Roßmöller GmbH

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Roßmöller GmbH
Gründungsdatum 1981/82
Firmenschließung 1993/94
Unternehmenssitz Bonn, später Meckenheim, Deutschland
Firmenleitung Martin Roßmöller; Birgit Roßmöller (Co-Founder, Marketing & Management)
Anzahl der Mitarbeiter min. 10
Umsatz etwa 3 Mio. DM (1987)[1]
Branche Soft- und Hardware
Informationen 1988: Umbenennung in Roßmöller Handshake GmbH


Die Firma Roßmöller Computertechnik GmbH bot in den 1980er-Jahren diverse Erweiterungen für CBM-Geräte, VC-20, C64/128 und weitere Commodore-Heimcomputersysteme wie Amiga an, zu guter Letzt auch PC.

Im August 1985 wurde das Unternehmen "Roßmöller Computer Tuning" gegründet und das erste Ladengeschäft in Bonn eröffnet. Im Jahr 1988 wurde die Firma in Roßmöller Handshake GmbH umbenannt, wobei beide Firmennamen für Werbezwecke noch benutzt wurden.

Die Roßmöller Handshake GmbH meldete im Sommer 1993 Konkurs an. Wie es nach den Konkurs genau weiterging, ist bisher nicht so bekannt. Fest steht nur, das einige Roßmöller-Produkte ebenfalls über "Discount 2000" weiterverkauft wurden, insbesondere die neu entwickelte Turbokarte "Flash 8".

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firmengründer des gleichnamigen Computerfachgeschäfts in Bonn war Anfang der 1980er Jahre Martin Roßmöller, der durch einen Nebenjob bei einer Computerfirma zunächst half Hardware zusammenzubauen, um Geld für sein Studium hinzu zu verdienen.

Kurze Zeit später gab er sein Studium auf und entwickelte und produzierte Hard- und etwas später Software für die damals weit verbreiteten Heimcomputer wie VC-20 und C64. Ende der 1980er Jahre verlegte er dann seinen Firmensitz nach Meckenheim und benannte die Firma mehrmals um.

Roßmöller fragte sich stets, was für Innovationen der Computeranwender benötigt und was ggf. gut durch den Computernutzer nachgefragt wird.

Die ersten eigenproduzierten Hardware-Erweiterungen waren im Jahr 1983 der EPROM-Brenner "EPROM 64", gefolgt im Jahr 1984 von dem parallelen Schnelllader "Turbo Access", deren Nachfolger "Turbo Trans" im Jahr 1986 war.

Frühere Anschriften:

  • Im Jahr 1986/87: Roßmöller GmbH, Maxstraße 50-52, 5300 Bonn 1 - Telefon (0228) 659980
    ("Turbo Trans"-Anleitung[2])
  • Roßmöller GmbH, Tombergstr. 12a, W-5309 Meckenheim
  • Fa. Roßmöller Handshake GmbH, Neuer Markt 21, 5309 Meckenheim (in einem Eikuafszentrum)
    (aus der Dokumentation des Produktes "Doktor 64" von 1988)

Der erfolgreiche Firmengründer Martin Roßmöller ist am 29. Oktober 2015 verstorben. In seiner Traueranzeige wurde er als "Guru der Commodore-Szene" bezeichnet.[3]


Produktübersicht (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Turbokarte "TurboProcess" von Roßmöller (1987).
Abbildung eines Steckmoduls "Flash 8" (1994).

Eine alphabetische Liste von vielen Produkten[4][5] bestehend aus Software, Hardware, Steckmodulen und Bausätze:

