Martin Galway

Aus C64-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Martin Galway (* 3. Januar 1966) ist ein britischer Musik-Programmierer und gilt wohl neben Rob Hubbard und Chris Hülsbeck als bekanntester Meister des SID. Ersteren gibt er auch als Vorbild an, in einem Interview sagte er selbstbewusst: "Rob Hubbard ist der einzige, den ich respektiere. Alle anderen Programmierer sind zweitrangig. Das liegt an ihrer mangelnden programmiertechnischen Kompetenz oder fehlender Erfahrung im Arrangieren." (Aus dem "Happy Computer"-Interview, Link siehe unten.) Seine Musikstücke sind sehr oft Opfer von Musikpiraterie geworden. Sehr viele Crack-Intros verwenden Musikstücke von Galway.

Galway behauptet von seiner Musik, die er auf dem C64 programmiert hat, das er sie nicht remixen würde. Er begründet dies damit das diese Stücke für den SID Chip geschrieben wurden und das sie, auf richtigen Instrumenten gespielt, einfach nach nichts klingen würden. Allerdings könnte er Musik für richtige Instrumente schreiben.

Karriere[Bearbeiten]

Martin Galway begann seine Karriere 1984, mit gerade mal 17 Jahren, auf dem BBC-Micro. Der Informatik Lehrer auf Galways Schule, Peter Davidson, hatte dort seinen Job gekündigt um bei Database Publications in Stockport zu arbeiten. Als Softwarearm des Verlags wurde die Softwareschmiede Optima Software gegründet welche kostenlos Werbung im hauseigenen Magazin TheMicro schalten konnte. Da das Budget knapp bemessen war engagierte Davidson eine handvoll Studenten um für die junge Firma Software zu programmieren. Davidson kontaktierte daher seine ehemaligen Schüler und so auch Galway. Dieser hatte gerade einmal ein Jahr zuvor überhaupt Kontakt mit einem Computer gehabt. Galway hatte gerade mal den BBC Micro und das dazugehörige BASIC+Assembler Paket um mit damit zu arbeiten. Damit schrieb er nun die Musik für das erste Spiel Atomic Protector- ein Pacman-Clone, für die gerade gegründete Firma, indem er die Melodie pfiff und Note für Note eingab. Für diese Arbeit bekam er sechs Wochen lang, so lange seine Schulferien dauerten, 50,- Pfund auf die Hand.

Nach diesem Ferienjob arbeitete er weiterhin an Sound Effekte und Musik für die Spiele seiner Freunde. Das Spiel Eyes von Paul Proctor, ironischerweise ein weiterer Pacman-Clone, wurden von Galway als erfolgsversprechend empfunden. Er bekam oftmals eine Ausgabe der Personal Computer News in die Hand. Spätestens seit März 1984 war die Rückseite des Magazins nun regelmäßig mit einer Ocean Werbung gebucht. Galway kontaktierte die Firma und gab sich als Proctors Agent aus. Nach einem Treffen mit David Ward, Ocean war von dem Spiel sehr angetan, bot man Galway gerade mal 300,- Pfund. Selbst zu diesem Zeitpunkt war dies eine lächerliche Summe. Von Eyes hörte man nie wieder. Galway hatte mehrere BBC Disketten dabei als er Eyes verkaufte. Diese legte er David Collier, Oceans Development Manager, vor. Mit den Disketten gingen beide in das Büro von Richard Kay, dieser war Oceans festangestellter BBC-Programmierer. Galway wusste mit seiner Musik die Anwesenden zu begeistern und man sah in Galway einen Ersatz für den derzeiten Musiker, der zu dem Zeitpunkt in Portsmouth arbeitete und dadurch immer wieder für logistische Abenteuer verantwortlich war. Um jemanden fest im Haus zu haben gaben sie Galway einen C64 mit Datasette und einem kompletten Assembler Entwickler System mit nach Hause damit dieser den C64 studieren konnte. Das tat er auch und begann sofort damit Musik auf dem C64 zu programmieren. Im Februar 1985 wurde er dann bei Ocean fest angestellt.

Martin ist nach 25 Jahren immer noch aktiv und arbeitet zur Zeit als Production Manager und Audio Director für Certain Affinity.

Leistungen[Bearbeiten]

Martin Galway ist nicht nur für viele der eingängigsten Musikstücke in C64 Spielen verantwortlich.

Er schrieb die Musik für Origin Systems erstes Adventure/RPG Spiel Times of Lore. Die Musik sollte das mittelalterliche Setting unterstreichen. Da er auch Programmierer ist, schrieb er einen Algorithmus, der die Akkorde zufällig auswählte. Dadurch kann dieses Musikstück an sich unendlich gespielt werden, ohne sich zu wiederholen.

Zitat[Bearbeiten]

  • "Well, legend's a fitting term, because I'm probably not what I'm cracked up to be, just like a legend isn't."
  • (Nun, Legende ist ein passender Begriff, denn ich bin wahrscheinlich nicht das was man sich von mir erwartet, genau wie eine Legende es nicht ist.)

Soundtrackographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

WP-W11.png Wikipedia: Martin Galway