende Flugzeuge gegenseitig in der Vertikalen (verständlich?). Dennoch 9 von 10.

Rockford: Ich hab es damals angespielt, nicht gerafft und nie wieder angefasst. Heute weiß ich, dass man schon mal zwei Minuten warten muss, bis das erste Flugzeug kommt ... Es hat auf jeden Fall etwas wunderbar meditatives, die Sprachausgabe ist wirklich klasse und es könnte mich eine Zeit lang fesseln. Mit dem Urteil in Punkten warte ich noch, bis ich das Spiel etwas besser im Griff habe.
Ok, jetzt habe ich mich ein wenig eingespielt ... vergesst den dämlichen Satz mit "es hat etwas meditatives" ... Ab dem dritten Flughafen fühle ich mich geneigt, schwitzend, kettenrauchend und mit offenem oberstem Hemdknopf vor dem Bildschirm zu sitzen. Ein Tick Zufall ist natürlich dabei, es kommt immer darauf auf, wie die Flugzeuge kommen, aber 8 Punkte kann ich ruhigen Gewissens geben

Hartmut: "Habe sowohl auf dem C64 als auch jetzt mit Emulator kein Spiel so oft gespielt. Muss aber zugeben, dass der Rekord auf dem C64 (ohne Warp-Modus) möglich gewesen wäre. Gebe natürlich 10 Punkte im Ranking für das Spiel und verweise alle Interessierten auf die Homepage www.KennedyApproach.com (Link: siehe unten)!"

Klaws: "Als ich das Spiel das erste Mal gesehen habe, musste ich es eigentlich bloss wegen der (damals spektakulären) Sprachausgabe haben. Aber als ich es dann tatsächlich hatte, trat die Sprachausgabe sehr schnell in den Hintergrund: das hochgradig suchterrengede Spielkonzept hatte mich gepackt! Absolut empfehlenswert!"

Vitus: "Das Spiel ist unglaublich fesselnd und herausfordernd. Gerade hat man noch alles im Griff, schon tauchen 2 neue Flieger in einer ohnehin schon überfüllten Region auf und das Chaos bricht los. Auf der höchsten Stufe spielt es sich mMn mit einem Unwetter einfacher, da nicht soviele Flüge abgearbeitet werden müssen. Obwohl es zunächst kompliziert ausschaut ist das Spiel leicht zu erlernen und sollte von jedem C64 Fan angezockt werden. Die Grafik ist nicht schön aber zweckdienlich. Mein All-Time-Favorit - 10 Punkte. - Edit: Das Windows Remake läuft auch prima mit Wine unter Linux)"

Midas069: "Für mich ist der Tag einfach nicht perfekt wenn ich nicht eine Runde KA gespielt habe. Der Versuch 20 Minuten lang auf höchstem Level alle Konflikte zu vermeiden ist immer wieder eine Herausvorderung. Und ja, es gelingt mir auch gelegentlich. Was brauchts komplexe Grafik? Dieses Spiel beweist, auch einfach gestrickt kann es der absolute Kick sein. Volle 10 Punkte von mir."

GeoFlight: "Ich fand das Spiel sehr interessant und anspruchsvoll. Besonders die Sprachausgabe war faszinierend und machte das Programm einzigartig. Genervt hat mich die fehlende Flexibilität der simulierten Piloten, die Höhe oder Kurs nur an diesen elenden Gitterpunkten ändern wollten. Aber damit klarzukommen, dafür wurde man ja "bezahlt". Wirklich gestört hat mich das Titelbild, weil die 747 ohne Triebwerke dargestellt wird."


Sonstiges[Bearbeiten]

Cover[Bearbeiten]

Cover von Kennedy Approach


Werbeanzeige[Bearbeiten]



Anzeigenwerbung für das Spiel.




Highscore[Bearbeiten]

Topscore von lieverhein
  1. lieverhein - $49.833.500 - GS 389 (10.04.2019)
  2. Vitus - $188.400 (06.02.2016)
  3. Midas069 - $151.250 (29.11.2013)
  4. H - $46.600 (25.12.2006)
  5. triton - $13.700 (21.07.2007)
  6. Macrobee - $8.800 (21.12.2005)
  7. Keule - $1.000 (02.08.2015)

2. Platz von Vitus 3. Platz von Midas069
2. Platz von Vitus 3. Platz von Midas069


Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Kennedy Approach Sprache:english


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