  • Adapt 28 EPROM-Adapter für C64 und 1541
  • AS 64 (16 KByte-Steckmodul mit Makro-Assembler)
  • AS 64 Demo (Demo-Version vom Marko-Assembler)
  • ASCII/DIN (deutscher Zeichensatz für C64)
  • Backup (Kopierprogramm für Diskettenseiten, Software)
  • Burny 64 (Eprommer; auch Bausatz)
  • Burny Profi (EPROM-Kit Eprommer plus Samson, Profi-Modul, GEAS )
  • Centronics
  • Centronics 64 (für Centronics-Drucker am EC-Bus 64)
  • Centros (unterstützt Drucker am USer-Port mit Puffer, Software)
  • Charuti (erstellt eigene Zeichensätze)
  • Clock 64 C Echtzeit-Uhr mit Akku & Kalenderfunktion für Cassetten-Port
  • Clock 64 U Echtzeit-Uhr mit Akku & Kalenderfunktion für User-Port
  • CP/M-Emulator (CP/M 2.2-Emulator für das Betriebssystem CP/M, Software)
  • DATA 64 (Datenbank, Software)
  • Deutsch 64 (der C64 in deutsch Klartext; inkl. BASIC-Meldungen)
  • Disk-Booster (6-fach)
  • Diskmon (Disketten-Monitor, Software)
  • Display 64 (LED-Anzeige für jede Leitung am Expansionport; auch Bausatz)
  • Doktor 128
  • Doktor-64 (gibt es als Bausatz)
  • DOS-Kabel (für Speeder mit Parallelkabel)
  • ELG 3
  • Elite-Modul (32K-Modulsammlung mit ExBASIC Level II, Ulitlity I, Kopierprogramm, usw.)
  • EPROM 64 (Eprommer bzw. EPROM-Brenner)
  • EPROM 8 (4 Betriebssysteme für "Kernal 8")
  • ExBASIC Level II (BASIC-Erweiterung)
  • Expert-Cartridge
  • Filecopy (Kopierprogramm für Einzeldateien, Software)
  • Flash 8 (8 MHz-Turbokarte)
  • FPC (Final Profi Cartridge; Freezer mit Windows-Technik)
  • GEAS (grafische bzw. GEOS-ähnliche Benutzeroberfläche für "AS 64")
  • Geiger (Radioaktivitätsmessung)
  • IEEE 128/ IEC-Parallel C128 (Parallelkabel)
  • IEEE 64/ IEC-Parallel C64 (Parallelkabel)
  • I/O 64 (40 Ein- und Ausgabeleitungen für MSR-Technik)
  • IQ-Brenner (Centronics-Schnittstelle für C64/128, Amiga, Atari ST und PC)
  • Kernal 8 (bis zu 8 Betriebssysteme am Expansionsport)
  • Keyboard 64 (Tastatur-Interface)
  • Kompakt 64 (16K-Modul, verkleinert Programme)
  • Kompress 64 (verkleinert Programme, Software)
  • Layout Designer (Steckmodul)
  • Laysy
  • Lightpen
  • List 64 (Listings in Klartext inkl. Steuerzeichen, Software)
  • Mach 70
  • Mach 71
  • Manager 64 (digitale Speicherblockanzeige)
  • Master-Modul (64K-Modulsammlung mit Profi-Modul und Elite-Modul)
  • MIDI-Interface / MIDI-64
  • MS-DOS kompatible Benutzeroberfläche für C64
  • Multi 64 (bis zu 4 Betriebssystem)
  • Muster 64 (intelligente Platine für Muster-Aubauten)
  • Opcode 6510 (Listing aller Opcodes, auch illegale)
  • P. U. L. S. A. R
  • Profi-Modul (32K-Modulsammlung mit AS 64 und Kompakt 64)
  • Protect 6526 (schützt den User-Port vor Beschädigungen; auch Bausatz)
  • Puffer 1 MB (Zusatz für Centronics 64)
  • Pulsar (Eprommer)
  • Pulsar Profi (EPROM-Kit plus Samson u. Profi-Modul)
  • RAM 4 (Betriebssystem "System Manager" am Expansionsport; 32 CMOS-RAM mit Akku))
  • Reset 64 (Resettaster mit LED-Anzeige; auch als Bausatz)
  • Ross-Drive /aka Roßdrive (Floppy-Laufwerk)
  • RS 232 (für Anschluss von Modems und Akustik-Kopplern)
  • Samson 320 KByte EPROM-Karte für C64
  • Schalt 2/16 (2 Betriebssystem für C64 II u. 1541 C/II, C128)
  • Schalt 2/32 (2 Betriebssystem für 1570/71/81)
  • Schalt 2/8 (2 Betriebssystem für C64 u. 1541)
  • Sequenzer 64
  • Shadow Writer (Grafik-Animationen und Sound einmal anders, Software)
  • Shugart
  • Sidecar 2.2 (Z80-CPU mit 8 MHz; inkl. CPM)
  • SPC (Speedcontroldisplay; regelt Geschwindikgkeit)
  • Speed-Control/-Display
  • Stop 64 (Hält den Rechner an; auch als Bausatz)
  • Switch 64 (jede Leitung des Expansionsport schaltbar; auch Bausatz)
  • System Manager (Betriebssystem am Expansionsport; 8 CMOS-RAM mit Akku))
  • Tast 64
  • TechnicaDOS (für OC-118; 10-fach)
  • The Final Profi Cartridge
  • TP DOS (10-fach) für 1541,-C,-II
  • Triplex (3-facher Expansionsport; auch Bausatz)
  • Tuning 64
  • Turbo Flash
  • Turbo-CP/M[6]
  • Turbo-CP/M 128 mit 8 MHz
  • Turbo-Set
  • Turbo Access (4 MHz-Turbokarte, 64'er "Produkt des Jahres 1987")
  • TurboDisk für C64, C64-II (6-fach)
  • TurboDOS (10-fach)
  • TurboDrive
  • TurboProcess 1541 II/C für C64-II (10-fach)
  • Turbo Trans C128
  • Turbo Trans C64 (aufrüstbar bis 512 KByte Floppy-RAM)
  • User 3BS (Bausatz von "User 3FG")
  • User 3FG (3-fache Userport-Weiche mit Resettaster)
  • UserControl (LED-Anzeige für den User-Port; auch Bausatz)
  • Ultility I (8K-Modul mit Floppy-Cass-Speeder uvm.)
  • Ultility II (8K-Modul wie "Ultility I" plus Action-Spiel Motorcrash)
  • Vesuv (Eprommer der Superlative; auch für C64 und viele andere Computersysteme)
  • View-64
  • Vokabel-Trainer für 6 Sprachen: Latein, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch
  • Zeig 64 (Anzeige digitale Speicherkonfiguration; auch Bausatz)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]